Archiv für März, 2010
Unzustellbar zurück oder zugestellt dank hellseherischen Fähigkeiten
2Wo gearbeitet wird, passieren Fehler… und da wir alle Menschen sind, geschehen auch Wunder und Überraschungen.
Kürzlich versandten wir ein Paket, aufgrund eines Eingabefehlers in der Auftragsbearbeitung war sie in etwa so adressiert:
Peter Muster
8000 Zürich
Verblüffend… trotz falsche (generischer) Postleitzahl, fehlender Strassenbezeichnung und Hausnummer und einem nicht so ungewöhnlichen Namen kam das Paket bereits am Tag darauf beim Kunden an. Damit hätte ich nicht gerechnet…
Hingegen kam dieses Paket als unzustellbar zurück:
Hans Beispiel
Bahnhofweg 3
8610 Uster
Laut Post «konnte der Empfänger an der angegebenen Adresse nicht ermittelt werden»… recht hat sie ja. Wir hatten uns nämlich vertippt; er wohnte im Haus Nr. 4
Ich ziehe daraus die Erkenntnis, dass wenn schon falsch adressiert, dann gleich massiv. Denn nur so hat das Paket die Chance, sein Ziel auch zu erreichen. :-)
Ach ja, und manchmal kommen Sendungen an, wo ich nur staune, dass die Post sich noch zurecht findet:
CSI Stein AR und die schwarzen Löcher
0Kürzlich machten wir mit unseren Arbeitskollegen einen schönen Ausflug: Zuerst ins Kino, dann im Restaurant Ochsen in Stein AR mit dem Ziel, uns beim Fondue Bourguignon ausgiebig zu verköstigen. Je später der Abend, desto weniger war der Blick in unsere Teller gerichtet und wir vermochten öfters mal unseren Blick im Raum umherscheifen zu lassen. An der Decke fanden sich dann auch unzählige «Einschusslöcher».
Unsere reiche Erfahrung als fleissige CSI-Zuseher und Sherlock Holmes-Fan brachte dann aber schnell die beruhigende Erkenntnis, dass diese «schwarzen Löcher» (haha, der Joke des Tages :-) lediglich gemeine Bohrlöcher sind. Es scheint, als hätten die Beleuchtungskörper schon so manche Stelle im Saal beleuchtet… ;-)
Da hätten die Wirtsleut doch besser mal diesen Spot reingezogen… :-)
Kauf ein SBB-Billett und fahr mit dem Auto
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Vergangenes Wochenende wurden wir hierzulande von heftigem Schneefall und entsprechend prekären Strassenverhältnissen überrascht. Und ausgerechnet dann, wenn die Verkehrsnachrichten im Radio nicht mehr enden wollen, sollte ich gleich zweimal nach Zürich fahren. Am Samstag fuhr ich noch guten Mutes los, aber auf halber Strecke überkam mich die Vernunft, fuhr von der Autobahn ab, steuerte den nächsten Bahnhof an und setzte meine Reise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fort.
Es war eine gute Entscheidung, denn ich gehörte trotz kleiner Verspätung immer noch zu den ersten anwesenden Workshop-Teilnehmer… die letzten kamen mit drei Stunden Verspätung an. Auch die Rückreise war ganz angenehm entspannt und so begann es in meinem Hirn zu rattern…
Soll ich am Sonntag evtl. auch mit der Bahn nach Zürich?
Ich begann Vor- und Nachteile abzuwägen: Bequem, ja. Allerdings wäre ich mit der Bahn pro Weg fast eine Stunde länger unterwegs – gute Strassenverhältnisse mal vorausgesetzt ;-) … nun, nach einigem Hin und Her entschied ich mich für die Bahn. Schnell das iPhone gezückt, Fahrplan gestartet, Verbindung herausgesucht, auf “Preis/Kaufen” getippt und … aha, zuerst muss ich mich an einem PC für die Nutzung registrieren. Also ab an den Rechner und die Registrierung ausgeführt. Schon während diesem Vorgang nervte ich mich: Die SBB gestaltet diese Registrierung schlicht und einfach idiotisch. Nach dem Ausfüllen der Adressdaten kommt die Freischaltung für die Nutzung mobiler Geräte. Doch diese lässt sich nicht abschliessen, da vorher die Handynummer bei den persönlichen Daten erfasst werden müsse. Nur wurde die in den vorgängigen Formularen gar nicht erfragt. Man muss also den eingeschlagenen (und vor allem vorgeschlagenen) Pfad verlassen, selbständig die nötige Profilangabe ergänzen und danach das Freischaltprozedere neu starten. Idiotisch und fern ab von jeglichem Usability-Gedanken. Geschafft hatte ich es aber dennoch. Doch das sollte erst der Anfang aller Ungemachs sein…
Das Theater mit dem Ticketkauf per iPhone
So nehme ich also erneut das iPhone zur Hand, suche mir die gewünschte Verbindung heraus, schaue mir die Verbindungsdetails an – ja, das passt – und klicke auf Kauf. Aha, nun wählt man noch die gewünschte Klasse und ob Einfach- oder Retour, kann sogar gleich Anschlusstickets fürs Zielort mitbuchen, perfekt… könnte man meinen. Nun noch kurz auf “Weiter” geklickt und schon ist das Ticket auf meinem Display zu sehen.
Aber Moment mal! Warum steht da jetzt plötzlich “Gültig am 6.3.2010″, obwohl ich vorher den “7.3.2010″ gewählt habe?
Habe ich mich etwa vertan? Zuerst glaube ich an einen simplen Anzeigefehler, doch irgendwie machte sich eine gewisse Verunsicherung breit und ich begann im Internet zu surfen. Kundenservice? Aha, nur per Formular. Umtausch bei falschem Datum? Wird von der SBB rigoros ausgeschlossen, eine Erstattung erfolge nur bei Todesfall. Nicht wirklich beruhigend! Dann lese ich in verschiedenen Foren und Blogs, dass man bei Tickets mit falschem Datum als Schwarzfahrer abgestempelt und mit einer teuren Busse bestraft werde.
Hmmm, so war mein Vorhaben ja nicht gedacht.
Nun, ich versuchte nun rauszufinden, wo der Fehler lag. Ich spielte das ganze Kaufprozedere nochmals durch und sah mich bestätigt. Diese SBB- iPhone-App ist einfach nur bescheuert: Der “Preis/Kauf”-Button legt nicht, wie man sich das als regelmässiger Internetshopper gewöhnt ist, den gerade angezeigten Artikel (hier also Verbindung) in den Warenkorb, nein, er ignoriert das gar und man soll dann, kurz vor dem Abschluss auf der Bestätigungsseite erkennen – man wird nicht speziell darauf hingewiesen – dass stets das heutige Datum vorselektiert ist. Man müsste dann also dies bemerken, darauf tippen und ein anderes Datum auswählen. Mit einer logischen Benutzerführung hat das nichts zu tun…
Ich ärgerte mich; zum einen darüber, dass ich das nicht bemerkt habe, denn normalerweise achte ich auf die kleinsten Details beim Shoppen. Aber viel mehr ärgerte ich mich darüber, mit welcher Haltung die SBB dieser benutzerunfreundlichen Lösung gegenübertritt: Kein Umtausch möglich.
Dabei wäre es doch ein Leichtes, wenn a) die angezeigte Verbindung als Ausgangslage für einen Ticketkauf herangezogen würde und b) bei einem Ticketkauf nachts um halb elf die Software nachfragen würde “Ich glaube nicht, dass ein Retourticket für den heutigen Tag Sinn macht… es ist unmöglich, dass Sie die Rückfahrt noch heute durchführen können”.
Naja, so habe ich also 68 Stutz aus dem (SBB-)Fenster geschmissen und fuhr mit dem Auto nach Zürich. Grmmml.
Immerhin der Workshop hatte sich gelohnt… :)




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