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Ein leicht verspannter Deutscher…

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Letzte Woche läutete mein Telefon. Ich ging ran, lauschte den Ausführungen des Anrufers aus Deutschland aufmerksam zu. Er hatte ein technisches Problem mit einem Game, zu welchem ich jedoch keine Lösung parat hatte. So verwies ich ihn an die darauf spezialisiee technische Hotline.

Er unterbrach mich mit den Worten: «Ihrer Aussprache entnehme ich, dass Sie Schweizer sind?»

Ich bestätigte mit einem Lächeln und wie so oft meinte ich auch dieses Mal, dass dies eine frohe und freundliche Form des Smalltalks sei.

Doch dann herrschte mich mein Gegenüber unvermittelt an:
«Ich scheiss auf den Ackermann!!»

Wie? Was? Da muss ich mich bestimmt verhört haben, dachte ich noch. Doch bevor ich meiner Verwunderung Ausdruck verleihen konnte, wiederholte er sich mit denselben Worten. Ja, scheint so, dass ich mich wirklich nicht verhört hatte…

Ziemlich sprachlos erkundete ich mein weitläufiges Sprachzentrum, ob ich irgendwo eine passende verbale Reaktion darauf fände. Doch soweit kam es dann gar nicht, denn das Nächste was ich hörte war:

«Ich hasse Euch Schweizer, ihr verda***en Ar***lö**er!»
… und legte auf.

Holla… da hat einer wirklich ein verspanntes Verhältnis zu unserem Land. :-)

Eine Frage der Erziehung? Oder fällt der Apfel nicht weit vom Stamm?

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Heute Abend spazierten wir gemütlich am Rorschacher Seeufer entlang und erfreuten uns dem neugierigen Erkundungstrieb unseres Hundes. Dann beobachteten wir eine Szene, bei welcher ich mir einmal mehr die Frage stellte, warum man zur Haltung eines Hundes einen Kurs besuchen, zum Autofahren gar eine Prüfung absolvieren muss, aber jeder noch so unfähige Mensch Kinder zeugen und sich als Erzieher bezeichnen darf:

Eine Mutter rief ihr Kind (schätze mal, der Knabe war gerade mal 6 Jahre jung) zu sich. Wir wunderten uns eh schon, denn meine Uhr zeigte bereits elf… für meine Verhältnisse gehört ein schulpflichtiges Kind zum diese Zeit ins Bett. Ich dachte mir so: «Andere Länder, andere Sitten.» In südlichen Ländern gelten einfach andere Zeitverhältnisse und das Leben findet eben erst spät abends statt. Dennoch fragte ich mich, wie müde solche Kinder wohl morgens im Kindergarten oder in der Schule sein mögen.

Vollends entsetzt war ich dann aber, als das Kind dem Ruf seiner Mutter nicht nachkommen wollte und geradezu zum Trotz der Mutter davon rannte. Diese versuchte nun aber nicht Einhalt zu bieten und ihre Rolle als Erziehungsperson wahrzunehmen. Stattdessen rief sie ihrem Jungen in gebrochenem Deutsch «Arschloch!» nach und lief von dannen. Mir fehlten die Worte!

Und da wundert sich einer über Kinder und Jugendliche, welche keinen Anstand mehr haben sollen. Woher denn auch, wenn selbst ihre Eltern solche Kraftausdrücke zur «Erziehung» verwenden.

Da erinnere ich mich an ein Zitat vom leider verstorbenen Schauspieler Diether Krebs:

Mir ist wichtiger, dass meine Kinder keine Arschlöcher werden, als dass sie wissen, wie groß die Fläche unter der Parabel ist.

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