Huwi unterwegs
Beiträge von unterwegs, kurz und knapp, direkt ab dem Handy.
Rauch im Flugzeug und der vermeintliche Absturz
4Am Donnerstag flogen wir von der Gamescom wieder zurück nach Hause. Der Germanwings-Flieger erwartete uns mit einem für mich unbekannten Schauspiel. Es «rauchte» aus allen Ritzen…
Wenn ich mir vorstelle, die hätten diesen Wasserzerstäuber erst in der Luft gestartet, dann wären die Reaktionen der Fluggäste wohl etwas anders, bestimmt um einiges weniger entspannt, ausgefallen. Doch am Boden war es herrlich und willkommen. Bei den herrschenden Temperaturen fühlt man sich sonst in den klimatisierten Flugzeugen eher gefriergetrocknet. ;-)
Das Flugzeug hob ab, geprägt von unserer strengen Partynacht zuvor spürte ich schnell, dass der eh schon kurze Flug noch etwas kürzer werden wird. Reiseflughöhe erreicht, Sandwich und Getränk ausgeteilt, iPod gestartet und Stöpsel im Ohr… und schon tauchte ich ab in eine wunderbar entspannende, dösende Welt der schlafenden Getiere. Mein Schlaf war oberflächlich, aber dennoch ausreichend tief für seltsame (Halbtages-)Träume und wohltuend. Ich stellte mich darauf ein, nein, war mir gar sicher, dass mich die Stewardess bestimmt rechtzeitig vor dem Landeanflug anschubsen würde, weil ich das Tischchen hochklappen und den iPod ausschalten müsse.
Doch es kam anders. Was war das für ein heftiger Schreck, ein fieser Adrenalinstoss, als das Flugzeug völlig unerwartet mit quitschenden Reifen aufsetzte, es dabei heftig rumpelte und mich damit aus dem friedlichen Schlaf riss. Sekundenschnell war ich hellwach, jegliche Spur von Müdigkeit verschwunden und mein Herz raste…
Derart erschrocken bin ich schon ewig nicht mehr!
Unsere Reise durch die Toskana, Teil 2
1Was wir letzte Woche mit etwas Fleiss geschafft hatten, klappt diese Woche nicht so ganz… ich meine das tägliche Bloggen unserer Reise. Macht aber nichts, dafür schreiben wir etwas weniger und zeigen ein paar Fotos mehr. :-)
Unsere Reise ist herrlich… das Wetter erfreut uns rund um die Uhr, das Essen ist vorzüglich und unser Gemüt bekommt viele Eindrücke geboten.
Wir übernachten von Tag zu Tag an einem anderen Ort, nicht in Hotels, sondern in «Agriturismo». Das sind Landwirtschaftsbetriebe (oder waren mal welche), die sich dem Tourismus verschrieben haben und meistens sehr gepflegte Zimmer mit Frühstück anbieten. Ab und an wähnt man sich in einer Villa, mal in einem grosszügigen Landsitz, sehr häufig gibts Swimmingpools, grosse Gärten und auch ein klein wenig Gastronomie. Doch genau wie in unserer Tour de Suisse kamen wir zum Schluss, dass der Preis für den Aufenthalt in keinem Zusammenhang mit der gebotenen Qualität und Ausstattung steht… eher erscheint es mir, dass diese Faktoren ausgewürfelt wurden. ;-)
Unser Auto fuhr uns zuverlässig über alle Hügel und Täler, wir entdeckten wunderschöne, idyllische Dörfchen, kleine Städte und Touristenmassenauflaufzentren, historische Burgen und verfallene Mauern.
Das Geocachen brachte uns auch zu manch einsamen Ort, fernab der Touristenströme…. und in einem Logbuch erhielt ich von meiner Liebsten auch eine ganz persönliche Widmung zu meinem Geburtstag. (Was drin steht, erfahren nur jene, die diesen Cache auch besuchen werden…) Ich liebe Dich auch, meine liebste «Fidanzata».
Oh, da fällt mir grad das liebe Geburtstagsständchen ein, mit welchem mich meine Arbeitskollegen telefonisch überrascht haben. Danke Leute, ihr seit ja so toll!
Elox geniesst die Reise auch, kein Wunder, denn er nächtigt ja auch stets königlich. Einen Grund muss es ja für die Hund-Zuschläge bei der Übernachtung geben. :-)
Ein Highlight war für uns die Einladung zu Annalisa und Jeannot, welche vor 10 Jahren in die Toskana ausgewandert sind. Zuerst genossen wir ein wunderbares Aperitif in einer lauschigen Veranda, später wurden wir kulinarisch verwöhnt und auch Wein gabs reichlich. Bevor wir zu später Stunde aufbrachen, degustierten wir verschiedene Grappas. Ich war total überrascht, welch Vielfalt diese «Schnäppse» boten… vor allem der eine namens «Zeni» hatte es mir angetan… herrlich dieser Geschmack der alten Fässer, worin er gereift hat.
Leicht absurd war es denn auch, dass wir als Gastgeschenk einen Grappa mitgebracht hatten… wussten wir doch nicht, dass Jeannots Frau in einer Grapperia gearbeitet hatte. Nichts desto trotz, es war ein gelungener Abend mit ausufernden, tiefgehenden Gesprächen und viel Freude. Herzlichen Dank, liebe Annalisa und lieber Jeannot für Eure herzliche Gastfreundlichkeit.
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