Fleischkäse IM Bürli geht nicht mehr...

So richtig auf die Palme hat mich die Gastronomie schon seit einiger Zeit nicht mehr gebracht. Doch heute schaffte dies unsere liebe Migros St. Fiden vorzüglich! Ich dachte nämlich, Idiotie und Sturheit hätte heutzutage keinen Platz mehr im kundenorientierten Handeln… doch man kann sich irren.

Also, beginnen wir ganz vorne: Im Supermarkt um die Ecke gibts einen Take-Away mit frischen Salaten, verschiedenen Gerichten, Fleisch, Pasta etc. Nicht wirklich Gourmet, doch eine ganz gute Verpflegungsmöglichkeit. Man versuchte sich bestmöglich einzurichten und Kundenwünsche stets zu erfüllen, führte verschiedene Saucen und es liess sich ziemlich frei kombinieren.

Heute stand ich wieder mal an der Theke mit einer kleinen Sammelbestellung für mich und meinen Arbeitskollegen. «Einmal Fleischkäse im Bürli bitte!» – eines der wohl meist verbreitesten, typisch schweizerischen FastFood-Snacks. “Geht nicht!” war die einigermassen schroffe Antwort. Mooooooooment, ich hab mich wohl grad verhört und wiederhole meine Bestellung: «Einmal Fleischkäse im Bürli bitte.» Doch ich erhielt genervt zur Antwort, das gäbe es nicht mehr.

Ok, das kann ja vorkommen, denkt sich manch einer. Doch stell Dir folgendes vor: Ich stehe genau einen Meter vom Korb mit frisch gebackenen «Bürli», unmittelbar vor mir liegt der Fleischkäse auf und seit eh und je gabs diese Kombination zum Pauschalpreis. Und jetzt plötzlich nicht mehr? Doch der Irrsinn begann nun erst.

Ich kriege gerne Fleischkäse im Semmel, wurde mir erklärt. (Semmeln, diese schrecklich faden Weissbrot-Dinger, die mich in all den geliebten Hotels beim Frühstück erschaudern lassen!?!) Nene, ich nehme dann doch lieber ein Bürli um den Fleischkäse drumherum. «Nein danke, lieber im Bürli, das sind die kleinen Brote gleich daneben.» … Die Migros-Mitarbeiterin stellt sich auf stur: Sie dürfe das nicht mehr verkaufen, versuchte sie sich zu entschuldigen. Man spürte es ihr an, dass ich nicht der erste Kunde war, der mit ihr diese Diskussion führte. Und führte weiter aus, dass ich aber gerne Fleischkäse und dazu ein Bürli separat bekäme, dies dann aber trocken, sprich ohne Sauce, wie ich danach auch noch erfahren sollte.

Mannomann! Doch… wer denkt, das wärs jetzt gewesen, der irrt.

Position Zwei meiner Bestellung: «Ein Schnitzelbrot mit scharfer Haussauce.» (Das gibts dort, seit ich mich zurückerinnern kann.)  «Haussauce haben wir nicht mehr. Sie können aber Hamburgersauce drin haben, die ist auch etwas würzig.» Hmmm… ok, es scheint eh keine Alternative zu geben, also stimme ich dem Vorschlag zu und bestelle die dritte Position: «Dazu einmal Country Fries… und weils die leckere Haussauce nicht mehr gibt, dann eben auch mit dieser Hamburgersauce von eben.»

Autsch!! Schon wieder bin ich mit dem Kopf in die unsichtbare Mauer der Idiotie gelaufen! «Nein, das geht nicht!» Hääääää? Ratlosigkeit macht sich breit, versuche nachzufragen: Es sei doch die gleiche Handbewegung, ob man nun mit der Saucenkelle die Sauce über das Schnitzel(brot) oder über die Kartoffelecken leert. Nein, sie dürfe das nicht mehr machen, denn das entspreche nicht dem Konzept!

Wow! Ein Fremdwort! Konzept!

Das «Konzept» sieht also vor, das man für die Country Fries vier langweilige Industrie-Portionensaucen zur Auswahl hat…

Liebe Migros, ich glaube ihr beschäftigt da in Gossau (Sitz der Genossenschaft) einen Menschen in Eurer heiligen Konzepte-Entwurfsabteilung, der sich selbst noch nie an einem Take-Away verpflegt, wahrscheinlich die Gerichte auch nur in schriftlicher Form je gesehen hat. Einer, der das Wort «Kunde», «Zufriedenheit» und «Selbstverantwortung» nur aus irgendwelchen Marketingbüchern kennt.

Seit ihr Euch da wirklich sicher, dass dieser Kollege nicht «etwas» an Euren Kunden vorbei denkt und mehr schadet als nützt???

Die Angst um das geliebte Tier

Soeben kamen wir von unserem Abendspaziergang mit unserem Hund zurück. Nun spüren wir ein unbehagliches Gefühl und fühlen, wie fest wir an unseren Tierchen hangen. Doch beginnen wir ganz am Anfang.

Vor etwa einem Jahr hatten wir neben unserem kleinen Bolonka Elox einen roten Tiger. Die beiden waren sich ganz und gar nicht wie Hund und Katz, sondern sie spielten, rammelten, foppten und forderten sich gegenseitig. Es war ein herrliches Schauspiel – man konnte sich nicht satt sehen.

Doch leider war «Titan» ein furchtloser Kater, erweiterte ständig sein Revier. Und so kam es, dass sein Leben beim nahegelegenen Bahngeleise sein Ende nahm.

Der Zufall wollte es, dass Titan’s Mutter gerade wieder süsse kleine Mietzen geworfen hatte und so begrüssten wir schon bald darauf eine seiner Halbschwester in unserem Haus: Die schwarze Katze «Alu». Sie entwickelte sich zu einem ganz eigenen, ganz und gar anderen Charakter. Feinfühlig, verschmust, vorsichtig, flink und verspielt. Und sie lernte, wie einst unser Titan, das ungewöhnliche Spiel mit unserem Hund. Hier ein kleines Video aus deren frühen Tagen:

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«Mensch, komm nun endlich mal zum Punkt!» – Keine Angst, jetzt komm ich zum Kern der Sache:

Alu bewegt sich mit Vorliebe in unserer Nähe, hütet unser Haus und man hat fast den Eindruck, sie wartet stets auf unsere Rückkehr in unser Heim. Als wir heute zum Spaziergang aufbrachen, begleitete sie uns wie ein feiner, schwarzer Schatten. Stets in der Nähe, fast nicht zu sehen und dennoch immer da. Die ersten Meter war dies ja ein ganz lustiges Verhalten, doch je mehr wir uns Strasse und später Eisenbahnlinie näherten, desto unbehaglicher wurde es uns. Doch alles Wegscheuchen fruchtete nicht, sie verfolgte uns auf Schritt  und Tritt… bis sie dann endlich rechts abbog und hoffentlich in Richtung unserer Wohnstrasse schlich.

Wir sind zurück, geniessen die Wärme der Stube, doch Alu ist noch nicht wieder eingetroffen. Klar, noch ist es – rein rational gedacht – viel zu früh für jegliche Sorge. Doch das Erlebte und die grosse Freude, welche uns dieser kleine Mitbewohner täglich bereitet, lässt Logik und Verstand vergessen und eine gewisse Angst macht sich breit.

Ich bin aber dennoch überzeugt. dass die kleine Alu den Weg zurück problemlos meistert, denn sie ist – ganz im Unterschied zu Titan – eine sehr vorsichtige Natur.

PS. Inzwischen ist sie wieder zuhause und knabbert fröhlich an ihrem Futter.

Verrauchte Büros und stinkende Broschüren

Ein guter Verkäufer weckt Vertrauen, ist sympathisch und versucht sich und seine Produkte von seiner besten Seite zu präsentieren. Ich evaluiere derzeit einen grösseren Farbdrucker und habe daher bei verschiedenen Herstellern um Probedrucke und Offerten gebeten. Diese kamen auch allesamt prompt und so trennte sich relativ schnell die Spreu vom Weizen. Qualitativ und aus Sicht der Kosten war die Entscheidung für mich eigentlich schnell klar. Doch da gabs noch ein kleiner subjektiver Punkt….

Die Unterlagen, welche mir der Verkäufer überreichte, hätten ihn fast den Auftrag gekostet. Kaum lagen Sie auf meinem Pult nahm ich einen unangenehmen Geruch war. Kurz an den Unterlagen geschnuppert und der Ekel war komplett: Die Broschüren und Offerte stanken, waren völlig verraucht, als hätten Sie tagelang in einem Raucherlokal gelegen. Wäääk…! Jedesmal als ich die Dokumente zur Hand genommen hatte, überkam mich der Drang gleich die Hände zu waschen.

Eine schlechte Visitenkarte finde ich… und wenn ich bedenke, dass in diesem Fall wirklich nur Qualität und Kosten entscheidend waren, so hätte ich mich bestimmt wegen des schauderigen Ekelgefühls für ein anderes Angebot entschieden. Doch hier beherrsche ich mich und entscheide rational ;-)

Nur hinschauen nützt nichts!

Es wäre effizienter, wenn man den Anweisungen auf den DVDs folgt und die Übungen macht... anschauen alleine nützt nichts. Eigentlich logisch, doch manchmal muss man es sich einfach wieder verinnerlichen… einfach nur kaufen, anschauen und im Regal stehen haben, nützt bei Gymnastik-, Yoga- und Workout-DVDs relativ wenig. Dasselbe gilt für Wii Fit und ähnlichen Personal Trainer-Spielen :-)

Somit hab ichs mal wieder gesagt und überwinde vielleicht bald mal wieder meinen inneren Schweinehund.

Spiegelnde Displays bei Notebooks… warum?

Hier sieht man den Unterschied zwischen spiegelndem und entspiegeltem Bildschirm deutlich.Kennst Du den Witz auch, wo einer auf der Autobahn im Radio hört: “Achtung, ein Geisterfahrer kommt ihnen entgegen!”. Darauf der Autofahrer: “Was heisst hier einer? Hunderte!”.

Es ist eben nur eine Sache der Perspektive, doch manchmal frage ich mich wirklich, wer hier falsch gewickelt ist. Doch beginnen wir ganz vorne.

Mein jetziges Notebook war mein erstes mit einem spiegelnden Display. Ok, die Farben scheinen etwas satter, doch sobald die Sonne scheint oder man in einem Zug mit guter Beleuchtung sitzt, lässt sich damit fast nicht mehr arbeiten. Statt Fenster und Mauszeiger sieht man plötzlich sein eigenes Angesicht. Es nervt! Darum schwörte ich mir, nie wieder ein ein Gerät mit verspiegeltem Display zu kaufen.

Jetzt ist es soweit, mein Notebook stirbt gerade leise vor sich hin und ein neues muss her. So suchte ich einen Laden auf, wo sicher zwei Dutzend Modelle in Reih und Glied um ihre Käufer buhlten. Mit der Absicht, den vorher beschriebenen, grossen Fehler nicht mehr zu wiederholen, schlenderte ich durch die Regale.

Zunächst wollte ich es wirklich nicht glauben, doch als mir dies selbst auf Nachfrage hin bestätigt wurde, musste ich es einfach akzeptieren. KEIN EINZIGES Gerät war in diesem Laden mit entspiegelten Displays ausgestattet ist. Ok, das eine oder andere Gerät lasse sich bestellen, doch die Verkäufer straften meine Frage stets mit bemitleidenden Blicken. Ich wähnte mich im falschen Film, früher waren doch alle Displays entspiegelt und es war ein Verkaufsargument.

Ist denn meine ganze Umwelt plötzlich irr geworden? Nein, es scheint nicht so, denn wenn ich mit Kollegen und Bekannten darüber fachsimple, spüre ich grosse Zustimmung. Nur wenige bevorzugen wirklich einen Spiegel als Monitor :-) Dennoch bin ich verwirrt. Es kann doch nicht sein, dass sich eine ganze Branche den Kundenwünschen widersetzt.

Es gibt Dinge, die man einfach nicht versteht…

Der unerfreuliche Thrill mit dem Aufbau-Verlag (Updated)

Mit grosser Freude entdeckte ich kurz vor meinem Urlaub in einer Buchhandlung ein «neues» Werk vom amerikanischen Autor Brad Meltzer…. nachdem ich schon andere Bücher von ihm mit Begeisterung gelesen, nein, regelrecht reingezogen hatte und mich ob der spannenden Feder erfreut hatte, war es ein Pflichtkauf ohne Zögern.

Doch als ich dann im Urlaub das Buch «Thrill» begann zu lesen, stutzte ich schon nach der ersten Seite: Das kommt mir alles doch sehr bekannt vor. Einige Seiten später wusste ich dann bereits mit Bestimmtheit, dass ich den Thriller schon gelesen hatte. Doch das ist an und für sich nicht möglich, da ich dieses Buch hier aus dem Neuheitenregal erworben habe.  Und ein Blick ins Impressum sagte mir dann auch «1. Auflage 2009»… seltsam!

Etwas weiter unten klärte sich die Sache dann auf. Leider nicht im positiven Sinne. Das Impressum erklärte mir, dass da wohl ein Verlag seine Kunden für dumm verkaufen und doppelt abkassieren will. Da steht klein und als «normaler Buchkäufer» absolut nicht zu erwarten: “Dieser Band erschien 1997 unter dem Titel “Der zehnte Richter”.” Mein Ärger war masslos! Und alternative Urlaubsliteratur nicht vorhanden…

Ich finde es gelinde gesagt eine Frechheit und bin knapp davor, unlautere Gründe zu unterstellen. Wie anders lässt sich erklären, dass Kunden derart an der Nase herumgeführt werden?

Das weiss nur der «Aufbau Verlag GmbH» selbst, darum habe ich mich mit einer Reklamation direkt an diesen gewendet und bin nun sehr auf dessen Stellungsnahme und Lösungsvorschlag gespannt.

Denn ein Umtausch ist nicht mehr möglich, da das Buch während einer Geschäftsreise – fragt Sie mich nicht wie der Buchladen hies, jedenfalls nicht hier in der Nähe – erworben wurde und der Kassenbon nicht mehr vorhanden ist… wer erwartet auch schon sowas?

Update 19.9.2009 – Verlag stellt sich tot!
Nachdem ich nun schon drei Mal beim Verlag schriftlich nachgefragt habe und bis heute KEINE Reaktion, geschweige denn eine Antwort darauf erhalten habe, ergänze ich diesen Artikel mit diesem Fakt.

Ich finde es bedenklich und bedauerlich, dass ein Verlag der bekanntlich von seinen Kunden lebt, sich nicht um ihre Kundschaft kümmert, sie mit hinterlistigen Ideen über den Tisch zieht und sie ignoriert.

Ich kann somit nur dazu raten, den «Aufbau Verlag GmbH» und dessen Produkte zu meiden. Denn dessen Kunden werden vom Verlag offenbar weder ernst genommen noch geschätzt.

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