Unterhaltung, Film, Spiel und Musik

Unterhaltung besteht meistens nicht darin, dass man selbst etwas Gescheites sagt, sondern dass man etwas Dummes anhören muß… (Wilhelm Busch, 1832 – 1908)

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Das muss man einfach gesehen haben, bevor man ins Gras beisst.

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Ich bezeichne mich gerne und oft als Filmliebhaber, neudeutsch auch Cineast genannt. Auch wenn ich in meinem Leben bestimmt schon hunderte Filme gesehen habe, werde ich nie behaupten können, alles Sehenswerte gesehen zu haben.

Kürzlich stolperte ich über eine Sendung, in welcher es um besondere Filmmomente ging. Dabei entdeckte ich, dass es da noch so einige Filmklassiker gibt, welche ich zwar beim Namen und vom Genre her kenne, jedoch selbst noch nie gesehen hatte. So löste zwar auch Enio Morricones Mundharmonika-Melodie eine sofortige Assoziation zu «Spiel mir das Lied vom Tod», doch das Meisterwerk flimmerte noch nie für mich über die Leinwand oder Bildschirm.

Das muss geändert werden! Nachdem ich den Film bestellt hatte, erweiterte sich meine «Liste von Filmen, welche man vor dem Sterben gesehen haben muss» stetig. Natürlich ist es mit der Liste selbst nicht getan, sondern die Meisterwerke müssen auch zu Gemüte geführt werden. Seither erlebe ich immer wieder wunderbare Momente, ergreifende Emotionen, herrliche Bilder und spannende Stories… und ich mein cineastischer Horizont wird von Tag zu Tag grösser.

Ich war teilweise extrem überrascht, wie aktuell und modern teilweise auch alte Filme daherkommen. Die digitale Aufbereitung lassen den Cineasten wirklich ob der opulenten Bildqualität verblüffen.

Ja was denn nun?

Ok, hier also meine völlig unvollständige, unsortierte
Liste der Filme, welche man vor dem Sterben gesehen haben muss:

- La vita e bella (Das Leben ist schön) (1997)
- Spiel mir das Lied vom Tod (1964, seit Kurzem auch auf Blu-ray erhältlich)
- Gran Torino (2008)
- Hachiko (2009)
- Die Truman Show (1998)
- Beim Leben meiner Schwester (2009)
- Stadt der Engel (1998)
- Der seltsame Fall des Benjamin Button (2009)
- The sixth sense (1999)
- 2001: Odysee im Weltraum (1968)
- Alien (1979)
- Casablanca (1942)
- E.T. – Der Ausserirdische (1982)
- Der Exorzist (1973)
- Der Pate (1972)
- Modern Times (1936)
- Die Ritter der Kokosnuss (1975)
- Schindlers Liste (1993)
- Saving Private Ryan (1998)
- Titanic (1997)
- Vertigo (1946)
- Fight Club (1999)
- Das Fenster zum Hinterhof (1954)
- Die Purpurnen Flüsse (2000)
- Die fabelhafte Welt der Amelie (2001)
- Inglorious Bastards (1978)
- Charlie und die Shokoladenfabrik (2005)
- Memento (2000)
- Ohne Schuld (2008)
- Big Fish (2003)
- Das Schweigen der Lämmer (1991)
- Denn sie wissen nicht, was sie tun (1955)
- Der grosse Diktator (Charly Chaplin, 1940)
- Das Parfum (2006)
- Dällebach Kari (1970)
- Clockwork Orange (1971)
- The Game (1997)
- Papillon (1973)
- Der Pianist (2002)
- Lorenzos Öl (1993)
- Pleasant Ville (1999)

… und was sind Deine Empfehlungen?

Stefano Cardinale gefällt dieser Artikel
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ESC 2011 – Ich konnte mich nicht sattsehen!

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Vom alljährlichen Show- und Musikwettbewerb «Eurovision Song Contest» kann man halten was man will. Mich persönlich fesselt dieses Ereignis aus verschiedenen Gründen immer wieder an den Fernseher. Klar, wenn man fürs eigene Land mitfiebern kann, macht die ganze Veranstaltung gleich ganz viel Spass. Das gemeinsame Beurteilen und Lästern fördert zudem die Beziehung und musikalisch gibts ja auch den einen oder anderen Ohrwurm zu hören.

Doch dieses Jahr faszinierte mich etwas ganz anderes. Das aufgebaute Bühnen- und Lichtspektakel mit diesem riesigen LED-Hintergrunddisplay (angeblich 60 x 20 Meter gross!) und den unendlich vielen Licht-, Nebel- und Feuereffekten hat mich regelrecht in seinen Bann gezogen. Manchmal blendete ich die Musik geistig völlig aus, konnte mich nicht satt sehen.

Selten habe ich derart viel Abwechslung bei der Bühnentechnik erlebt.

Die Verantwortlichen haben ihren Job wirklich verstanden und ein regelrechtes Kunstwerk geschaffen. Das riesige Display im Hintergrund ist natürlich der Kern der Sache, erlaubt es doch, die Szene ohne grosse Umbauten in eine komplett neue Erscheinung zu tauchen. Doch die Macher haben nicht nur irgendwelche Filme im Hintergrund abgespult, sondern mit aufwändige Animationen, überraschenden Einfällen eine Form digitaler Kunst geschaffen.

Langweilig wurde es mir – zumindestens was das Auge anbelangt – nie. Jeder einzelne Song wurde auf seine individuelle Art inszeniert und auf naheliegende Wiederholungen wurde offenbar bewusst verzichtet. Genial!

 

Tatort auf SF oder ARD? Der Mensch ist ein Rosinenpicker!

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Letzten Sonntag strahlte das Schweizer Fernsehen nach längerer Abstinenz wieder einen Tatort aus. Tags darauf las man hier und dort, dass die erzielten Einschaltquoten deutlich unter den Erwartungen lägen, da die Zuschauer den Tatort weiterhin mehrheitlich bei ARD geschaut hätten. Als mögliche Gründe für dieses Verhalten wurden Unterbrecherwerbung bei SF und pure Gewohnheit genannt.

Interessanterweise stellte ich mir am Sonntag abend kurz nach Acht genau diese Fragestellung: «Auf welchem Sender schaue ich nun den Tatort?»

Meine Entscheidung fiel wenig überraschend auch auf die ARD: Die Unterbrecherwerbung ist zwar tatsächlich ein möglicher Grund, doch dank SwisscomTV und Live-Pause ein geringes Problem, überhüpft man die Werbung durch leicht zeitversetztes Fernsehen mit wenigen Tastendrücken.

Entscheidend war für mich vielmehr ein anderer Grund: ARD wird – zumindestens über SwisscomTV – seit einigen Monaten in HD-Qualität ausgestrahlt. Die HD-Bildqualität ist derart berauschend viel besser, dass man sich bei ARD im edlen Hightechkino wähnt, bei SF hingegen in vergangenen Zeiten. Ausserdem bietet die HD-Variante auch bei der Tonabmischung deutlich mehr Atmosphäre.

So erfreute ich mich ob den technischen Errungenschaften im nahen Ausland und bemerkte dabei, dass ich damit ja eigentlich auch ein kleiner Rosinenpicker bin. Als das Schweizer Fernsehen nämlich bekannt gab, wieder eigene Tatort-Filme zu drehen, hüpfte mein Cineasten- und Krimiherz im Kreise. Ich finde es wirklich spannend und mitreissend einem Krimi aus der eigenen Heimat beizuwohnen.

Es gibt aber Grund zur Hoffnung…  ab Anfang 2012 sollen auch die regulären Fernsehprogramme von SF in HD ausgestrahlt werden. Und vielleicht entdeckt man ja auch noch HD.suisse als frühere Ausstrahlungsmöglichkeit für die Tatorte.

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