Freud und Leid
Freud und Leid sind einander zur Ehe gegeben.
Zufriedenheit garantiert!
1Der Kuhhandel ist perfekt! So könnte man mein Erlebnis mit unserer Grasmähkuh (Robomow RM400 bzw. Husqvana Automover AC220) kurz zusammenfassen. Was anfänglich mit Frust gestartet ist, hat sich am Schluss zum Positiven gewendet.
Erster Akt – Der Spontankauf
Ich war am Morgen bei einem Kunden zu Werke und als wir nach getaner Arbeit im Garten sassen, besuchte uns so ein kleiner, feiner Rasenmähroboter. Fasziniert verfolgte ich sein Treiben, dachte an die Pflicht, am Nachmittag unseren Rasen zu Hause zu stutzen. Doch unser Benzinrasenmäher hatte den Winter schlecht überstanden, das Lebenselixier sickerte direkt durch die Stelle, wo normalerweise ein Benzinschläuchlein zum Motor führt. Ok, ab zur Landi und das Gerät reparieren lassen.
So stand ich nun im Laden, wartete auf die Bedienung und währenddessen stolperte ich über ein unschlagbares Angebot. Robomow RM400 nannte sich die Rasenkuh… die Impressionen vom Morgen waren noch so frisch und präsent, schon kurze Zeit später fuhr ich das Gerät nach Hause. Begrenzungskabel und Ladestation waren bald installiert und nach einigen Optimierungen startete die Kuh seinen Motor. «Uiiii… das ist aber laut… sehr laut!»
In der Anleitung las ich dann, dass die Lautstärke bis zu 85 Dezibel beträgt, im Ecomodus dann noch einiges weniger. Nun ja, Ecomodus aktiviert und in der Tat, es war leiser… und dennoch massiv lauter als das, was ich am Morgen im Garten meines Kundens gesehen hatte.
Zweiter Akt – Ja oder nein?
In den nächsten Tagen durchlebte ich ein Wechselbad der Gefühle. Immer wieder aber überwiegte der Frust für teures Geld etwas gekauft zu haben, was mich nicht wirklich zufrieden stellt. Ok, der Rasenschnitt war ganz in Ordnung, das Gerät verrichtete zuverlässig seinen Dienst, doch irgendwie hatte ich ständig das Gefühl, dass hier ein Holzpflock arbeitete. Die Antriebsgeräusche waren bestimmt unter den gesetzlichen Grenzwerten, dennoch deutlich zu laut und nervig, um dabei im Garten zu entspannen oder zu arbeiten. Der Mäher arbeitete wenig feinfühlig, wenn er an ein Hindernis stiess, dann jeweils mit Schmackes. Klar, Lärmempfinden ist subjektiv, doch als wir dann auch noch von Nachbarn auf die Geräuschentwicklung angesprochen wurden, kontaktierte ich die Landi und sprach meine Unzufriedenheit an.
Der Geschäftsführer nahm sich mir an und wollte sich mit dem Hersteller in Verbindung setzen. Doch leider kam er damit zu keinen neuen Erkenntnissen, er konnte lediglich den bereits aktivierten Eco-Mode empfehlen. Zum gleichen Resultat kam ich, als ich selbst die Hotline bemühte. Ich drängte nicht auf eine Rückgabe, innerlich befasste ich mich gar mit dem Gedanken, das Gerät über Ricardo zu vertickern und den Abschreiber als Lehrgeld zu verbuchen.
Umso erfreuter war ich dann auch, als mir die Landi anbot, das Gerät zurückzunehmen. Mir war klar, dass damit der Rasenmäher für den Laden nicht mehr – zumindestens nicht mehr zum Neupreis – verkäuflich wäre, auch das Verbrauchsmaterial wie Begrenzungsdraht und Rasenhaken waren nun gebraucht. Das Gerät war ja doch bereits fast vier Wochen im Einsatz. Trotzdem wurde mir der volle Kaufbetrag erstattet… und mein Angebot, mich an der Wertminderung zu beteiligen, wurde freundlich abgelehnt: «Ihre Zufriedenheit ist uns wichtiger!»
Wow! Damit hätte ich nicht gerechnet, darum möchte ich an dieser Stelle der Landi und dessen Geschäftsführer ein Kränzchen winden. Wenn nur alle so kulant und kundenorientiert wären!
Dritter Akt – Neuinstallation
Gleichentags fuhren wir bei einem in der Region bekannten Händler von Husqvana Rasenrobotern vorbei. Nach einer kurzen Demonstration war ich überzeugt und sagte salopp: «Ist gekauft, wenn er am Nachmittag installiert werden kann.» Der Chef war noch nicht da, also versprach man mir einen Rückruf. Dieser folgte dann auch prompt, kaum war ich zu Hause… und eine knappe Stunde später verrichtete die neue, nun endlich leise arbeitende, Nachbarn-schonende Rasenkuh ihren Dienst. Heute, zwei Tage später, bin ich mehr als begeistert. Die Schnittqualität ist noch um einiges besser, das Gerät arbeitet leise (nur leise «Kaugeräusche») und fährt Hindernisse stets vorsichtig und mit Bedacht an…
Fazit
Die Landi Goldach hat sich von ihrer besten, kundenfreundlichen Seite gezeigt – was ich sehr schätze und keineswegs als selbstverständlich erachte. Das neue Gerät arbeitet piccobello und ich bin nun zufrieden und glücklich.
Jetzt sind die Katzenbabies schon zwei Wochen alt.
1Die Zeit vergeht wie im Fluge. Die drei kleinen Katzenbabies wachsen unaufhörlich, haben auch bereits damit begonnen, ihre Umgebung neugierig zu erkunden.
Dies zwar auf äusserst wackeligen Beinen – eher einem Kriechen gleich – aber man spürt das Interesse für alles, was um sie herum passiert… und danach gehts natürlich sofort wieder ins Nest, wo die Mama bereits wartet und schon wieder wird gesäugt…




PS: Wenn Du an einem jungen Kätzchen Interesse hast, melde Dich! Mitte Juli sind sie dann bereit für ein neues Plätzchen.
Die drückende Last der Informationsüberflutung… wieviel News-Konsum muss sein?
2Kürzlich öffnete ich mal wieder die Google Reader-Funktion «Trends». Darin wurde mir angezeigt, dass ich inzwischen bereits rund 248’000 Beiträge über dieses äusserst nützliche Werkzeug gelesen, bzw. abgerufen habe. Wow, eine Viertel Million… und dabei nutze ich das Ganze vielleicht seit gerade mal 4 Jahren…
Anderes Thema: Podcasts faszinieren mich seit ich den ersten iPod mein Eigen nennen durfte und seither trage ich stets etwa ein Dutzend abonnierte Podcasts mit mir herum. Das Portfolio hat sich stets gewandelt, auch die eingesetzten Werkzeuge. Lud ich sie früher noch via Arbeitsrechner und iTunes auf meinen iPod, kommt heute eine App namens «Podcaster» auf meinem iPhone zum Einsatz. Diese App schaut (ohne iTunes) mehrmals täglich nach aktualisierten Podcasts und lädt die neuen Beiträge zum Offline-Hören automatisch herunter. Eine praktische Sache! Vor allem bei längeren Autofahrten oder Wartezeiten (z.B. beim Arzt) geniesse ich es, die informativen oder unterhaltsamen Sendungen zu konsumieren, egal wo ich bin.

Bequem per Handy den «Videorekorder» von SwisscomTV programmieren – eine kostenlose App von Swisscom machts möglich.
Zu Hause nutze ich Swisscom.TV, gehörte gar zu den ersten Kunden überhaupt, welche das IPTV-Angebot – vor bald 5 Jahren noch als BluewinTV gestartet – nutzen durften. Der integrierte Festplattenrecorder lässt sich bequem per Fernbedienung oder neu auch über die passende iPhone-App von unterwegs programmieren. So werden alle meine Lieblingssendungen und -serien automatisch aufgenommen und stehen genau dann zur Verfügung, wann immer ich sie sehen möchte. Stolz vertrete ich die Einstellung, dass die Zeiten, wo ich mich nach dem TV-Programm richtete, definitiv vorbei sind. Stattdessen richtet sich heute das Fernsehen nach mir.
Wunderbare Entwicklungen, die jedes Nerds Herzen höher schlagen lassen.Andererseits gibt es schon Momente, wo ich mich ernsthaft frage: «Wo beginnt die Informationsüberflutung?»
Es gibt Tage, da komme ich nicht dazu, meine angesammeltem News in Google Reader, bzw. den praktischen Compagnions wie «Reeder» (gibts für iOS und Mac) anzugehen. Wenn ich am Tag darauf den Reader öffne und mir der Hinweis «280 ungelesene Artikel» entgegenschmettert, spätestens dann entwickeln sich ambivalente Gefühle. Muss ich da jetzt wirklich durch? Oder soll ich einfach mutig den Button «Alle als gelesen markieren» anklicken?
Ähnliches passiert bei den Podcasts und SwisscomTV… da gibts so viele tolle Sendungen. Kaum entdecke ich sie, werden sie programmiert… und schon sammeln sie sich in kürzester Zeit auf der Festplatte und warten brav darauf, dass ich sie mir «reinziehe».
(Erinnerst Du Dich noch daran, wo wir nur gerade eine Handvoll Fernsehsender empfangen konnten und diese dann nur gerade während einiger Stunden pro Tag sendeten? Kein Vergleich zu heute!)
Bei reiner Unterhaltung und der täglichen Portion Nonsens gelingt es mir problemlos, Ungesehenes und Ungelesenes zu löschen. Doch bei, aus meiner Sicht für meine Tätigkeiten und Interessen, mutmasslich nützlichen und wertvollen Inhalten überfällt mich ab und an ein Gefühl der Ohnmacht. Ungesehen löschen und eventuell etwas Wichtiges verpassen? Durchkämpfen einem tapferen Soldaten gleich und auf dem Laufenden bleiben? Oder klappts mit letzterem auch, wenn ich ersteres tu?
Für mich stimmt es im Grossen und Ganzen nachwievor, fühle mich Herr über die anfallende Menge an Informationen und habe mir verschiedene Verhalten angeeignet, um schnell zwischen Wichtig und Unwichtig zu selektieren. So drücke ich auch mal mutig auf den «das interessiert mich jetzt einfach mal nicht»-Knopf und befreie mich von ungelesenem Balast.
Und zum Glück schaffe ich es noch immer, im Urlaub so richtig abschalten zu können… wenn ich auch nicht verheimlichen möchte, dass ich es schon sehr geniesse, am Strand bei einer frischen Meeresbrise meine liebgewonnene SonntagsZeitung fern ab meiner Heimat auf dem iPad geniessen zu können…
Dennoch spüre ich, dass es in der Zukunft immer wichtiger sein wird, sich bewusst mit dem Informationsfluss auseinanderzusetzen und sich Gedanken darüber zu verlieren, ob man wirklich alles wissen muss, was auf dieser Welt passiert, geschrieben, gesagt und vermittelt wird.
Wie siehts bei Dir aus?
Hast Du auch schon mal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen? Kennst Du dieses seltsame Gefühl, ständig informiert sein und nichts verpassen zu wollen?
Wie gehst Du damit um? Ich bin sehr gespannt auf Deinen Kommentar…




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