Archiv für Februar, 2010
Red Bull Energy Shot – Sowas muss in der Gruppe getestet werden
1Wer kennt das klebrige, süsse Getränk nicht, welches angeblich Flügel verleiht? Seit kurzem wird der potentielle Käufer von einer Mini-Ausgabe an den Tankstellen und Kiosken angelacht: Mit Red Bull Energy Shot versucht der kultige Hersteller einen praktischen Energielieferanten für die Hosentasche zu lancieren.
Ich erhielt die Gelegenheit dieses neue Produkt zu testen. Und so kam es, dass vor wenigen Tagen dieses Paket bei mir eintraf:
Die kleinen Fläschchen fassen 60 cl des süssen Saftes… und darin stecken dieselben «Wirkstoffe» wie in einer normalen Büchse Red Bull, und dies bei «nur» 27 Kalorien – dieselbe Menge vom normalen Red Bull haben übrigens einen Brennwert von 28 Kalorien.
Durch die geringen Ausmasse und das kleine Gewicht finden die Energy Shots in jeder Handtasche oder Jackentasche problemlos Platz und sollen somit jederzeit für einen Kick Energie sorgen. Das wollte ich doch gleich mal testen. Wo geht das besser als gleich in der Gruppe? Also baute ich im Geschäft die Fläschchen auf und lud meine Kollegen zur Degustation.
Red Bull verspricht den wahren Energieschub… doch zuerst galt es, überschüssige Energie beim Öffnen der Flaschen loszuwerden. Die umgebende Folie ist zwar perforiert, doch die Kraftanstrengung beim Öffnen ist nicht unerheblich. Ist diese kleine Hürde genommen, nimmt der allseits bekannte, süssliche Red Bull Duft den Raum in Beschlag.
Ein schnelles Anstossen und wenige Sekunden später sind die 60 cl bereits weg.
Die Meinungen waren geteilt. Den einen fehlte das typische Prickeln der (beim Energy Shot fehlenden) Kohlensäure, andere fanden genau das wiederum perfekt. Der Geschmack ist Red Bull typisch und polarisiert seit eh und je. Entweder es schmeckt einem oder eben nicht.
Ob unsere Produktivität nun nach dem Energieschub gesteigert wurde, glaube ich nicht… aber die kleine Degustation macht uns Spass.
Die Shots sollen an Tankstellen, Kiosken und im Handel zu Preisen zwischen Fr. 2.90 und 3.90 erhältlich sein. Ich bezweifle allerdings, dass ich bereit wäre, diesen durchaus stolzen Betrag für 60cl klebrige Flüssigkeit zu bezahlen. Aber vielleicht bin ich ja auch nicht die angestrebte Zielgruppe?
Frauen und Autos…
0… oder wie frau über 100 Liter Benzin in den Smart reinkriegt :-)
Heute früh derart gelacht, dass ich Euch dieses Video nicht vorenthalten möchte:
Danke Brüetsch für den Tipp via FB!
Fleischkäse IM Bürli geht nicht mehr…
2So richtig auf die Palme hat mich die Gastronomie schon seit einiger Zeit nicht mehr gebracht. Doch heute schaffte dies unsere liebe Migros St. Fiden vorzüglich! Ich dachte nämlich, Idiotie und Sturheit hätte heutzutage keinen Platz mehr im kundenorientierten Handeln… doch man kann sich irren.
Also, beginnen wir ganz vorne: Im Supermarkt um die Ecke gibts einen Take-Away mit frischen Salaten, verschiedenen Gerichten, Fleisch, Pasta etc. Nicht wirklich Gourmet, doch eine ganz gute Verpflegungsmöglichkeit. Man versuchte sich bestmöglich einzurichten und Kundenwünsche stets zu erfüllen, führte verschiedene Saucen und es liess sich ziemlich frei kombinieren.
Heute stand ich wieder mal an der Theke mit einer kleinen Sammelbestellung für mich und meinen Arbeitskollegen. «Einmal Fleischkäse im Bürli bitte!» – eines der wohl meist verbreitesten, typisch schweizerischen FastFood-Snacks. “Geht nicht!” war die einigermassen schroffe Antwort. Mooooooooment, ich hab mich wohl grad verhört und wiederhole meine Bestellung: «Einmal Fleischkäse im Bürli bitte.» Doch ich erhielt genervt zur Antwort, das gäbe es nicht mehr.
Ok, das kann ja vorkommen, denkt sich manch einer. Doch stell Dir folgendes vor: Ich stehe genau einen Meter vom Korb mit frisch gebackenen «Bürli», unmittelbar vor mir liegt der Fleischkäse auf und seit eh und je gabs diese Kombination zum Pauschalpreis. Und jetzt plötzlich nicht mehr? Doch der Irrsinn begann nun erst.
Ich kriege gerne Fleischkäse im Semmel, wurde mir erklärt. (Semmeln, diese schrecklich faden Weissbrot-Dinger, die mich in all den geliebten Hotels beim Frühstück erschaudern lassen!?!) Nene, ich nehme dann doch lieber ein Bürli um den Fleischkäse drumherum. «Nein danke, lieber im Bürli, das sind die kleinen Brote gleich daneben.» … Die Migros-Mitarbeiterin stellt sich auf stur: Sie dürfe das nicht mehr verkaufen, versuchte sie sich zu entschuldigen. Man spürte es ihr an, dass ich nicht der erste Kunde war, der mit ihr diese Diskussion führte. Und führte weiter aus, dass ich aber gerne Fleischkäse und dazu ein Bürli separat bekäme, dies dann aber trocken, sprich ohne Sauce, wie ich danach auch noch erfahren sollte.
Mannomann! Doch… wer denkt, das wärs jetzt gewesen, der irrt.
Position Zwei meiner Bestellung: «Ein Schnitzelbrot mit scharfer Haussauce.» (Das gibts dort, seit ich mich zurückerinnern kann.) «Haussauce haben wir nicht mehr. Sie können aber Hamburgersauce drin haben, die ist auch etwas würzig.» Hmmm… ok, es scheint eh keine Alternative zu geben, also stimme ich dem Vorschlag zu und bestelle die dritte Position: «Dazu einmal Country Fries… und weils die leckere Haussauce nicht mehr gibt, dann eben auch mit dieser Hamburgersauce von eben.»
Autsch!! Schon wieder bin ich mit dem Kopf in die unsichtbare Mauer der Idiotie gelaufen! «Nein, das geht nicht!» Hääääää? Ratlosigkeit macht sich breit, versuche nachzufragen: Es sei doch die gleiche Handbewegung, ob man nun mit der Saucenkelle die Sauce über das Schnitzel(brot) oder über die Kartoffelecken leert. Nein, sie dürfe das nicht mehr machen, denn das entspreche nicht dem Konzept!
Wow! Ein Fremdwort! Konzept!
Das «Konzept» sieht also vor, das man für die Country Fries vier langweilige Industrie-Portionensaucen zur Auswahl hat…
Liebe Migros, ich glaube ihr beschäftigt da in Gossau (Sitz der Genossenschaft) einen Menschen in Eurer heiligen Konzepte-Entwurfsabteilung, der sich selbst noch nie an einem Take-Away verpflegt, wahrscheinlich die Gerichte auch nur in schriftlicher Form je gesehen hat. Einer, der das Wort «Kunde», «Zufriedenheit» und «Selbstverantwortung» nur aus irgendwelchen Marketingbüchern kennt.
Seit ihr Euch da wirklich sicher, dass dieser Kollege nicht «etwas» an Euren Kunden vorbei denkt und mehr schadet als nützt???



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