|
|
Nach einem Tag mit viel Frischluft waren wir am Abend entsprechend müde. Ein wenig TV schauen und leichte Kost kommt da gerade richtig. So schalteten wir – ich glaube erstmals bei dieser Staffel – die “grössten Schweizer Hits” auf SF1 ein und vergnügten uns eigentlich ziemlich gut.
Das Highlight für mich war ganz klar Bliggs Rosalie… nicht aber deswegen, weil dies für mich der beste Song gewesen wäre. Nein, es scheint mir, dass Bligg der Einzige gewesen war, der es auch live drauf hat.
Ein Interpret nach dem anderen zeigten nämlich nur peinliche und emotionslose Playback-Nummern. Ganz schlimm war Florian Ast, der seinen Einsatz derart verpatzte, so dass jeder merkte, dass sein Mikrofon lediglich zur Dekoration diente. Aber auch die vier Tenöre bewegten ihren Mund derart lahmarschig und offensichtlich tonlos, dass mir spontan das Bild der Nussknackerfiguren in den Sinn kamen.
Bligg aber hüpfte durch die Ränge, gabs sein Bestes und man hörte es in seiner Stimme, dass er in Bewegung war… vielleicht deswegen zwar nicht der beste Klang, dafür aber der authentischste Beitrag aller.
Liebe Musiker, liebes Fernsehen… beweist doch wieder etwas mehr Mut und wagt mehr Live-Auftritte. Denn leblose Puppen welche den Mund gelangweilt auf und zu machen öden mich derart an!
[Trigami-Review]
Es ist schon verblüffend, wie schnell die Zeit vergeht. Ich erinnere mich noch genau an jenen Tag, wo ich auf die blosse Ankündigung, dass TV via Internet nun möglich sei, in den Swisscom-Shop gesteuert bin und mir das Starterpack geholt hatte. Am 1. November sind es nun drei Jahre seither. Und Swisscom hat ihr Produkt in dieser Zeit fleissig verbessert und optimiert.
In meinem Blog schrieb ich schon öfters von diesem neuen digitalen TV-Vergnügen, seinen Vorteilen und Schwächen. Nun möchte ich einen aktuellen Stand der Dinge vermitteln.
Warum überhaupt BluewinTV?
Du hast bestimmt schon Fernsehen zu Hause… sogar in Farbe und mit Stereoton :-) Für mich waren verschiedene Gründe ausschlaggebend, mich vom Kabelfernsehen zu trennen und auf BluewinTV zu setzen. Beginnen wir erst mal bei der (inzwischen) sehr guten Bild- und Tonqualität. Analoges Fernsehen kann da definitiv nicht mehr mithalten. Dann folgt schnell die grosse Senderauswahl – bei BluewinTV sinds über 140 TV- und 130 Radiosender – darunter derzeit 4 HD-Kanäle. HD bedeutet purer TV-Genuss, hochauflösend und 5.1-Dolby. Wem das nicht ausreicht, der kann bequem per Fernbedienung verschiedene Teleclub-Pakete, vom Sport- über Spielfilm- bis hin zum Familienpaket, abonnieren.
Doch für mich ausschlaggebend war mein Nutzungsverhalten. Irgendwann entschloss ich mich, dass ich mein Leben (nennen wir es Tagesablauf) nicht nach dem Fernsehprogramm richten will. Ein klassischer Videorekorder war mir zu umständlich. Bei BluewinTV gibts mit der Settop-Box einen komfortablen HD-Recorder gleich mit, aber perfekt eingerichtet.
So könnte ich z.B. die Funktion Time-Shift heute nicht mehr wegdenken. Ich schaue einen Film, da klingelts an der Tür, muss aufs Klo oder der Hund muss Gassi. Alles kein Problem! Ich drücke einfach die Pause-Taste und schon wird die Sendung im Hintergrund aufgezeichnet. Bin ich wieder zurück drücke ich die Play-Taste und weiter gehts, ohne auch nur eine Sekunde verpasst zu haben – einfach zeitversetzt.
Ich kann aber auch bequem via Internet, z.B. bei der Arbeit oder unterwegs via iPhone (webbased), Sendungen programmieren. Einen Knopfdruck mehr und schon wird eine Serienaufnahme programmiert. Ohne weiteres Zutun wird so jede künftige Folge, wahlweise zu einer definierten Uhrzeit oder jede Folge die ausgestrahlt wird, aufgenommen. Auch wenn man eine ganze Staffel einer Serie aufgenommen hat, verliert man den Überblick nicht, denn jede einzelne Folge wird mit den kompletten Programminformationen gespeichert und im Menü entsprechend angezeigt.
Eine TV-Zeitschrift nutze ich schon seit langem nicht mehr. Im integrierten TV-Guide werden die Sendungen aller Sender übersichtlich angezeigt und können auch über eine Volltextsuche durchsucht werden. Alternativ gibts den TV-Guide auch als Website, welche noch mehr Informationen zu den einzelnen Sendungen bereithält. Ein Klick auf den Aufnahmebutton und schon wird die Settop-Box zu Hause die Sendung aufnehmen.
Für mich eher unwichtig sind die Live-Events, welche als Pay-per-view genutzt werden können. So werden viele Sportereignisse gegen eine geringe Gebühr von meist Fr. 1.50 live ausgestrahlt. Perfekt für die Sportfreaks unter uns.
Mehr Freude macht mir hingegen die Video-on-demand-Idee. Über 500 Filme stehen rund um die Uhr in einer Art virtueller Videothek bereit. Via Fernbedienung kann man die Beschreibungen lesen oder Trailer anschauen, danach entscheidet man sich in aller Ruhe, ob man die Mietgebühr (zwischen 2.50 und 7.50 Franken) bezahlen und den Film sofort geniessen will.
Fast vergessen… Radio hören kann man ebenfalls. Neuerdings lässt sich die Settop-Box auch mit ausgeschaltetem TV bedienen. Im Display auf der Settop-Box wird der aktuelle Sender angezeigt, bzw. in Klammern angezeigt, wenn man durch die Senderliste durchscrollt.
Ein paar Kostenüberlegungen
Ok, alles hat seinen Preis. Und häufig werde ich mit dem Argument konfrontiert, digitales TV sei einfach zu teuer. Einverstanden, es mag ein klein wenig mehr kosten, doch man kriegt auch viel mehr Mehrwert. Selbst beim analogen Kabelfernsehen bezahlt man Gebühren. Sie sind jedoch meistens in den Nebenkosten einer Mietwohnung eingerechnet, so dass man die monatlichen 22.50 Grundgebühr (Cablecom) gar nicht so richtig realisiert. Will man zudem digitales Fernsehen, kommen bei Cablecom zwischen 6 und 25 Franken monatlich für die Settop-Box dazu.
Beides fällt aber weg, wenn man BluewinTV abonniert. Die Settop-Box ist bei Bluewin-TV stets inklusive, ebenso alle benötigten Kabel für die Standardinstallation. Das kleine Basic-Angebot schlägt mit Fr. 19.00 zuzügl. Fr. 2.25 Urheberrechtsgebühren zu Buche, einen Telefonanschluss mit DSL vorausgesetzt. Dabei muss man aber auf die Aufnahmefunktion, TimeShift und HD-Kanäle verzichten. Mit Fr. 29.00 kriegt man aber das volle Programm.
Möchte man einen weiteren Fernseher anschliessen, gibts eine Zusatzbox für 10 Franken monatlich. Ich verzichte jetzt auf einen detaillierten Preisvergleich, denn es gibt nachwievor verschiedene Varianten, je nach dem ob man einen Festnetzanschluss benötigt oder nicht oder wieviele Fernsehgeräte man ansteuern will. Für mich jedoch steht fest, dass das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt und mich unter dem Strich nicht mehr kostet, als das herkömmliche Kabelfernsehen.
Wer es noch genauer haben möchte, der sollte sich mal den Kostenvergleich von Comparis zu Gemüte führen.
Installation selbst gemacht
Zu Beginn der BluewinTV-Ära war die Installation noch kompliziert, wurde daher nur durch Swisscom-Installateure durchgeführt. Heute kann man in vielen Fällen das Ganze selbst installieren. Man geht in den Swisscom-Shop, schliesst das Abo ab und nimmt eine Starterbox mit nach Hause. Auspacken, Router mit der DSL-Dose verbinden, Settop-Box an den Fernseher anschliessen, Netzwerkkabel zwischen Router und Settop-Box stecken, fertig! Beim ersten Start wird die Settop-Box automatisch aktualisiert und somit auf den neusten Stand gebracht. Seit ich BluewinTV nutze sind zahlreiche neue Funktionen und Möglichkeiten hinzugekommen und ich gehe auch davon aus, dass sich das so fortsetzen wird. Denn man spürt, dass Swisscom es ernst mit dem Projekt IP-Tv (so der Fachbegriff für Fernsehen über Internetleitungen) meint.
Sollte die DSL-Dose in einem anderen Zimmer sein als der Fernseher und man möchte keine grossen Verkabelungsaktionen durchführen, sind im Swisscom-Shop zudem kabellose Verbindungskits. Und wenn einem das alles zu unsicher und zu kompliziert erscheint – was es aber nicht ist… mit der übersichtlichen Anleitung schafft das fast jeder – dann kann man die Installation für eine Pauschale von Fr. 290.00 komplett durch einen Swisscom-Fachmann ausführen lassen. Dieser montiert sogar eine moderne Digitalsteckdose und weist in die Bedienung von BluewinTV ein.
Ach ja, wichtig, BluewinTV ist nicht überall verfügbar. Ob Du diesen Service nutzen kannst, erfährst Du direkt auf dem Verfügbarkeitschecker. Einfach Telefonnummer oder Adresse eingeben und schon weiss man, ob es mit BluewinTV klappen könnte.
Einige kleine Tipps für den Alltag
So, nun noch einige kleine Tipps für den harten TV-Alltag :-)
Die TimeShift-Funktion ist genial. Da schaust Du einen spannenden Film, musst aber plötzlich dringend aufs Klo. Schnell die Pause-Taste gedrückt und schon wird das Programm im Hintergrund aufgezeichnet. Bist Du zurück drückst Du Play und schon setzt der Film fort, ohne dass Du auch nur einen Moment verpasst hast. Doch aufgepasst. Bei einem Senderwechsel wird diese Hintergrundaufzeichnung zurückgesetzt. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn die Katze über die Fernbedienung läuft oder ein anderes Familienmitglied Deine wichtige Sitzung nicht mitgekriegt hat und sich der Fernbedienung bemächtigt. Die Lösung: Drücke einfach die “Record”-Taste. Dann wird die Sendung dauerhaft aufgezeichnet. Im Unterschied zu einem Videorecorder kann man aber während der Aufzeichnung auch den Sender wechseln und schon bereits während der Aufzeichnung die Sendung schauen… also zeitversetzt, gewissermassen dasselbe wie bei TimeShift.
Jede Settop-Box bringt eine weitere Fernbedienung mit sich… irgendwann hat man einfach genügend von diesen praktischen Helfern auf dem Tischchen liegen. Eine für die Settop-Box, eine für den Fernseher, eine für die Stereoanlage/Verstärker, DVD-Player, Spielkonsole etc. Universelle Fernbedienungen sollen hier helfen, doch die meisten vereinen zwar die wichtigsten Funktionen der verschiedenen Geräte auf einer Fernbedienung, doch die richtige Reihenfolge beim Einschalten, das Verändern der Lautstärke (welches Gerät ist nun für den Ton verantwortlich? TV? Stereoanlage? Settop-Box?) und andere Aktionen lassen ungeübte, wenig technikbegeisterte Anwender schnell verzweifeln. Hier habe ich mit Logitechs Harmony Fernbedienungen eine wirklich nützliche, gut funktionierende Lösung entdeckt, die ich nur weiterempfehlen kann.
Lust zum Testen? Aktuelles Angebot von Swisscom
Neugierig gemacht? Dann kann ich Dir abschliessend noch folgendes Promotionsangebot von Swisscom empfehlen. Wer bis Ende Oktober 2009 BluewinTV abonniert, bezahlt 2 Monate lang keine Grundgebühren. Mehr Infos gibts hier auf der BluewinTV-Website.
Über das digitale Fernsehen, welches Swisscom unter dem Label BLUEWIN TV vertreibt, habe ich hier schon öfters berichtet. Seit bald 3 Jahren bin ich nun Nutzer dieser Technologie und möchte heute mal Fazit ziehen.
Zu Beginn war vieles nicht wirklich so, wie man es erwartete: Massivste LipSync-Probleme (Bild und Ton nicht synchron), je nach Sender unterschliedlich gute, bzw. schlechte Bildqualität, Probleme mit Aufnahmen (Zeitpunkt), Radiofunktion ohne Senderanzeige und vielem mehr.
Inzwischen hat Swisscom aber ihre Hausaufgaben gemacht. Die Bildqualität ist sehr gut, manchmal bin ich gar unsicher, ob man einen HD-Sender eingeschaltet hat. Die LipSync-Probleme treten nur noch ganz selten auf und die von Anfang an gute Benutzerführung hat sich auch in kleinen, aber steten Schritten verbessert. Bluewin TV ist also nicht ein Produkt, das einmal gekauft, bereits veraltet ist. Vielmehr entwickelt es sich ständig weiter und die Anwender werden immer wieder aus Neue überrascht.
Klangheimlich grosses Update eingespielt!
Seit wenigen Tagen ist Swisscom nun ein weiterer, grosser Schritt der Evolution gelungen: Ganz still und leise hat sie ein weiteres Update in die Settop-Boxen eingespielt… und damit eines der am stärksten vermissten Features eingeführt.
Ab sofort kann man auch auf einer Zweit-Settopbox (Slave) die Aufnahmen von der Hauptbox abspielen und neue Aufnahmen programmieren. Sensationell, war dies doch bislang ein sehr ärgerlicher Umstand, der öfters mal auf das weibliche Unverständnis im Haushalt gestossen war.
Bislang hiess es nämlich stets: In der guten Stube (Hauptbox) gabs die volle Funktionalität und die Möglichkeit, Aufnahmen abzuspielen. Doch im Schlafzimmer (Slavebox) konnte man nur live… wie schade, wenn man eine Aufnahme lieber im bequemen Bett zu Gemüte führen wollte.
Doch dies ist nun möglich. Die Hauptbox scheint die Aufnahmen an die Slavebox zu streamen.
Weiter so, liebe Swisscom… sowas macht Freue!
Jetzt wo die Abende länger dauern, bei Grill und Bier bis tief in die Nacht gefeiert wird, finden sich Menschen und beginnen in alten Zeiten zu kramen. Da werden Erlebnisse aus der Jugend frisch aufbereitet, es wird berichtet wie man historische Ereignisse – jetzt ganz aktuell die Mondlandung – erlebt hat und trauert alten Sachen wie dem Commodore C64, dem Plattenspieler oder Akkustikkoppler nach… natürlich wünscht sich das niemand zurück, doch es wird einem bereits beim Gedanken daran warm ums Herz.
Möchtest auch Du genau jetzt in Erinnerungen schwelgen? Dann solltest Du Dir die SRG SSR Timeline ansehen. Völlig zufällig bin ich auf dieses Portal unseres Schweizer Nationalfernsehens gestossen und habe stundenlang im Archiv gekramt. Es fasziniert mich, in alten, teilweise noch in Schwarzweiss gedrehten Nachrichtenbeiträgen und Dokumentationen zu wühlen und sich damit ein wenig in die damalige Zeit rein zu versetzen.
Vielleicht bist Du gerade an den letzten Ferienvorbereitungen, praktisch abfahrbereit und quälst Dich mit Millionen anderen Menschen über die Autobahnen. Autobahnen? Heute eine Selbstverständlichkeit… doch das war nicht immer so. Ein ganzes Dossier zum Thema Schweizer Autobahnen findet man in diesem spannenden Archiv. Viel Spass!
Früher war alles so einfach: Da gab es einen Fernseher mit einer Fernbedienung. Ebenso einfach waren die Ansprüche an die Technik. Doch heute benötigt der ambitionierte Cineast eindeutig mehr Technik im Wohnzimmer: Plasma-TV, AV-Reciever, DVD-Player, digitale Settop-Box, iPod-Lautsprechersystem und so weiter. Dementsprechend viele Fernbedienungen zieren die edle Stube und resultierend niedrig ist der Woman Acceptance Factor.
Als Lösung für besagtes Problem buhlen seit Jahren universelle Fernbedienungen jeglichen Coleurs. Allesamt versprechen Sie eine Vielzahl von Fernbedienungen in einer einzigen zu vereinen. Die Vielfalt ist unzählbar gross, daher bieten auch fast alle Anbieter ein Lernfeature. Damit lassen sich die universellen “Genies” theoretisch beliebig programmieren.
Meine Erfahrungen jedoch waren alles andere als berauschend. Mal fehlen wichtige Tasten, so dass man trotzdem wieder die Originalfernbedienungen griffbereit haben muss. In einem anderen Fall lässt sich die eine oder andere Funktion schlicht und einfach nicht der Fernbedienung beibringen und zuguterletzt liess die Ergonomie meist zu wünschen übrig. Meine letzte Universalfernbedienung war die Kameleon 6 von One4All. Auf den ersten Blick ein berauschendes Touchscreen-ähnliches Konzept, auf den zweiten Blick nichts für Gelegenheits- und Blindzapper, da die Tasten nicht fühlbar sind. Die paar wenigen echten Tasten sind schwerfällig und die Makrofunktion praktisch unbrauchbar. Da wäre ich nämlich bereits beim Hauptthema.
Bisher Tasteninferno für einfachste Dinge
Um zu fernsehen muss man bei mir einige Aktionen durchführen: TV einschalten, AV-Reciever einschalten, Bluewin TV Settop-Box einschalten. Danach Eingang beim TV wählen (HDMI), den AV-Reciever auf “Video 2″ schalten… insgesamt müssen rund 10 Tasten gedrückt werden.

Als Alleinherrscher in meiner bisherigen Singlewohnung war dies zwar unkomfortabel, aber kein Problem. Jetzt steht wie allseits bekannt der Zusammenzug mit meiner Freundin an… und damit war diese Lösung definitiv nicht mehr tragbar. So begann ich zu forschen und entdeckte Logitechs Harmony Fernbedienungen. Die “Harmony 555″ ist mit einem Preis von knapp Fr. 130.- ein wahres Schnäppchen – im Vergleich zu den anderen Modellen zumindestens. (Das nächst grössere Modell, die Harmony 785 unterscheidet sich im Prinzip nur im integrierten Display – Farbe statt Monochrom) und zwei zusätzlichen Knöpfen. Der restliche Funktionsumfang scheint identisch.) So liess ich mir die Harmony 555 zusenden und begann mit der Installation.
Eines vorweg: Angeblich benötigt man weniger als eine Stunde für die Konfiguration. Für die Grundfunktion mag dies stimmen, doch bevor man die perfekte Programmierung hingekriegt hat und das Gerät feingetuned ist, können locker 5 Stunden oder mehr vergehen. Doch sowas schreckt mich ja bekanntlich nicht ab, vielmehr macht mir das Spass.
Unvergleichbares Konzept: Aktionen statt Fernbedienungen
Alle mir bisherig bekannten Universalfernbedienungen vesuchten möglichst viele Fernbedienungen zu vereinen. Der Technikfreak wählt somit zuerst den TV-Modus, schaltet den TV ein, dann wechselt er in den AV-Modus und startet den Reciever, wählt dort den korrekten Audiokanal und nun schaltet er in den Settop-Modus um die Bluewin TV Box zu aktivieren. Da brauchts ja fast eine Anleitung dazu.
Die Logitech Harmony Fernbedienungen hingegen verfolgen ein komplett anderes Konzept. Man wählt nicht die zu bedienenden Geräte, sondern unterscheidet sogenannte “Aktionen”. So habe ich bei mir eine “TV schauen” genannt, eine andere “DVD wiedergeben” und die dritte “Radio hören”. Wenn dann die Spielkonsolen angeschlossen sind, vervollständige ich die Liste mit “PS2 spielen”, “XBOX spielen” etc.
Eine Aktion definiert sich durch eine Anzahl von verwendeten Geräten. Diese werden somit mit einem Tastendruck eingeschaltet. Und genau hier begeisterte mich das nächste Detail. Die Harmony merkt sich stets den Status der einzelnen Geräte. Wechsle ich von “TV schauen” nach “DVD wiedergeben”, so wird nicht erst der Fernseher ausgeschaltet um nachher wieder eingeschaltet zu werden. Es werden nur die notwendigen Aktionen durchgeführt. Das klingt schon mal genial, doch ich darf davon berichten, dass dies in der Praxis vorzüglich funktioniert.
Hilfe im Notfall
 Trotz aller Begeisterung muss natürlich hinzugefügt werden, dass die Kommunikation zwischen Fernbedienung und Geräten immer eine Sackgasse ist. So kann es vorkommen, dass ein Gerät einen anderen Zustand aufweist, als die Fernbedienung vermutet. (Zum Beispiel durch Verwendung einer anderen Fernbedienung, nicht Empfang eines Signals, manueller Eingriff am Gerät, Absturz etc.) In einem solchen Fall wäre ebenfalls wieder der Techniker im Hause gefragt… sofern es sich nicht um die Harmony handeln würde. Denn dieses schmucke Teil – auch haptisch ist es ein Leckerbissen – verfügt über eine Help-Taste. Kurz gedrückt und schon wird man mit zwei oder drei Ja/Nein-Fragen zumZiel geführt: “Ist die Bluewin TV Box eingeschaltet” (ja), “Läuft der Fernseher” (nein), “Läuft der Fernseher jetzt” (ja)… Problem gelöst.
Die Programmierung
Die Programmierung der Fernbedienung erfolgt komplett am PC. Die Software ist idiotensicher. Noch nie zuvor erlebte ich in Anwendungsprogrammen Assistenten, welche wirklich nützlich wären. Doch Logitech überrascht auch hier. Es lohnt sich, im Falle eines Problems die Assistenten zu nutzen, die Fragen genau zu lesen und entsprechend zu handeln. Und sollten alle Stricke reissen, so steht eine vorbildliche kostenlose Hotline von Montag bis Samstag bereit.
Ich merke schon, ich bin der Lobhudelei erlegen. ;-) Doch ich finde, die Freude an einem wirklich ausgereiften Gerät soll man weitergeben. Zu lange habe ich mich in den letzten Jahren mit einer Vielzahl von Fernbedienungen umgeben und mich stets ab dem Kudelmudel im Wohnzimmer genervt. Jetzt ist es aufgeräumt.
Tipp für Bluewin TV Nutzer: Radio deluxe
 Die Radiofunktion von Bluewin TV liess sich bisher (mit der originalen Fernbedienung) nur begrenzt nutzen. Man konnte zwar in den Radiomodus “blind” (also ohne eingeschaltetem TV) wechseln, war aber völlig orientierungslos. Nicht mal das Kanalwechseln war vernünftig verwendbar: Richtungstaste (um die Auswahlleiste zu bewegen) und OK um den Sender zu wechseln. Auf meiner Harmony 555 habe ich das nun ganz elegant gelöst. Drücke ich auf “Radio hören”, wird Verstärker und Bluewin Settop-Box eingeschaltet, die Eingänge korrekt gewählt und der zuletzt aktiven Sender gestartet. Auf dem Display habe ich die wichtigsten Sender mittels “Tastensequenz” direkt programmiert. (Bis zu 255 Aktionen/Sequenzen lassen sich dort unterbringen…) So kann ich nun per Tastendruck die Lieblingsstationen aufrufen. Ebenso habe ich die Kanalwechsel-Tasten CH+ und CH- so programmiert, dass nicht nur in der Liste eine Zeile nach oben oder unten bewegt wird, sondern auch gleichzeitig OK gedrückt wird, damit der Sender gestartet wird. So kann ich also bequem durch die Dutzenden von Sendestationen zappen. Und sollte ich mich dennoch verirren, drücke ich “TV/Liste ein” und schon sehe ich am Fernseher die Senderliste dargestellt.
Das einzig Seltsame
Ach ja, das einzige Seltsame was ich bislang finden konnte, ist ein etwas seltsamer Eintrag in den FAQs, wie das nebenstehende Bild zeigt. Vermutlich hat da einer bei der Erfassung die falsche Sprache angekreuzt. :-)
Ich schliesse nun diesen Artikel mit einer ganz klaren Kaufempfehlung! Und vielleicht wäre das sogar ein heisser Geschenktipp – nebst einem hübschen Schmuckstück ;-) – für Deine Fernbedienungssalat-genervte Frau?
Weblinks:
Heute abend lief auf SF1 die deutsch-schweizerische Koproduktion “Seenot” mit Eva Mattes, Stefan Gubser und Ralph Gassmann in den Hauptrollen. Für die Schweizer Zuschauer ein Schweizer Film, für die deutschen Zuschauer ein Tatort mit Kommissarin Klara Blum. Insgesamt ein spannender, gut inszenierter Krimi, länderübergreifend und vertraut… kein Wunder, erkannte man als Ostschweizer doch einige Drehorte. Endlich einmal ein Schweizer Film, der nicht wie üblich in Zürich, im Berner Oberland oder im Wallis spielt, sondern in der schönen Ostschweiz (und natürlich Süddeutschland). Der Film war teilweise in schweizerdeutschem Dialekt, teilweise Schwäbisch, teilweise Hochdeutsch… eine adrette und vor allem authentische Mischung.
Schade fand ich, dass einige Szenen offensichtlich nachsynchronisiert wurden. Ich vermute, dass diese Szenen für den deutschen “Tatort” gleich in Hochdeutsch gedreht wurden. Dies bestätigte der Schauspieler Ralph Gassmann im Livechat mit den beiden schweizerischen Hauptdarstellern auf SF.tv:
Da es eine Ko-Produktion mit Deutschland ist, war von Anfang an vorgesehen, dass es eine Schweizer Dialektfassung (bzw eine Schweizer Film-Version) und eine Deutsche “Tatort”-Version gibt. D.h. einige Szenen wurden nachsynchronisiert, da Stefan und ich in der original Tatort-Version mit einander Hochdeutsch mit Schweizerdeutschem Akzent sprechen.
Leider ist diese Synchronisation nicht wirklich gelungen. In vielen Szenen waren die Lippenbewegungen im Vergleich zum Gesprochenen sehr ungenau, auch gab es starke Abweichungen im Klang. Mal klang es realistisch, dann wieder wie aus dem Schuhkarton. Schade eigentlich.
Trotzdem möchte ich die Verantwortlichen loben:”Seenot” ist ein erfrischend andersartiger Krimi mit viel Lokalkolorit, Charme und interessanten Charakteren. Es wäre schön, wenn diese Annäherung nicht einmalig wäre und sich SF1 der “Tatort”-Produktion wieder anschliessen würde.
Wann “Seenot” in der hochdeutschen Tatort-Fassung ausgestrahlt wird, steht offenbar noch nicht fest.
|
|
Neuste Kommentare