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Stop & Motion mit Legos
1Ein regnerischer Sonntag erwartete uns heute. Tim hatte die Idee, einen kleinen Trickfilm zu drehen. Packen wir den Stier also an den Hörnern, schnell das Setting eingerichtet und losgelegt.
Die anfängliche Idee wollte einfach nicht so recht funktionieren; zu instabil und unpraktisch war Tims seltsame Transformers-Figur. So holte er kurzerhand seine grosse Lego-Sammlung und wir versuchten es damit.
Bild für Bild wurden die Figuren platziert und am Schluss animiert. Das Ergebnis dauert zwar nur gerade knapp 20 Sekunden – bei insgesamt vier Stunden Arbeit nicht gerade viel – doch es hat Spass gemacht und macht Lust auf mehr.
Zur Technik:
Kamera (Canon EOS 5D Mk II, EF 100 mm oder EF 50 mm-Objektiv), Kabelauslöser, Stativ und ein LED-Licht zur Lichtgestaltung. Mittels «Time Lape Assembler» aus den einzelnen Fotos einen Rohfilm berechnet, mit iMovie dann geschnitten und vertont.
Ach ja… ich möchte ja gar nich wissen, wieviel Aufwand hinter diesem Meisterwerk stecken:
Der vergessene Akku
0Wochenenden sind Hochzeitszeit. Wenn ich mich am Samstag morgen für einen neuen Einsatz bereit mache, durchlebe ich immer wieder dieselben Überlegungen: Hab ich alles eingepackt, was ich heute brauche? Sind die Akkus auch wirklich alle geladen? Objektive und Sensoren von Staub befreit? Genügend Speicherchips dabei und frisch formatiert?
Ich sag Euch, auch wenn man sich eine kleine Checkliste bereitgelegt hat, eine grosse Portion Nervosität und Unsicherheit – bei Schauspielern nennt man das wohl Lampenfieber – überkommt mich jedesmal. Gewissheit, dass alles geklappt hat, gibts erst zu später Stunde bei der Heimkehr.
Eine besonders unangenehme Situation kann entstehen, wenn ich mein Auto stehen lassen soll und mit der Hochzeitsgesellschaft zum Beispiel im Schiff oder Postauto mitfahre. Da heisst es, sich in kurzer Zeit zu entscheiden und nur das Allernötigste einzupacken…
Letztens hatte ich genau eine solche Situation. Es bot sich an, dass wir – mein Assistent und ich – zusammen mit der Gesellschaft im Postauto vom Hotel zur Kirche fahren sollten. Schnell alle nötigen Dinge eingepackt, ein paar Stative, Reflektoren etc. gebuckelt und ab ging die Fahrt. Kaum waren wir bei der etwas abgelegenen Kirche angelangt, stellte ich fest, dass die Akkus beider Kameras, wir hatten ja schon ein tolles «Gettin’ ready» und Brautpaar-Fotoshooting hinter uns – noch etwa bei 50% standen… reichts oder reichts nicht? Für die Trauung bestimmt, aber nachher bei den Gratulationen? Wahrscheinlich ja, aber ich konnte dennoch das Risiko nicht eingehen. So schickte ich meinen Assistenten los, welcher mit dem Taxi zurück fuhr und Ersatzakkus holte…
Der Witz von der Geschichte: Ich musste die Akkus den ganzen Tag nie wechseln. Sie reichten mit Ihrer Ladung haarscharf bis ans Ende meines Einsatzes… etwas nach Mitternacht. (Das ist wohl so, wie man einen Regenschirm dabei hat… dann regnets auch nie.)
Übrigens… mehr Fotos von diesem tollen Hochzeitstag findet ihr in meinem Foto-Blog.
[iOS] Hipstamatic – plötzlich ist es Kult.
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Fotografie ist meine Leidenschaft. Gerne nutze ich hierzu meine tolle Fotoausrüstung mit den vielen hochwertigen Objektiven und unzähligem digitalem Schnickschnack. Für einen Schnappschuss zwischendurch reicht natürlich auch die im iPhone integrierte Kamera, doch langweilte mich diese stets. Irgendwann stolperte ich dann über die App «Hipstamatic», installierte diese, machte einige Fotos und legte die Anwendung wieder zur Seite. «Naja, eine Fotokamera-App mit Effekten, gibts ja viele» lautete mein schnelles, wohl voreiliges Urteil.
Wochen und Monate sind seither vergangen. Inzwischen realisiere ich, dass dieses kleine, liebevoll gemachte Programm doch seine Faszination hat. Immer wieder nutze ich nun nämlich Hipstamatic um schnell einen Moment, ein Ereignis oder eine Stimmung festzuhalten. Anfänglich störte es mich, dass man nicht so genau vorher weiss, wie das Foto am Ende aussehen wird. Man wählt zwischen verschiedenen «analogen» Filmen, Objektiven und Blitzen, dann schaut man durch einen nachgebildeten, kleinen Sucher und knippst los. Erst wenn das Foto «entwickelt» wurde – das dauert gerne einige Sekunden – erfährt man, was für ein Ergebnis sich aus diesem Zusammenspiel verschiedener Faktoren ergeben hat.
Hipstamatic ist gewissermassen eine Analogisierung einer Digitalkamera, welche die Farbverfälschungen, Unschärfen und Vignettierungen alter Analogfilme und Mittelformatkameras nachbildet und – sofern man sich darauf einlässt – auch dessen Behäbigkeit und Atmosphäre vermittelt. Die damit entstandenen Bilder sind fern jeglicher Perfektion, abgesoffene und ausgefressene Stellen, abgedunkelte Ränder und Unschärfen gehören zum Konzept und verleihen den Aufnahmen den einzigartigen Charme. Mir gefallen diese Art Fotos und habe richtig Freude daran bekommen.
Die Benutzeroberfläche ist anders, umständlich und authentisch zugleich. Die verfügbaren Filme, Objektive und Blitze sind in eingeschränkter Zahl vorhanden, weitere lassen sich für einige Franken nachkaufen…. und, analog dem Konzept, ohne dass man vorher genau weiss, wie die Bilder damit aussehen werden. Hipstamatic weckte meinen Spieltrieb und nostalgischen Gefühle. Und wie ich immer häufiger feststelle, bin ich damit wohl nicht alleine auf der Welt. Vermehrt treffe ich auf andere Fans, welche ihre Bilder auf Facebook, Flickr und in Blogs zeigen und zweifelsfrei zu erkennen geben, dass dieses kleine App inzwischen zum Kult geworden ist.
Einige Hipstamatic-Bilder … so wie sie aus der «Kamera» kommen.
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