Archiv für Juli, 2008
Kalender und Kontakte auf dem iPhone 3G: Hosted Exchange ist die Alternative zu Apples MobileMe.
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Der letzte Samstag war wie Weihnachten und Geburtstag zusammen… ich erhielt den Bescheid, dass mein vor einer Woche reserviertes iPhone bereits zum Abholen bereit sei, was ich dann auch sogleich tat. Nun bin auch ich ein stolzer Besitzer dieses Wunderteils und bin fasziniert ob der Technik und Benutzerfreundlichkeit.
Natürlich verging nur wenig Zeit bis ich eine Lösung suchte, welche meinen Ansprüchen für den Alltag genügen sollte. Ich wünsche eine möglichst zentrale Verwaltung aller Kontakte und Termine, egal ob am heimischen PC, am Rechner im Geschäft, unterwegs mit dem iPhone oder im Ausland am Hotelterminal, überall möchte ich auf meine Daten zugreifen können. Ebenso sollen keine Inkonsistenzen möglich sein.
Leider gibt es derzeit noch keine Lösung zur Synchronisation zwischen Lotus Notes und dem iPhone, was meine favorisierte (und eben bereits im Einsatz befindliche) Lösung gewesen wäre.
Apples MobileMe – Banane reift beim Kunden
… noch ist sie völlig grün!
Im Prinzip wäre Apples MobileMe-Service genau die gesuchte Lösung. Doch die eingeräumte Testphase zeigte mir vor allem eines. MobileMe ist langsam, fehlerhaft und unzuverlässig. Wichtige Features wie Import und Export funktionieren seit dem Start nicht (das berichten bestätigen andere Leidgeplagte in zahlreichen Foren), die Anwendung ist für heutige Web 2.0-Verhältnisse sehr träge (Lieferfristen statt Antwortzeiten) und die Möglichkeiten sind auch arg eingeschränkt. Nach einigen Stunden des Experimentierens kam ich zum Schluss, dass ich mit diesem Service – der ja auch rund 70 US$ im Jahr kosten soll – nicht glücklich werden kann und hielt Ausschau nach einer Alternative.
Synchronisierung mit Exchange über ActiveSync
Mit der Firmware 2.0 kann das iPhone erstmals auch mit Exchange Servern kommunizieren. Dank ActiveSync ist sogar ein Push von Daten möglich. Bei meiner Recherche stiess ich dann auf Cortado.de, einem Anbieter eines Hosted Exchange Servers. Dessen Angebot richtet sich im Unterschied zu vielen anderen Anbietern nicht ausschliesslich an Geschäftskunden, sondern auch an ganz normale Privatkunden und solche wie mich, welche sich irgendwo dazwischen sehen. So startete ich den Versuch mit «Cortado Business Plus». Zum Preis von 9,99 € im Monat kriegt man hier nebst einer Outlook 2007 Lizenz einen zuverlässigen Hosted Exchange Server.
Ganz praktisch: Um den Service zu testen braucht man keinen müden Rappen aufzuwerfen. 30 Tage hat man unverbindlich Zeit, den Dienst auf Herz und Nieren zu testen. Die Einrichtung verlief ganz bequem. Nach wenigen Minuten hat man die Registrierung erledigt und erhält sofort die Zugangsdaten, mit welchen man loslegen kann. Schnell im iPhone ein Exchange-Konto angelegt – hierzu müssen die paar wenigen Angaben von Cortado eingegeben werden – und schon werden Kontakte, Kalender und E-Mails synchronisiert. Durch ActiveSync übrigens innerhalb von Sekunden.
Danach richtete ich sowohl auf meinem heimischen PC als auch auf dem Notebook je ein Outlook 2007-Profil ein. Auch dies klappte (fast) ohne Probleme… hätte ich die Dokumentation ganz genau gelesen (schon zu Beginn!), dann wäre der Anruf der technischen Hotline wohl überflüssig gewesen. Dafür kann ich nun aber davon berichten, dass der technische Support erstklassig war. Ohne Wartezeit erreichte ich telefonisch einen kompetenten Mitarbeiter, mit welchem ich das Konfigurationsproblemchen sofort lösen konnte. Danach synchronisierte auch Outlook problemlos mit dem Server.
Erlebe den Vorteil von ActiveSync
Schnell einen Kontakt auf dem iPhone erfasst und schwupps… schon erscheint dieser auch im Outlook. Dann einen Termin in Outlook erfasst und schon wenige Sekunden später ist dieser Eintrag auf dem iPhone sichtbar. Genial! Für den Zugriff ohne iPhone und Outlook steht zudem ein Web Access zur Verfügung. Einfach im Webbrowser die Adresse angesurft, Logindaten eingegeben und schon präsentiert sich eine Outlook-ähnliche Nachbildung, mit welcher alle Funktionalitäten genutzt werden können. Brilliant!
Import der Kontakte über VCard-Datei
So begann ich nun alle Kontakte zu importieren. Hierzu ein kleiner Tipp: Ich hatte alle Kontakte von meinem alten Handy in einer vcf-Datei vorliegend. Diese VCard-Datei enthielt gegen 200 Kontakte. Outlook liest beim Import jedoch nur den ersten aller Kontakte ein, was natürlich sehr ärgerlich ist. Bevor man sich jedoch irgendwelche kostenpflichtige Konverter zulegt, sollte man Evan Thompsons Tipp zu Gemüte führen. Er erklärt in seinem Beitrag «Importing multiple vCards into Outlook», wie man mit einem kleinen Umweg eine VCard-Datei mit mehreren Einträgen in Outlook importieren kann.
Danach übernahm ich in einer länger dauernden Sitzung alle Kalenderdaten vom alten Handy (bzw. Lotus Notes) ins Outlook. Leider fand ich hier keine Export/Import-Lösung, so dass ich mühsam alle Termine von Hand übertragen habe. Künftig wird mir dies wohl nicht mehr passieren, da Outlook doch eine grosse Basis hat und zahlreiche Export-Möglichkeiten existieren…
Mails weiterhin per IMAP
Auch wenn ich auch den ganzen Mailverkehr ebenfalls über den Cortado-Exchange Server laufen lassen könnte, nutze ich momentan weiterhin den IMAP-Abgleich mit meinem eigenen Mailserver. Das heisst, Cortado wird nur für Kalender und Kontakte eingesetzt.
Fazit
Ich bin wirklich begeistert. Endlich habe ich – egal welches Medium ich gerade verwende und wo ich mich befinde – die aktuellen Daten zur Hand und kann auch Änderungen vornehmen. Vorbei sind die Zeiten, wo ich mein Handy «noch schnell synchronisieren» musste, bevor ich das Büro verliess. Vergessen die Umstände, wenn mal weder der eigene Rechner noch eine vernünftige Handynetzabdeckung vorhanden war und nur ein Hotel-PC zur Verfügung stand.
Ach ja… von Orange habe ich nun definitiv verabschiedet und bin nun bei Swisscom. Ein Nummernwechsel nahm ich hierfür in Kauf.
Die Zukunft
Und ich bin ja sehr gespannt, ob es mir mal gleich gehen wird wie ihm. :-)
Peinlich! Flughafen ohne virtuelle Heimat
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Der Flughafen St. Gallen-Altenrhein zeigt sich seit rund einer Woche von seiner unprofessionellen Seite. Auf ihrer Website www.airport-stgallen.com erscheinen anstelle von Flugplänen und Informationen zum Flugbetrieb lediglich eine Informationsseite des Domainhändlers NetworkSolutions.
Offenbar hat da einer die Rechnung für die Domain nicht bezahlt… peinlich.
37462 Mails im orangenen Posteingang…
5Erst wars nur eine Schrecksekunde, nun beschäftigt es mich schon seit einer ganzen Woche. Während meinen Ferien wurde mein Posteingang zugemüllt. Ganze 37’462 Mails lagen im Posteingang. (Eine Ferienabwesenheitsmeldung wurde fleissig zwischen meinem Mailserver und dem eines Spamers hin und her geschickt!) Und da ich meine Mails auch stets unterwegs per Handy abrufe, wurden diese ganz brav auf den Mailaccount bei Orange weitergeleitet.
Dort liegen sie nun… denn ein Löschen ist via Webmail von Orange nicht möglich. Ich erhalte beim Login-Versuch nur eine lapidare Server-Fehlermeldung. Nachdem auch drei Anrufe beim technischen Support von Orange zu keiner erkennbaren Reaktion geführt hat, lösche ich nun die Mails mittels Thunderbird.
Dies klappte aber bislang auch nicht so recht, da der Orangemailserver sich ständig irrational verhält, die Verbindung unterbricht, seltsame Fehlermeldungen bringt etc. Geschafft habe ich es bislang noch nicht. (Ich will mir mal nicht vorstellen, was Kunden machen, welche bei der E-Mail-Konfiguration eh schon überfordert sind…)
Erschreckend ist vor allem auch die Inkompetenz an der Hotline. Die Call Agents verstricken sich stets in Widersprüche, verstehen das Problem nicht mal ansatzweise und erlauben sich gar Aussagen wie: “Ich bin angehalten nicht zu lange mit den Kunden zu telefonieren”.
Begründet wurde diese Aussage damit, da derzeit viele Kunden anrufen würden… das kann ich bestätigen, wartete ich heute doch selbst 3x 20 Minuten in der Warteschleife.
Ich bin überzeugt, wenn die Kunden besser verstanden und die Probleme eher begriffen, dann bräuchten die Kunden nicht x-mal anzurufen und damit die Hotline blockieren. Es ist ein hausgemachtes Problem, liebe Orange!
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