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Ein halbes Jahr später. Hat sich bei den Zeitschriftenpreisen irgendwas getan?

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Ihr erinnert Euch? Im Juni habe ich eine umfangreiche Recherche durchgeführt und die Preissituation deutscher Zeitschriften in der Schweiz analysiert. Die erschreckende Feststellung war, dass die deutschen Verlage uns Konsumenten aus der Schweiz regelrecht abzocken, indem sie völlig überrissene Umrechnungskurse anwenden.

Die ins Feld gebrachten Argumente waren teilweise an den Haaren herbei gezogen oder man machte es sich einfach und gab die Schuld dem Vertrieb. Dieser wiederum gab den Ball an die Verlage zurück.

Wenn Du Dich nochmals reinlesen möchtest: 
«Schweizer Währungswucher am Kiosk – Deutsche Verlage zocken Schweizer Konsumenten ab.»

Nun, inzwischen ist eine Menge Zeit vergangen. Der Euro ist im Verhältnis zum Schweizer Franken immer noch tief, der Preisüberwacher hat in der Zwischenzeit lediglich seine Machtlosigkeit festgestellt und verschiedene Artikel sind in der Blog- und Medienlandschaft dazu erschienen. Zwei lesenswerte Beispiele seien hier erwähnt:

Was hat sich in der Zwischenzeit getan?

Nichts!

Kein einziger der beobachteten Zeitschriften hat eine Preisanpassung erfahren! Und selbst der Heise-Verlag, welche die Fachzeitschrift c’t veröffentlicht und im Juli aufgrund meines Blogeintrages ein Missverhältnis zwischen Euro- und Frankenpreis mir gegenüber bestätigte, scheint im Dornröschenschlaf gefangen.
Ich bin enttäuscht!
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Bewerber, welche nicht lesen können…

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Wir suchten kürzlich einen Mitarbeiter für den Kundendienst und hatten hierfür eine Anzeige in Tageszeitung und Stellenbörse geschaltet. Es trafen in Folge unzählige Bewerbungen ein.

Es ist klar, dass nur ein kleiner Teil der Bewerbungen in unser Profil passt. Dennoch staune ich bei jeder Ausschreibung erneut, was da teilweise für Dokumente eintreffen.

  • Der Stellenausschrieb wird nicht gelesen.
    So bewarben sich Personen, welche ganz und gar nicht unseren Anforderungen entsprachen. Viele nahmen sich nicht einmal die Mühe zu erklären, warum sie es dennoch versuchten.
  • Falsche Form.
    Ähnliches beim formulierten Wunsch, E-Mail-Bewerbungen im PDF-Format einzusenden. Da kamen riesige Powerpoint-Folien, seltsam formatierte OpenOffice-Dokumente, ZIP-Dateien, etc.
  • Fehlerhaftes Deutsch.
    Wir suchten einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin mit einwandfreiem Deutsch in Wort und Schrift. Bestimmt die Hälfte der Bewerber behalfen sich nicht einmal der simpelsten Rechtschreibprüfung, um die schlimmsten Schreibfehler zu vermeiden. Manche Bewerber sollten sich zudem mal ein Körbchen voller Satzzeichen zulegen, denn damit wäre ihre Bewerbung auf einen Schlag deutlich lesbarer. Immerhin konnten wir so die eindeutigen Fälle schnell aussortieren.

  • Mangelnde Sorgfalt.
    Andere wiederum legten nicht die geringste Sorgfalt beim Anschreiben an den Tag: Da wurden fremde Firmen im Briefkopf angeschrieben oder Personen angesprochen, welche gar nicht bei uns arbeiten. Einer war besonders denkwürdig: Sein Vater arbeite seit vielen Jahren bei uns, kenne darum unsere Firma sehr gut und deshalb hoffe er, dass wir ihn zu einem Vorstellungsgespräch einladen. Der Clou: Es gibt bei uns diesen besagten Vater nicht… muss wohl in einer anderen Firma gewesen sein.Ein anderer Bewerber bewarb sich als «Bauarbeiter» bei uns. Er erhielt ein Schreiben von mir, in welchem ich ihm mitteilte, dass wir keine Bauarbeiter beschäftigen würden und wir somit für seine Bewerbung keine Anwendung hätten. ;-)
  • Fehleinschätzung oder Übertreibung?
    Nochmals zum Thema «stilsicheres Deutsch»: Einige Bewerber betonten ihre Stärken in der deutschen Sprache ausdrücklich, unterstrichen dies gar im Vorstellungsgespräch mehrfach. Ein, zwei Mails später mussten wir jedoch feststellen, dass hier entweder blosse Übertreibung oder eine tragische Fehleinschätzung vorliegen musste.

Fazit: Etwas mehr Sorgfalt, Genauigkeit und Selbstkritik wären beste Voraussetzungen für eine positiv verlaufende Stellensuche…

Ach ja, wir wurden trotz allen Hürden fündig und unser Team ist wieder komplett.

Andy Eugster gefällt dieser Artikel
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Ein Ü für ein Ä vormachen…

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Da hat wohl einer etwas zu schnell gearbeitet ;-)

Infotafel auf dem Falkenstein bei Pfronten.

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