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Manchmal verstehe ich die lieben Mitmenschen nicht. Da verkaufen wir via eBay einige Artikel und versenden diese versandkostenfrei. Trotzdem gibt es einige Kunden, welche uns bei der anschliessenden Verkäuferbewertung beim Punkt “Porto- und Verpackungskosten” nicht die Maximalwertung geben. Erwarten diese etwa, dass man ihnen beim Versand noch was auszahlt?
Das Telefondisplay kündigt meinen nächsten Gesprächspartner an: «Unbekannter Anrufer». Mit einer leisen Vorahnung – unterdrückte Nummern weisen meistens auf Telefonverkäufer, Broker, Versicherungsmakler und ähnliche Konsorten – nehme den Hörer in die Hand und melde mich.
«Hallo, hier ist XY vom Europäischen Branchenbuch … blabla. Ich rufe an wegen der Verlängerung Ihres Eintrages…»
Auf Registerhaie falle ich schon mal nicht herein. Doch die Dreistigkeit dieses Anrufers lässt mich laut – tief aus meinem Innersten heraus – lachen. «Ha ha, nene, da sind wir bestimmt nicht eingetragen. Aber ganz sicher nicht.»
Der Anrufer fragte dann, warum ich ihn auslache und ich wiederholte meine Aussage, dass wir hundertprozentig nicht in irgendeinem europäischen Branchenbuch einen Eintrag hätten und ich daher über den angeblichen Grund seines Anrufes wirklich nur lachen könne.
Offenbar fühlte sich der Anrufer ertappt. Der freche Kerl meinte darauf hin, ich hätte ja keinen überhaupt Anstand und ich sei ja sowas von Unanständig … und legte auf.
Oooch, so schade! Gerne hätte ich ihm noch ausführlich erklärt, was ich von Registerhaien halte, welche mit Lügen und Märchen leichtgläubige Mitmenschen über den Tisch ziehen wollen.
iPhone, Blackberry und wie sie alle heissen mögen… ich liebe diese praktischen elektronischen Begleiter und möchte sie nicht mehr missen. Doch manchmal sind selbst die komfortabelsten Benutzeroberfläche zu umständlich, die grössten Displays zu unübersichtlich und die beste Schrifterkennung zu fehleranfällig, so dass man irgendwann mit einem Schmunzeln auf den Lippen bemerkt, sich längst mit einen praktischen Workaround beholfen zu haben. So steht bei meiner Arbeit ein praktischer Aufgabenplaner im 15″-Format, der stromunabhängig funktioniert und stets alle wichtigen Pendenzen anzeigt…
Im Umfeld der weltweiten Finanzkrise vergisst man schnell, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Stattdessen stimmt sich die Gesellschaft zu Sprechchor ein, welcher lautstark “Die Banken sind schlecht!” in die Welt hinaus brüllt.
Ein kleines Erlebnis zeigte mir heute morgen jedoch, dass dies falsch ist. Genau deswegen möchte ich darüber berichten:
Gestern abend tätigte ich per Netbanking bei meiner Bank – eine St. Galler Regionalbank – eine Auslandsüberweisung. Heute morgen erwachte ich und wie ein Geistesblitz huschte mir durch den Kopf, dass ich bei der Überweisung eine Falscheingabe gemacht hatte. Diese war natürlich bereits nicht mehr per Netbanking zu korrigieren, da der Auftrag zur Ausführung weitergereicht wurde.
Mit relativ wenig Hoffnung wählte ich dann, um exakt 20 vor 8 die Telefonnummer meiner Bank. (Gemäss Homepage öffnet die Bank jedoch erst um halb neun ihre Tore.) Durchaus verblüft war ich dann aber, als mein Anruf entgegen genommen wurde und sich eine freundliche, und ebenso kompetente Dame meldete. Ohne auch nur im geringsten anzudeuten, ich riefe ausserhalb der Öffnungszeiten an, hörte sie sich mein Anliegen an und begann sich gleich darum zu kümmern.
Wow! Es sind eben doch nicht alle Banken gleich. Es gibt welche, welche nur die eigenen Interessen und Boni vor Augen haben und andere, welche sich für ihre Kunden einsetzen.
Gratulation, liebe Bank CA… ihr habt es verstanden! (Und mir einmal mehr bestätigt, wie richtig es war, den Grossbanken vor vielen Jahren den Rücken zuzukehren.)
Noch bis heute Abend stehe ich in der Halle 310 der Bea Expo in Bern und präsentiere unsere Firma und Produkte anlässlich der SuisseToy. Als besonderes Besuchermagnet hat sich unsere HorseLife-Postkarten-Aktion erwiesen. Kinder dürfen auf einem lebensgrossen Plüschpferd posieren, werden fotografiert und dürfen die Postkarte gleich mit nach Hause nehmen. Gegen 600 Fotos sind inzwischen entstanden, heute werden es dann nochmals mehr.
Die Arbeit macht mir wie immer viel Spass. Ein wenig den Clown spielen, Grimassen schneiden und ab und zu mal die Zunge raus stecken – schon erstrahlt das Kindergesicht mit einem herzhaften Lachen. Dann noch den richtigen Moment abgewartet und den Auslöser gedrückt… fertig ist die bleibende Erinnerung.
Doch einmal ging es so richtiggehend schief.
Ich meine damit nicht irgendwelche technischen Probleme, sondern ein Fettnäpfchen, in welches ich mit vollem Garacho reingetreten bin. Da sitzt ein fröhliches Mädchen auf dem Pferdchen. Ich knippse ein erstes Foto und merke, dass da was nicht stimmt. Irgendwas klebt da an ihrer Nase… vielleicht ein Rest eines Brötchens, ein Poppel oder sonst was. Ich sage so fröhlich motiviert wie ich bin: “Du hast da was an der Nase…”, doch kaum ausgsprochen, folgt die unerwartete Reaktion: Das Mädchen kugelt sich ein, versteckt sich vor den Blicken der Anwesenden mit ihren Armen und beginnt zu weinen. Erst jetzt realisiere ich, dass sich dieses Etwas nicht einfach wegwischen lässt. Es stellt sich heraus, dass es eine gemeine Warze ist, welche sich an dieser exponierten Stelle eingenistet hat und dem Mädchen schon viel Leid und Schmerz bereitet hat.
Die Mutter beginnt zu trösten. Ich fühle mich hilflos, doch dann kommt die “rettende” Idee. Ich wende mich zum Mädchen, zeige auf ein Muttermal in meiner Augenbraue und gebe ihr zu verstehen, dass auch ich sowas habe. Das wirkt schon ein wenig, das Weinen wandelt sich zum Schluchzen. Dann bitte ich sie auf den Bildschirm zu schauen, auf welchem ich das Bild in der Zwischenzeit bereits in den Photoshop geladen hatte. Dort retouschierte ich dann diese Warze weg, druckte das Foto aus und mit grosser Erleichterung schenkte mir das Mädchen dann ein Lächeln.
Was dem einen sein tägliches Brot, ist dem andern ein Buch mit sieben Siegeln. Noch nie zuvor machte ich mir Gedanken, wie ein Lichtschacht gereinigt wird.
Doch wenn dann plötzlich ein Schatten über den besagten Lichtschacht huscht, erinnert man sich sogleich an zahlreiche Actionfilme… nur hoffte ich, dass hier der tüchtige Mensch nicht wie James Bond durchs Glas kracht, sondern stattdessen sein Werk unbeschadet übersteht. (Was dann auch ganz unspektakulär geklappt hat.)
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