Archiv für September, 2009

Vorsicht beim Einsatz von GPS-Handys!

2

Da irrt man in einer fremden Stadt umher und weiss nicht, wo man sich genau befindet, geschweige denn, wie man wieder herausfindet. Ach wie schön ist es dann, wenn man eines dieser modernen Handys mit GPS-Funktion besitzt. Innert Sekunden findet man sich auf Google Maps wieder… doch dies ist nicht ganz ohne Gefahr. Diese witzige Video illustriert die modernen Gefahren von GPS-Handys…

YouTube Preview Image

Angekommen in Apples Parallelwelt

2

In meinem letzten Beitrag schrieb ich meinen Frust bezüglich den spiegelnden Displays von heutigen Notebooks von der Seele. Heute bin ich einige riesige Schritte weiter und bin einerseits stolz, den Schritt gewagt zu haben, andererseits fühle ich mich schon noch unsicher und wenig effizient. Ich bin seit Samstag Anwender eines MacBook Pro, natürlich mit entspiegeltem Display. :-)

Es war nicht das erste Mal, wo ich mit einem Mac liebäugelte. Vom genialen iPhone «angefixt» verfolgte ich die Apple-Welt neugierig und entdeckte dabei so manche Vorteile. Doch meine rund 20 Jahre PC-Erfahrung und meine Tastatur-lastige Arbeitsweise hinderten mich stets daran, diesen Schritt zu wagen. Die Sache musste reifen — lange reifen. Am Samstag wagte ich es dann tatsächlich, nachdem ich erneut ‘zig Läden abgeklappert hatte und wirklich nichts brauchbares (entspiegeltes) für mich entdecken konnte.

Bereits das Auspacken des Gerätes war ein Vergnügen. Dann der erste Druck auf den Einschalter und schon begrüsste mich der angebissene Apfel. Schnell war ich mit den Grundlagen vertraut, so gross waren die Unterschiede wohl doch nicht. Aber man findet sie schon, vor allem in den Details. Schnell waren einige Programme für meinen Alltag installiert und ich spielte, suchte, erfreute mich. Dennoch fiel ich nach den ersten 2 Tagen mit meinem neuen Begleiter etwas zweifelnd ins Bett. Hatte ich mich wirklich richtig entschieden? Werde ich jemals so effizient damit arbeiten können wie mit Windows? Kann ich mich mit den fehlenden Tasten, bzw. den Tastenkombinationen anfreunden? (Tasten wie Del, Home, End, PgUp oder PgDn sucht man auf diesem Gerät vergebens…)

Nun sind die ersten produktiven Tage vergangen. Einige meiner Ängste sind verflogen, andere Probleme – wahrscheinlich aus purer Unwissenheit – stressen mich noch immer. Doch ich spüre, wie sich so langsam aber sicher eine grosse Freude und Zufriedenheit einstellt. Bin ja mal gespannt, wie ich in zwei oder drei Monaten fühlen werde…

Vielleicht liest diese Zeilen ein anderer Umsteiger von Windows auf Mac. Ich möchte nun einige kurze Kommentare, Hinweise und Tipps weitergeben, welche mir beim Einstieg geholfen haben.

  • Übernahme von Kontakten aus Outlook (Exchange) in die Kontakte-Applikation von Mac.
    Ich fand bei der Recherche nebst vielen unbrauchbaren Anleitungen einen einzigen Weg, der auch wirklich funktionierte. Alle Varianten wie den Weg über vCards, Umwege über Google Calendar oder Thunderbird schlugen an irgend einer Stelle fehl. Mal fehlten die Geburtsdaten, mal die Kontaktbilder, dann fanden sich müllige XML-Informationen im Notizfeld wieder oder Umlaute wurden fehlerhaft übertragen. Die Lösung und somit meine Empfehlung fand ich in einem rund 30 US$ teuren Programm namens MessageSave 4. Dieses exportiere die Datensätze in Windeseile und konnten danach direkt in die Mac-Anwendung importiert werden… ohne jegliche Kompromisse.
  • Übernahme des Outlook-Kalenders in Apples iCalendar.
    Auch hierfür nutze ich MessageSave und wurde mit einer komplikationslosen (und vollständigen) Datenübernahme belohnt. (Kostenlose Varianten verursachten Dubletten, falsche Uhrzeiten/Daten, Umlautprobleme bis hin zu Ganztagestermine welche z.B. von 1.00 bis 1.00 Uhr – somit an zwei Tagen – eingetragen wurden.)
  • E-Mail-Applikation Thunderbird mit Zugriff auf die Kontakte
    Mit Apples Mailanwendung konnte ich mich nicht anfreunden. Zuviele nützliche Funktionen und Details fehlten mir. So installierte ich wieder meinen gewohnten Thunderbird, dieses mal aber als Mac-Anwendung. Ich wunderte mich dann aber schnell, dass ich beim Schreiben einer E-Mail nicht auf die Kontakte zugreifen konnte. Nach einigem Recherchieren fand ich dann die praktische und feine Lösung… man installiere sich die Version 3.0 (derzeit noch in einer Betaversion). Diese kann das nämlich von Haus aus.
  • Tastatursteuerung in Dialogfenstern
    Es ist kein Problem mit der Tabulator-Taste von Eingabefeld zu Eingabefeld zu hüpfen. Doch wie um Himmelswillen steuert man eine Checkbox an und wählt sie aus oder ab? Muss man da tatsächlich jedes Mal zur Maus greifen? Inzwischen wurde diese Frage beantwortet, dank diesem Blogeintrag “Checkboxen und Buttons mit der Tastatur anwählen“.

    Ich bin ja gespannt, was ich in der neuen Parallelwelt alles so erleben werde. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass man hier öfters was davon liest.

    Hier sieht man den Unterschied zwischen spiegelndem und entspiegeltem Bildschirm extrem deutlich. Auf dem Notebook sah man nahezu nichts...

    Spiegelnde Displays bei Notebooks… warum?

    4

    Hier sieht man den Unterschied zwischen spiegelndem und entspiegeltem Bildschirm deutlich.Kennst Du den Witz auch, wo einer auf der Autobahn im Radio hört: “Achtung, ein Geisterfahrer kommt ihnen entgegen!”. Darauf der Autofahrer: “Was heisst hier einer? Hunderte!”.

    Es ist eben nur eine Sache der Perspektive, doch manchmal frage ich mich wirklich, wer hier falsch gewickelt ist. Doch beginnen wir ganz vorne.

    Mein jetziges Notebook war mein erstes mit einem spiegelnden Display. Ok, die Farben scheinen etwas satter, doch sobald die Sonne scheint oder man in einem Zug mit guter Beleuchtung sitzt, lässt sich damit fast nicht mehr arbeiten. Statt Fenster und Mauszeiger sieht man plötzlich sein eigenes Angesicht. Es nervt! Darum schwörte ich mir, nie wieder ein ein Gerät mit verspiegeltem Display zu kaufen.

    Jetzt ist es soweit, mein Notebook stirbt gerade leise vor sich hin und ein neues muss her. So suchte ich einen Laden auf, wo sicher zwei Dutzend Modelle in Reih und Glied um ihre Käufer buhlten. Mit der Absicht, den vorher beschriebenen, grossen Fehler nicht mehr zu wiederholen, schlenderte ich durch die Regale.

    Zunächst wollte ich es wirklich nicht glauben, doch als mir dies selbst auf Nachfrage hin bestätigt wurde, musste ich es einfach akzeptieren. KEIN EINZIGES Gerät war in diesem Laden mit entspiegelten Displays ausgestattet ist. Ok, das eine oder andere Gerät lasse sich bestellen, doch die Verkäufer straften meine Frage stets mit bemitleidenden Blicken. Ich wähnte mich im falschen Film, früher waren doch alle Displays entspiegelt und es war ein Verkaufsargument.

    Ist denn meine ganze Umwelt plötzlich irr geworden? Nein, es scheint nicht so, denn wenn ich mit Kollegen und Bekannten darüber fachsimple, spüre ich grosse Zustimmung. Nur wenige bevorzugen wirklich einen Spiegel als Monitor :-) Dennoch bin ich verwirrt. Es kann doch nicht sein, dass sich eine ganze Branche den Kundenwünschen widersetzt.

    Es gibt Dinge, die man einfach nicht versteht…

    nach oben