War das ein traumhaftes Wochenende, welches wir in der Sonnenstube der Schweiz verbringen durften! Bei strömendem Regen fuhren wir ins kleine Tessiner Dörfchen Intragna. Doch schon am nächsten Morgen weckten uns die Sonnenstrahlen und wir brachen zu einer Tageswanderung auf. Wir wollten nach Ascona wandern, von dort dann als Tagesziel das Katie Melua-Konzern in Locarno. Natürlich war mein Garmin bereits geladen und begleitete mich auf dieser Tour.
Geocaches sind im Tessin offenbar eher spärlich versteckt. So planten wir auch nur einen kleinen Abstecher auf unserer Wanderung zum Lizard’s Paradise. Als wir uns dann dem Zielgebiet näherten, eröffnete sich uns ein Anblick, der mich laut herausschreien liess – natürlich aus purer Freude und voller Glücksgefühle.

Wahnsinn! Eine Traumlocation lag vor uns, eine prächtige Aussicht und weit und breit keine Touristen! Auch wenn die Suche nach dem Cache dann etwas stachelig war, die Zeit an diesem Ort lässt alle Hürden und Anstrengungen vergessen.
Und auch wenn das Geocaching-Virus nicht gerade auf alle Mitwandernden übersprang, einen Fakt konnten sie nicht von sich weisen: Dank diesem faszinierenden Hobby gelangt man manchmal an Orte, welche man sonst nie entdecken würde.
Was für ein herrliches Wochenende liegt hinter uns. Am Samstag fuhren wir bis nach Brülisau, dann marschierten wir bis zum Berggasthaus Plattenbödeli. Nach einem währschaften «Znacht» und einem spannenden Schieber nächtigten wir dort in einem romantischen Zimmerchen. Ein Esel übernahm die Rolle des Hofhahnes und weckte uns dann am morgen mit einem seltsam anmutenden «Ih-aah». Nach einem wunderbaren Frühstück nahmen wir dann eine nicht ganz unanstrengende Wanderung in Angriff. Zuerst am Sämtisersee entlang, dann 500 Höhenmeter steil hinauf auf den Staubernfirst. Im Berggasthaus sättigten wir uns an einer feine Älplerröschti und einem erfrischenden Saft.
Die Aussicht war berauschend, das Wetter freundlich gestimmt. Nur der Service dort oben erschien mir etwas fragwürdig. Da sassen vier junge deutsche Wandervögel bei uns am Tisch. Ihre Konsumation wollten sie dann per Karte bezahlen. Die Servicedame notierte den Totalbetrag auf einem Zettelchen und meinte, sie sollen doch ins Lokal reingehen, dort fände sich dann schon wer, der Zeit hätte, die Kartenabbuchung durchzuführen. Nunja, soweit so gut. Doch keine halbe Minute später kassierte sie bei uns ein. Als eine Servicekollegin an ihr vorbei kam, meinte sie gut hörbar für alle Anwesenden: «Kannst Du nicht schauen, dass ‘der da’ dann bezahlt. Er will mit Karte bezahlen.» … und schloss die eh schon ziemlich abschätzige Ausführung mit dem Nachsatz «Nöd dass ‘die’ denn ohni z’Zahle devolaufed!» ab. Bei allem Verständnis für die sicher nicht immer leichte Arbeit in der Gastronomie, doch sowas gehört sich einfach nicht. Im Gegenteil fand ich dies beleidigend und völlig fehl am Platz! Es gab keinerlei Anzeichen, dass die vier Jungen nicht etwa gewillt gewesen wären, die Rechnung zu begleichen.
Doch wir liessen uns den Tag damit nicht verderben und genossen einen traumhaften Wandertag. Auf dem Höhenweg ging es weiter Richtung Hoher Kasten, dann nahmen wir den Abstieg bis nach Brülisau in Angriff.
Wir erlebten wunderbare Aussichten, schlängelten uns an steilen Felswänden entlang und staunten tiefe Abründe hinunter. Und unser kleine Elox machte bestimmt den vierfachen Weg… ständig sprintete er voran, den Hang hoch, um uns herum und zeigte keine Spur von Müdigkeit.
Wenn man den ersten wagemutigen Blümchen, welche ihre farbenfrohe Pracht aus den nassen Wiesen strecken, glauben will, dann hat der Frühling bereits begonnen.
Glaubt man den Meterologen wird ihr Wagemut wohl schon in Kürze böse bestraft…
Manchmal tirfft man mit einer Floskel so ziemlich ins schwarze, wie dieser kurze Artikel zeigt.
Eine ziemlich überraschende Antwort erhielt ich heute auf meine Nachfrage hin, welche ich mit den Worten «Ist da noch ein unerwartetes Problem mit dem Upload aufgetreten?» beendet hatte:
In der Tat: es ist ein Taifun im Anmarsch, Taiwan, bzw. Taipei, hat Taifunalarm bis inklusive morgen und alle müssen zuhause bleiben. Daher ist das $company-Office in Taipei derzeit nicht besetzt. Voraussichtlich Mittwoch soll der Taifun vorbeigerauscht sein und alle dürfen dann wieder ins Büro kommen.
Na dann hoffe ich doch mal, dass dieser Taifun ohne grosse Schäden vorüberzieht…
Gestern entdeckten wir in der Stadt einen Baum, der besondere Früchte trug. Sie sahen aus wie Bohnen. Ich bin immer wieder fasziniert darüber, dass ich mir unbekannte Dinge zum ersten Mal sehen darf.
och was für eine Art Baum es sich handelt konnte ich nich herausfinden. Kannst Du mir weiterhelfen?
Kürzlich wanderten wir durch das schöne Appenzellerland. Dies jedoch nicht wie gewohnt mit Wanderschuhen und grossem Rucksack, sondern barfuss. Der Barfuss-Wanderweg führt von Jakobsbad nach Gontenbad und lässt unsere vielfach gescholtenen Füsse die Vielfalt der Natur mit allen Sinnen erleben. Über Kieselwege, saftige Wiesen, sandige Abschnitte und nadelige Waldstücke wurden wir geführt, immer vorne vorauseilend unsere Kinder. Das Highlight war dann jedoch das Naturmoor. Auf einer Strecke von vielleicht hundert Metern konnte man feucht-lehmigen Boden bis hin zu nassem Schlamm erleben. Es dauerte keine Minute bis unsere Kids nicht mehr zu erkennen waren und den zahlreichen Wandern als willkommenes Fotomotiv still hielten.
Übrigens: Glücklicherweise gibt es verschiedene Waschgelegenheiten… die eine war jedoch von Wasserarmut geprägt, beim Bahnhof Gontenbad gab es dann aber eine ergiebige Anlage mit Wasserpumpe und Schläuchen.
Falls Du diese Wanderung auch mal in Angriff nehmen willst – ich kann es Dir wärmstens empfehlen – dann lässt sich der Tag mit einer rasanten Sommerrodel-Fahrt und einem Aufenthalt auf dem grossen Kinderspielplatz bei Jakobsbad abschliessen.
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