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Wie klein darf das Kleingedruckte sein?
0Unser Fernseher ist mit seiner 48″ Bildschirmdiagonale wahrlich kein kleines Gerät. Und auch die Bildqualität ist dank SwisscomTV kaum zu bemängeln. Dennoch wunderte ich mich kürzlich sehr über den Werbespot von Cablecom. Da wird während einigen Sekunden ein Angebot angezeigt.
Man lernt ja früh, dass bei jedem tollen Angebot auch ein gemeiner Stolperstein versteckt sein kann. Also wandert das Auge zum unteren Bildschirmrand, wo es mehrere Zeilen Kleingedrucktes entdeckt.
Hmm… doch was mag denn da stehen? Keine Ahnung, einzelne Worte liessen sich zwar erahnen, doch der ganze Text lässt sich trotz Standbild einfach nicht lesen. Die Zeichen verschwimmen in einem Pixelbrei. Hat ein solch klein gesetzter Text überhaupt noch irgendwelchen rechtlichen Belang? Und mal davon abgesehen, könnte man die 5 Zeilen Text in der kurzen Zeit des Einblendens überhaupt lesen?
ESC 2011 – Ich konnte mich nicht sattsehen!
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Vom alljährlichen Show- und Musikwettbewerb «Eurovision Song Contest» kann man halten was man will. Mich persönlich fesselt dieses Ereignis aus verschiedenen Gründen immer wieder an den Fernseher. Klar, wenn man fürs eigene Land mitfiebern kann, macht die ganze Veranstaltung gleich ganz viel Spass. Das gemeinsame Beurteilen und Lästern fördert zudem die Beziehung und musikalisch gibts ja auch den einen oder anderen Ohrwurm zu hören.
Doch dieses Jahr faszinierte mich etwas ganz anderes. Das aufgebaute Bühnen- und Lichtspektakel mit diesem riesigen LED-Hintergrunddisplay (angeblich 60 x 20 Meter gross!) und den unendlich vielen Licht-, Nebel- und Feuereffekten hat mich regelrecht in seinen Bann gezogen. Manchmal blendete ich die Musik geistig völlig aus, konnte mich nicht satt sehen.
Selten habe ich derart viel Abwechslung bei der Bühnentechnik erlebt.
Die Verantwortlichen haben ihren Job wirklich verstanden und ein regelrechtes Kunstwerk geschaffen. Das riesige Display im Hintergrund ist natürlich der Kern der Sache, erlaubt es doch, die Szene ohne grosse Umbauten in eine komplett neue Erscheinung zu tauchen. Doch die Macher haben nicht nur irgendwelche Filme im Hintergrund abgespult, sondern mit aufwändige Animationen, überraschenden Einfällen eine Form digitaler Kunst geschaffen.
Langweilig wurde es mir – zumindestens was das Auge anbelangt – nie. Jeder einzelne Song wurde auf seine individuelle Art inszeniert und auf naheliegende Wiederholungen wurde offenbar bewusst verzichtet. Genial!
Eigentlich mag ich Musik, nicht aber Playback!
1Nach einem Tag mit viel Frischluft waren wir am Abend entsprechend müde. Ein wenig TV schauen und leichte Kost kommt da gerade richtig. So schalteten wir – ich glaube erstmals bei dieser Staffel – die “grössten Schweizer Hits” auf SF1 ein und vergnügten uns eigentlich ziemlich gut.
Das Highlight für mich war ganz klar Bliggs Rosalie… nicht aber deswegen, weil dies für mich der beste Song gewesen wäre. Nein, es scheint mir, dass Bligg der Einzige gewesen war, der es auch live drauf hat.
Ein Interpret nach dem anderen zeigten nämlich nur peinliche und emotionslose Playback-Nummern. Ganz schlimm war Florian Ast, der seinen Einsatz derart verpatzte, so dass jeder merkte, dass sein Mikrofon lediglich zur Dekoration diente. Aber auch die vier Tenöre bewegten ihren Mund derart lahmarschig und offensichtlich tonlos, dass mir spontan das Bild der Nussknackerfiguren in den Sinn kamen.
Bligg aber hüpfte durch die Ränge, gabs sein Bestes und man hörte es in seiner Stimme, dass er in Bewegung war… vielleicht deswegen zwar nicht der beste Klang, dafür aber der authentischste Beitrag aller.
Liebe Musiker, liebes Fernsehen… beweist doch wieder etwas mehr Mut und wagt mehr Live-Auftritte. Denn leblose Puppen welche den Mund gelangweilt auf und zu machen öden mich derart an!



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