Spiegelnde Displays bei Notebooks… warum?
Kennst Du den Witz auch, wo einer auf der Autobahn im Radio hört: “Achtung, ein Geisterfahrer kommt ihnen entgegen!”. Darauf der Autofahrer: “Was heisst hier einer? Hunderte!”.
Es ist eben nur eine Sache der Perspektive, doch manchmal frage ich mich wirklich, wer hier falsch gewickelt ist. Doch beginnen wir ganz vorne.
Mein jetziges Notebook war mein erstes mit einem spiegelnden Display. Ok, die Farben scheinen etwas satter, doch sobald die Sonne scheint oder man in einem Zug mit guter Beleuchtung sitzt, lässt sich damit fast nicht mehr arbeiten. Statt Fenster und Mauszeiger sieht man plötzlich sein eigenes Angesicht. Es nervt! Darum schwörte ich mir, nie wieder ein ein Gerät mit verspiegeltem Display zu kaufen.
Jetzt ist es soweit, mein Notebook stirbt gerade leise vor sich hin und ein neues muss her. So suchte ich einen Laden auf, wo sicher zwei Dutzend Modelle in Reih und Glied um ihre Käufer buhlten. Mit der Absicht, den vorher beschriebenen, grossen Fehler nicht mehr zu wiederholen, schlenderte ich durch die Regale.
Zunächst wollte ich es wirklich nicht glauben, doch als mir dies selbst auf Nachfrage hin bestätigt wurde, musste ich es einfach akzeptieren. KEIN EINZIGES Gerät war in diesem Laden mit entspiegelten Displays ausgestattet ist. Ok, das eine oder andere Gerät lasse sich bestellen, doch die Verkäufer straften meine Frage stets mit bemitleidenden Blicken. Ich wähnte mich im falschen Film, früher waren doch alle Displays entspiegelt und es war ein Verkaufsargument.
Ist denn meine ganze Umwelt plötzlich irr geworden? Nein, es scheint nicht so, denn wenn ich mit Kollegen und Bekannten darüber fachsimple, spüre ich grosse Zustimmung. Nur wenige bevorzugen wirklich einen Spiegel als Monitor :-) Dennoch bin ich verwirrt. Es kann doch nicht sein, dass sich eine ganze Branche den Kundenwünschen widersetzt.
Es gibt Dinge, die man einfach nicht versteht…
Hallo,
dieses Problem haben viele. Wenn du Lust hast mach doch mal einen Ausflug auf http://www.tdcomponents.com. Die beschäftigen sich seit einiger Zeit mit dieser Problematik und bieten eine Lösung an: Nachträgliche Entspiegelung durch Verwendung von 3M Hochleistungsfolien, die im Reinraum aufgezogen werden. Die Computerzeitung c’t und andere unabhägige Fachjournalisten haben es getestet und für gut befunden.
LG
Anke