Das Schlimmste, was einem SwisscomTV-Benutzer passieren kann...

kebox - Fotolia.com

Überleg mal, was das Schlimmste ist, was einem SwisscomTV-Anwender (früher BluewinTV) passieren kann? Keine Internetverbindung? Nö, schlimmer. LipSync-Probleme? Nein, da sind wir schon längst durch. Defekte Settop-Box? Naja, nicht ganz, aber nahe dran… ;-)

Ich liege also im Bett, der frisch montierte TV freut sich auf seinen ersten richtigen Einsatz am neuen Ort. Ich drücke die Fernbedienung, höre das Einschalt-Klicken des TVs und…. er bleibt schwarz!

Irritiert bewegt sich mein Blick durch den Raum, möchte gleich prüfen, was die Betriebsanzeige-LED der Settop-Box zeigt. Dann realisiere ich, wo die Ursache liegt: Die Settop-Box ist nicht mehr da… weg, verschwunden… und meine Allerliebste neben mir begreift urplötzlich, dass Sie wohl das falsche Gerät entsorgt hatte. Jawoll, entsorgt.

Es fing ganz harmlos an…

Eigentlich gabs keinen Anlass zur Sorge. Am Donnerstag montierte ich den kleinen TV ab, befestigte eine neue Halterung an der Wand und daran den grösseren Fernseher, der vorher im Wohnzimmer seinen Dienst verrichtet hatte. Settop-Box und DVD-Player wurden angeschlossen und bei einem kurzen Funktionstest bemerkte ich, dass der DVD-Player nun wirklich endgültig hinüber ist. Ich äusserte dies und meine tüchtige Partnerin quittierte dies sogleich mit dem Hinweis, sie werde ihn somit morgen entsorgen gehen. Wir witzelten darüber, dass Sie dann ja nicht die falsche Box wegbringen solle. Alles schien klar und eindeutig…

Als ich am Freitag dann von meinem Meeting in München nach Hause fuhr, hatte ich sie noch am Telefon. Sie witzelte und zotete erneut: «Gäll, d’BluewinTV-Box hani denn entsorgt.» – «Klaaaaaaaaaaar doch! :-D *grins*» und wir schmunzelten gemeinsam weiter… beide noch nichts ahnend, dass dies der Tatsache entsprechen sollte.

Nun, die Settop-Box war nun also weg, wir lagen da, konnten uns fast nicht mehr erholen vom daraus resultierenden Lachanfall. Wir kringelten uns, malten uns aus, was ich später der Swisscom erzählen sollte – ach, es war trotz aller Peinlichkeit und Tragik herzerfrischend lustig… und dafür liebe ich meine Allerliebste, denn selbst in einer solchen Situation konnten wir uns gemeinsam über einen blöden Fehler amüsieren. Sich ärgern bringt ja nichts!

Der Tag danach

Nun, meine Allerliebste suchte die Entsorgungsstelle erneut auf, schilderte das Problem und die freundlichen Männer des Werkhofs begannen, den ganzen Elektroschrott-Container zu durchwühlen. Doch es war ergebnislos, der Container war bereits abgeholt. Auch der Anruf beim Entsorger und seine angestrebte Forschungsexpedition durch Tonnen von Kabeln, Platinen und Steckern brachte leider das Gerät nicht mehr zum Vorschein. Schlussendlich erfuhren wir, dass die Settop-Box bereits in Einzelteile zerlegt und der Aufbereitung zugeführt wurde…

Mit ungewissem Gefühl rief ich nun bei der Swisscom-Hotline ein. Ich begann mit der Erläuterung und mein Gegenüber musste sich das Lachen regelrecht (professionell) verkneifen. Er legte mich für einige Minuten in die Warteschlaufe («Da muss ich mal kurz was abklären, denn dafür gibts keinen standardmässigen Lösungsansatz.») und etwas später teilte mir der nette Herr mit, dass wir eine neue Settop-Box kostenlos zugestellt kriegen würden… «das Amüsement ists wert.»

Danke, liebe Swisscom

Welch kulante Haltung und einmal mehr die Bestätigung, dass Swisscom ein wunderbarer, kundenorientierter Laden ist. Ich hätte echt nie mit einer solchen Reaktion gerechnet und erwartete vielmehr eine entsprechende Rechnung.

… und abschliessend ein Wort für meine Allerliebste: Ich liebe Dich und Deinen einmaligen Humor. Ich mag es, wenn Du über Dich selbst lachen kannst. Es ist einfach schön, mit Dir solche Erlebnisse teilen zu dürfen. Muah!

BluewinTV, seit drei Jahren auf dem Markt.

[Trigami-Review]

Es ist schon verblüffend, wie schnell die Zeit vergeht. Ich erinnere mich noch genau an jenen Tag, wo ich auf die blosse Ankündigung, dass TV via Internet nun möglich sei, in den Swisscom-Shop gesteuert bin und mir das Starterpack geholt hatte. Am 1. November sind es nun drei Jahre seither. Und Swisscom hat ihr Produkt in dieser Zeit fleissig verbessert und optimiert.

In meinem Blog schrieb ich schon öfters von diesem neuen digitalen TV-Vergnügen, seinen Vorteilen und Schwächen. Nun möchte ich einen aktuellen Stand der Dinge vermitteln.

Warum überhaupt BluewinTV?

Du hast bestimmt schon Fernsehen zu Hause… sogar in Farbe und mit Stereoton :-) Für mich waren verschiedene Gründe ausschlaggebend, mich vom Kabelfernsehen zu trennen und auf BluewinTV zu setzen. Beginnen wir erst mal bei der (inzwischen) sehr guten Bild- und Tonqualität. Analoges Fernsehen kann da definitiv nicht mehr mithalten. Dann folgt schnell die grosse Senderauswahl – bei BluewinTV sinds über 140 TV- und 130 Radiosender – darunter derzeit 4 HD-Kanäle. HD bedeutet purer TV-Genuss, hochauflösend und 5.1-Dolby. Wem das nicht ausreicht, der kann bequem per Fernbedienung verschiedene Teleclub-Pakete, vom Sport- über Spielfilm- bis hin zum Familienpaket, abonnieren.

Doch für mich ausschlaggebend war mein Nutzungsverhalten. Irgendwann entschloss ich mich, dass ich mein Leben (nennen wir es Tagesablauf) nicht nach dem Fernsehprogramm richten will. Ein klassischer Videorekorder war mir zu umständlich. Bei BluewinTV gibts mit der Settop-Box einen komfortablen HD-Recorder gleich mit, aber perfekt eingerichtet.

So könnte ich z.B. die Funktion Time-Shift heute nicht mehr wegdenken. Ich schaue einen Film, da klingelts an der Tür, muss aufs Klo oder der Hund muss Gassi. Alles kein Problem! Ich drücke einfach die Pause-Taste und schon wird die Sendung im Hintergrund aufgezeichnet. Bin ich wieder zurück drücke ich die Play-Taste und weiter gehts, ohne auch nur eine Sekunde verpasst zu haben – einfach zeitversetzt.

Ich kann aber auch bequem via Internet, z.B. bei der Arbeit oder unterwegs via iPhone (webbased), Sendungen programmieren. Einen Knopfdruck mehr und schon wird eine Serienaufnahme programmiert. Ohne weiteres Zutun wird so jede künftige Folge, wahlweise zu einer definierten Uhrzeit oder jede Folge die ausgestrahlt wird, aufgenommen. Auch wenn man eine ganze Staffel einer Serie aufgenommen hat, verliert man den Überblick nicht, denn jede einzelne Folge wird mit den kompletten Programminformationen gespeichert und im Menü entsprechend angezeigt.

Eine TV-Zeitschrift nutze ich schon seit langem nicht mehr. Im integrierten TV-Guide werden die Sendungen aller Sender übersichtlich angezeigt und können auch über eine Volltextsuche durchsucht werden. Alternativ gibts den TV-Guide auch als Website, welche noch mehr Informationen zu den einzelnen Sendungen bereithält. Ein Klick auf den Aufnahmebutton und schon wird die Settop-Box zu Hause die Sendung aufnehmen.

Für mich eher unwichtig sind die Live-Events, welche als Pay-per-view genutzt werden können. So werden viele Sportereignisse gegen eine geringe Gebühr von meist Fr. 1.50 live ausgestrahlt. Perfekt für die Sportfreaks unter uns.

Mehr Freude macht mir hingegen die Video-on-demand-Idee. Über 500 Filme stehen rund um die Uhr in einer Art virtueller Videothek bereit. Via Fernbedienung kann man die Beschreibungen lesen oder Trailer anschauen, danach entscheidet man sich in aller Ruhe, ob man die Mietgebühr (zwischen 2.50 und 7.50 Franken) bezahlen und den Film sofort geniessen will.

Fast vergessen… Radio hören kann man ebenfalls. Neuerdings lässt sich die Settop-Box auch mit ausgeschaltetem TV bedienen. Im Display auf der Settop-Box wird der aktuelle Sender angezeigt, bzw. in Klammern angezeigt, wenn man durch die Senderliste durchscrollt.

Ein paar Kostenüberlegungen

Ok, alles hat seinen Preis. Und häufig werde ich mit dem Argument konfrontiert, digitales TV sei einfach zu teuer. Einverstanden, es mag ein klein wenig mehr kosten, doch man kriegt auch viel mehr Mehrwert. Selbst beim analogen Kabelfernsehen bezahlt man Gebühren. Sie sind jedoch meistens in den Nebenkosten einer Mietwohnung eingerechnet, so dass man die monatlichen 22.50 Grundgebühr (Cablecom) gar nicht so richtig realisiert. Will man zudem digitales Fernsehen, kommen bei Cablecom zwischen 6 und 25 Franken monatlich für die Settop-Box dazu.

Beides fällt aber weg, wenn man BluewinTV abonniert. Die Settop-Box ist bei Bluewin-TV stets inklusive, ebenso alle benötigten Kabel für die Standardinstallation. Das kleine Basic-Angebot schlägt mit Fr. 19.00 zuzügl. Fr. 2.25 Urheberrechtsgebühren zu Buche, einen Telefonanschluss mit DSL vorausgesetzt. Dabei muss man aber auf die Aufnahmefunktion, TimeShift und HD-Kanäle verzichten. Mit Fr. 29.00 kriegt man aber das volle Programm.

Möchte man einen weiteren Fernseher anschliessen, gibts eine Zusatzbox für 10 Franken monatlich. Ich verzichte jetzt auf einen detaillierten Preisvergleich, denn es gibt nachwievor verschiedene Varianten, je nach dem ob man einen Festnetzanschluss benötigt oder nicht oder wieviele Fernsehgeräte man ansteuern will. Für mich jedoch steht fest, dass das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt und mich unter dem Strich nicht mehr kostet, als das herkömmliche Kabelfernsehen.

Wer es noch genauer haben möchte, der sollte sich mal den Kostenvergleich von Comparis zu Gemüte führen.

Installation selbst gemacht

Zu Beginn der BluewinTV-Ära war die Installation noch kompliziert, wurde daher nur durch Swisscom-Installateure durchgeführt. Heute kann man in vielen Fällen das Ganze selbst installieren. Man geht in den Swisscom-Shop, schliesst das Abo ab und nimmt eine Starterbox mit nach Hause. Auspacken, Router mit der DSL-Dose verbinden, Settop-Box an den Fernseher anschliessen, Netzwerkkabel zwischen Router und Settop-Box stecken, fertig! Beim ersten Start wird die Settop-Box automatisch aktualisiert und somit auf den neusten Stand gebracht. Seit ich BluewinTV nutze sind zahlreiche neue Funktionen und Möglichkeiten hinzugekommen und ich gehe auch davon aus, dass sich das so fortsetzen wird. Denn man spürt, dass Swisscom es ernst mit dem Projekt IP-Tv (so der Fachbegriff für Fernsehen über Internetleitungen) meint.

Sollte die DSL-Dose in einem anderen Zimmer sein als der Fernseher und man möchte keine grossen Verkabelungsaktionen durchführen, sind im Swisscom-Shop zudem kabellose Verbindungskits. Und wenn einem das alles zu unsicher und zu kompliziert erscheint – was es aber nicht ist… mit der übersichtlichen Anleitung schafft das fast jeder – dann kann man die Installation für eine Pauschale von Fr. 290.00 komplett durch einen Swisscom-Fachmann ausführen lassen. Dieser montiert sogar eine moderne Digitalsteckdose und weist in die Bedienung von BluewinTV ein.

Ach ja, wichtig, BluewinTV ist nicht überall verfügbar. Ob Du diesen Service nutzen kannst, erfährst Du direkt auf dem Verfügbarkeitschecker. Einfach Telefonnummer oder Adresse eingeben und schon weiss man, ob es mit BluewinTV klappen könnte.

Einige kleine Tipps für den Alltag

So, nun noch einige kleine Tipps für den harten TV-Alltag :-)

Die TimeShift-Funktion ist genial. Da schaust Du einen spannenden Film, musst aber plötzlich dringend aufs Klo. Schnell die Pause-Taste gedrückt und schon wird das Programm im Hintergrund aufgezeichnet. Bist Du zurück drückst Du Play und schon setzt der Film fort, ohne dass Du auch nur einen Moment verpasst hast. Doch aufgepasst. Bei einem Senderwechsel wird diese Hintergrundaufzeichnung zurückgesetzt. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn die Katze über die Fernbedienung läuft oder ein anderes Familienmitglied Deine wichtige Sitzung nicht mitgekriegt hat und sich der Fernbedienung bemächtigt. Die Lösung: Drücke einfach die “Record”-Taste. Dann wird die Sendung dauerhaft aufgezeichnet. Im Unterschied zu einem Videorecorder kann man aber während der Aufzeichnung auch den Sender wechseln und schon bereits während der Aufzeichnung die Sendung schauen… also zeitversetzt, gewissermassen dasselbe wie bei TimeShift.

Jede Settop-Box bringt eine weitere Fernbedienung mit sich… irgendwann hat man einfach genügend von diesen praktischen Helfern auf dem Tischchen liegen. Eine für die Settop-Box, eine für den Fernseher, eine für die Stereoanlage/Verstärker, DVD-Player, Spielkonsole etc. Universelle Fernbedienungen sollen hier helfen, doch die meisten vereinen zwar die wichtigsten Funktionen der verschiedenen Geräte auf einer Fernbedienung, doch die richtige Reihenfolge beim Einschalten, das Verändern der Lautstärke (welches Gerät ist nun für den Ton verantwortlich? TV? Stereoanlage? Settop-Box?) und andere Aktionen lassen ungeübte, wenig technikbegeisterte Anwender schnell verzweifeln. Hier habe ich mit Logitechs Harmony Fernbedienungen eine wirklich nützliche, gut funktionierende Lösung entdeckt, die ich nur weiterempfehlen kann.

Lust zum Testen? Aktuelles Angebot von Swisscom

Neugierig gemacht? Dann kann ich Dir abschliessend noch folgendes Promotionsangebot von Swisscom empfehlen. Wer bis Ende Oktober 2009 BluewinTV abonniert,  bezahlt 2 Monate lang keine Grundgebühren. Mehr Infos gibts hier auf der BluewinTV-Website.

Bluewin TV – Den Kinderschuhen entwachsen…

Über das digitale Fernsehen, welches Swisscom unter dem Label BLUEWIN TV vertreibt, habe ich hier schon öfters berichtet. Seit bald 3 Jahren bin ich nun Nutzer dieser Technologie und möchte heute mal Fazit ziehen.

Zu Beginn war vieles nicht wirklich so, wie man es erwartete: Massivste LipSync-Probleme (Bild und Ton nicht synchron), je nach Sender unterschliedlich gute, bzw. schlechte Bildqualität, Probleme mit Aufnahmen (Zeitpunkt), Radiofunktion ohne Senderanzeige und vielem mehr.

Inzwischen hat Swisscom aber ihre Hausaufgaben gemacht. Die Bildqualität ist sehr gut, manchmal bin ich gar unsicher, ob man einen HD-Sender eingeschaltet hat. Die LipSync-Probleme treten nur noch ganz selten auf und die von Anfang an gute Benutzerführung hat sich auch in kleinen, aber steten Schritten verbessert. Bluewin TV ist also nicht ein Produkt, das einmal gekauft, bereits veraltet ist. Vielmehr entwickelt es sich ständig weiter und die Anwender werden immer wieder aus Neue überrascht.

Klangheimlich grosses Update eingespielt!

Seit wenigen Tagen ist Swisscom nun ein weiterer, grosser Schritt der Evolution gelungen: Ganz still und leise hat sie ein weiteres Update in die Settop-Boxen eingespielt… und damit eines der am stärksten vermissten Features eingeführt.

Ab sofort kann man auch auf einer Zweit-Settopbox (Slave) die Aufnahmen von der Hauptbox abspielen und neue Aufnahmen programmieren. Sensationell, war dies doch bislang ein sehr ärgerlicher Umstand, der öfters mal auf das weibliche Unverständnis im Haushalt gestossen war.

Bislang hiess es nämlich stets: In der guten Stube (Hauptbox) gabs die volle Funktionalität und die Möglichkeit, Aufnahmen abzuspielen. Doch im Schlafzimmer (Slavebox) konnte man nur live… wie schade, wenn man eine Aufnahme lieber im bequemen Bett zu Gemüte führen wollte.

Doch dies ist nun möglich. Die Hauptbox scheint die Aufnahmen an die Slavebox zu streamen.

Weiter so, liebe Swisscom… sowas macht Freue!

Bluewin TV mit HDTV

hdsuisse.jpgGestern noch las ich die Ankündigung auf der neu gestalteten Swisscom-Website, doch ohne Terminangabe. Ein Anruf bei der Hotline brachte nur wenig Klarheit. Irgendwann im April soll dann HDTV endlich Einzug ins Wohnzimmer halten. Heute morgen dann die Überraschung: Per SMS wurde ich informiert, dass vier neue HDTV-Sender aufgeschaltet worden seien: HDsuisse, Arte HD, Anixe HD und BBC HD. Tatsächlich, ein sagenhaft detailreiches Bild hat mich dann begrüsst. Genial!

Nebenbei erwähnt: Neu gibt es auch eine “Light-Version” von Bluewin TV – ohne Aufnahmefunktion, Timeshift und HDTV, dafür 10 Franken günstiger.  Im weiteren scheinen künftig die Installationskosten erhöht zu werden. So steht neu bei den Tarifen “CHF 95.- statt CHF 290.- (Aktion bis 31.05.08)”. Kein Wunder eigentlich, denn der Aufwand für die Installation ist ja teilweise enorm: Kabel verlegen, Wände durchbohren, Material… alles inklusive.

Geschafft… ein erneuter Wochenrückblick

Zuerst eine Ankündigung: Ich werde nun wieder in gewohnter Regelmässigkeit meinen Blog mit Inhalt befüllen. Die textliche Dürreperiode soll nun vorüber sein. ;-)

Was geschah:

Der Umzug geschah vorletzten Samstag, dauerte gerade mal knapp eineinhalb Stunden. Dank dem tollen Mitwirken von Alexander, Andy, Knausi und Janice – mein Dank gehört Euch – konnten wir bereits um halb Zwölf anstossen. Zum Transport mietete ich einen kleinen LKW. Speziell hervorstreichen möchte ich die massiven Unterschiede bei den Tarifen. Preise von über 350 Franken für gerade mal 2-3 Stunden LKW-Miete liessen mich anfänglich leer schlucken, schlussendlich bezahlte ich gerade mal 72 Franken bei Sprenger AG. Da lohnte sich das vorgängige Recherchieren! Inzwischen haben wir das Haus wohnlich eingerichtet, die letzten Umzugskartons sind ausgeräumt, die Bilder hängen und die Kabel sind elegant verlegt… und endlich konnten wir das genussvolle Wohnen beginnen. Ach ja, gestern war dann auch noch der Abgabetermin meiner alten Wohnung in Arbon. Klappte alles wunderprächtig, die engagierte Putzmannschaft von John-Zon Cleaners GmbH hat perfekte Arbeit geleistet, pünktlich die Abgabe durchgeführt und das alles zu einem wirklich günstigen Pauschalpreis.

Bluewin TV: Wahrlich eine Räubergeschichte durften wir hier erleben. Nach dem anfänglichen Schaltproblem auf der Zentrale (ich berichtete), wurden weitere Einsätze der Techniker notwendig. Am Dienstag erhielt ich den Bescheid, dass das Schaltproblem gelöst sei. Am Abend dann aber die Ernüchterung: Nach einigen bewegten Sequenzen fror das Bild ständig ein, endete darin, dass die Settopbox nicht mehr aufzustarten war. So traf am Donnerstag ein anderer Swisscom-Techniker bei uns ein, welcher die signalzuführende Leitung neu ins Haus einzog. (Das vom ersten Techniker für gut befundene Telefonkabel wurde innerhalb von Starkstromkanälen geführt, was wiederum nicht funktionieren könne, so der zweite Techniker.) Das Ergebnis zeigte sich nach mehreren Stunden Installationsarbeit: Es sah nicht schlecht aus… Bild und Ton, beides da. Doch die Freude hielt nur kurz, denn alle 2-3 Minuten störten kurze Aussetzer das Fernsehvergnügen.

Mit einer Freiluftverlegung eines Ethernetkabels vom Router zum TV überprüfte ich meine These, dass das vom ersten Techniker eingezogene Ethernetkabel eventuell defekt sein könnte… und siehe da, meine Vermutung schien sich zu bestätigen. Perfektes Bild, perfekter Ton, kein Ruckeln und (oh Wunder!) kein LipSync-Problem. Am Montag kamen dann gleich zwei Swisscom-Techniker, welche nach rund 2 Stunden das Problem definitiv – auf Holz klopf – gelöst hatten. Offenbar hatte der erste Techniker die Ethernetkabel-Stecker falsch verdrahtet und gecrimpt. Was für ein Schlamassel! Was lange währt wird endlich gut. Ich bin echt begeistert: Jetzt läuft das Ganze wie am Schnürchen und empfehle nun Bluewin TV definitiv uneingeschränkt weiter.

Fotografie: Einige haben es vielleicht bereits bemerkt, andere entdeckten es auf meiner Adressänderungskarte und die Restlichen lesen es jetzt: Ich habe eine neue Website eingerichtet: www.foto-huwi.ch – Angespornt durch viel motivierendes Feedback, anregenden Gesprächen mit Freunden und Bekannten und meinen ausgeprägten Ambitionen, schon bald mit einem kleinen eigenen Fotostudio aktiv zu sein, biete ich meine Dienste nun offiziell an. Hierzu habe ich auch meine Infrastruktur um ein Hintergrundsystem, eine mobile Studioblitzanlage mit Akkupack und zahlreiche weitere nützlichen Dinge aufgerüstet. Ihr werdet also wohl noch öfters Berichte aus meiner fotografischen Ecke lesen können. Und falls Ihr einen Fotografen sucht, dann wisst ihr wo Ihr mich findet.

Und was mir sonst noch so durch den Kopf geht:

  • Gourmet15box.ch - Ein mehrgängiges Gourmetmenü, fixfertig vorgekocht und per Kurier angeliefert. Eine coole Idee, sauber aufbereitet… mal schauen, irgendwann muss ich das mal ausprobieren.
  • Ungewohnte Geräusche im Haus – Noch haben wir uns noch nicht an die vielen unbekannten Geräusche im Haus gewöhnt. So kann es durchaus passieren, dass ich mitten in der Nacht aufschrecke und meine, es habe an der Tür geleutet. Mit Herzklopfen wandle ich zur Haustür, wo ich nur gähnende Einsamkeit empfange.
  • Disneys lustige Taschenbücher, praktisch für Fotografen. Der Blogger Petzi zeigt, wie sinnvoll man die beliebten Comicbücher einsetzen kann und man staunt über das erzielte Ergebnis.
  • Ungerechtigkeit - Dienstaltergeschenke sollen Geschenke sein, darum halte ich nichts von einklagen und beharren, hatte das Ganze auch schon fast verdrängt vergessen. Doch heute wurde ich wieder damit konfrontiert, als einem lieben Lehrerkollegen zu seinem 10-jährigen Jubiläum gratuliert wurde. Ich schliesse mich der Gratulation an und gönne ihm die Ehre. Trotzdem holte dies folgendes in meine Erinnerung: Es gibt nämlich Dinge, welche ich weder fair noch motivierend empfinde. Seit nun über 13 Jahren unterrichte ich in einer Schule. Früher galt, dass man mit 15 Dienstjahres geehrt wurde und ein Dienstaltersgeschenk (ca. ein halbes Monatshonorar) in Empfang nehmen dürfe. Als ich 11 Jahre hinter mir hatte, wurde diese Regel geändert. Neu gibt es das «Geschenk» bereits mit 10 Dienstjahren. Doch damit fiel ich zwischen Stuhl und Bank, gehe leer aus. Und der Schulleitung scheint dies – selbst darauf angesprochen – egal zu sein…
  • Befrager.de – Die Aufgabe, mal schnell eine Umfrage durchführen, ist nicht immer einfach zu bewältigen. Ein junger Programmierer hat nun eine praktische und kostenfreie Lösung geschaffen, mit welcher man eigene Umfragen zusammenstellen und durchführen kann. Praktisch!
  • Google AdWords - Drei Wochen nach dem Eröffnen eines Google AdWords-Kontos erhalte ich von meinem Webhoster ein 50 Franken Startguthaben. Schade, lässt sich dieses doch nur bei der Neueröffnung eines solchen Kontos nutzen. War ich nun zu früh oder der Hoster zu spät? :)
  • Posterwerkstatt.ch - Auch wenn das deutsche Unternehmen Posterjack fleissig TV-Werbung schaltet und ich mich zuerst auch dort im Begriff sah, ein Poster zu bestellen, entdecke ich noch rechtzeitig das Schweizer Unternehmen PosterWerkstatt.ch. Die Versandkosten sind deutlich günstiger, die Lieferzeit kürzer und somit eine empfehlenswerte Alternative. Das hätte ich nun somit getan.
  • WoMo-Ferien – Ach Mist, jetzt ist es schon fast ein Jahr seither und ich habe es immer noch nicht geschafft, einen Reisebericht online zu stellen. Ich hätte den wohl schon auf der Reise, Tag für Tag, schreiben müssen. Doch im Nachhinein schwindet die Lust. Immerhin bin ich nicht alleine mit diesem Problem, wie Paddy in seinem Blog bestätigt. :-)
  • Mir gehts richtig gut, bin zufrieden und glücklich!

Ungewollte Spionage: Fremde Gespräche abhören dank Swisscom

Gestern war – für mich als Technikfreak – der wichtigste Tag des Umzuges: Bluewin TV sollte installiert werden. Ich habe mich trotz Kinderkrankheiten weiterhin für Bluewin TV entschieden, denn der Komfort ist beachtlich und das Preisleistungsverhältnis ok. Ausserdem bin ich überzeugt, dass sich die Technik weiterentwickeln wird und ich so am Ball bleiben kann. Der nächste Schritt soll ja HDTV sein, welches zur Euro 08 aufgeschaltet werden soll. (Wobei das noch nicht klar und verbindlich geäussert wurde. HDTV wurde bereits mehrmals angekündigt und verschoben…)

Zurück zum Thema Umzug: Gestern um 11 Uhr betrat ein beauftragter Installateur unser Haus und ereiferte sich in einer Schnitzeljagd durch die verworrenen Kabelschläuche. Als die Verlegung der Drähte verstanden war, machte er sich an die Installation der Dosen, zog Ethernetkabel an die beiden Standorte der Settop-Boxen und begann allmählich zu verzweifeln.

Zum Test schloss er ein analoges Telefon an und hörte mal ein Freizeichen, dann mal wieder nicht. Das VDSL-Modem konnte sich nicht synchronisieren und somit konnte auch die Settop-Box kein Signal empfangen. Irgendwann versuchte ich mich selbst aufs Handy anzurufen und staunte. Da wurde mir eine wildfremde Telefonnummer im Display angezeigt. Kurz darauf hin klingelte das Festnetzgerät und ich durfte einem Gespärch zweier mir unbekannten Gesprächsteilnehmer lauschen. Oha!

Der Techniker kontaktierte die Swisscom und informierte sie über dessen Schaltfehler auf der Zentrale. So zog er ab, ohne die ganze Installation getestet zu haben und vertröstete mich auf heute.

Fehler können passieren und dies ist auch nicht weiter schlimm. Was mich aber heute schon etwas in Rage gebracht hat, war der Anruf beim Kundenservice. Ich hakte vorhin nach um mich zu erkundigen. Trotz hartnäckigem Nachhaken erhielt ich keine genaue Angabe, bis wann das Problem gelöst sei. Stattdessen klingelte heute morgen bereits ein halbes Dutzend mal mein Festnetzgerät und wenn ich abnehme, höre ich fremde Gespräche. So zückte ich irgendwann mein Handy und rief diese fremde Nummer an. Der Inhaber dieses Anschlusses nahm den Anruf entgegen – er wohnt übrigens im gleichen Ort, aber einige hundert Meter von hier entfernt – und war sehr verblüfft über meine Äusserungen. Er wurde von Swisscom nicht einmal darüber informiert, dass ein Fremder seine Gespräche mithören kann. DAS finde ich äusserst peinlich und skandalös.

Nunden, ich harre nun der Dinge und warte mal… und gegen elf wird erneut nachgehakt. :-)

PS: Das Ganze erinnert mich übrigens an eine fast vergessene Geschichte, vor zig Jahren bei Orange. Da haben es die “Telefoniker” hingekriegt, dieselbe Nummer zweimal zu vergeben. Wenn wer anrufte, klingelte es auf zwei Handies… der schnellere durfte sich dann mit dem Anrufenden unterhalten. Es dauerte einige Zeit, bis der Irrtum wirklich bemerkt wurde… immerhin, die Rechnung des Anschlusses wurde dem anderen Teilnehmer zugesandt. :-)

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