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Über Facebook und Freunde finden im “normalen” Leben…

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Inzwischen läuft mein Facebook-Account wieder und ich darf wieder an dieser eigenartig faszinierenden Community teilhaben. Obwohl sich mir der wirkliche Nutzen bislang nicht erschliesst, spüre ich, dass dieses System durchaus seinen Reiz hat. Eine neue Form der Kommunikation, bei der es nicht darum geht, sich lange und ausführlich zu unterhalten, sondern einfach mal schnell kurze Gedanken in die Runde zu schmeissen, bzw. zu lesen, was die Kollegen gerade so tun, denken, fühlen. Die Interaktion besteht darin, auf diese an die virtuelle Pinwand genagelten Gedanken mittels ebenso kurzen Kommentaren zu reagieren. Es entsteht was neues, ungewohntes, selbst für mich als Technik-Geek.

“Freunde” findet man in Facebook durch die Suchfunktion. Es ist spannend, seine ganze Vergangenheit aufzurollen und nach längst vergessen gegangenen Namen zu forschen, Leute wiederzuentdecken, zu welchen man längst keinen Bezug mehr hat. Die Hemmschwelle ist gering, eine Verpflichtung gegenüber den “alten Bekannten” ergibt sich nicht, doch man nimmt Teil am Leben der anderen… oder zumindestens an dem Teil des Lebens, welcher per Text und Foto erzählt wird.

Man stöbert in den Freundeslisten der eigenen Freunde, entdeckt so weitere gemeinsame Bekannte, fügt sie mit einem Klick der eigenen Freundesliste hinzu. Und so wächst die Liste, von Tag zu Tag. Dank der iPhone-Applikation von Facebook wird die Community mobil. Jederzeit kann man eine Notiz über den erlebten Augenblick veröffentlichen, ein Foto mit anderen “Freunden” teilen. Es entsteht eine Illusion einer riesigen Gemeinschaft von Freunden, in der Realität spricht man wohl eher von vielen Bekannten. Doch das schmälert den Reiz irgendwie nicht…

Und dann erlebe ich, in meinen Gedanken diesen Artikel vorbereitend, ein schönes Zusammentreffen in der Realität. Ich bin bei einem Kunden um einige Mitarbeiterfotos anzufertigen. Die Chemie stimmt, die Stimmung ist locker, aber professionell. Schon nach wenigen Minuten erfahre ich, dass mein Auftraggeber fast ein Nachbar ist und auch meine Partnerin kennt. Etwas später werde ich von einem anderen Mitarbeiter wiedererkannt. Vor zig Jahren, an meiner vorletzten Arbeitsstelle, hatten wir schonmal flüchtig miteinander zu tun.

Dieses Gefühl des “man kennt sich” finde ich persönlich ein sehr angenehmes. Und so beginne ich meine vorher begonnenen Gedanken weiterzuspinnen und stelle fest, dass Facebook wohl genau auf dieses Gefühl abzielt. Man kennt sich – keiner will alleine sein, keiner will unerkannt bleiben. Und ich glaube nun zu verstehen, wo die Faszination von Facebook beginnt und versuche nun zu entdecken, wo sie hinführt…

Unter Freunden…

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Gewisse Vorurteile und Klischees sind nicht wegzudiskutieren. Und wenn auch mein Herz bei der diesjährigen Europameisterschaft nicht gerade für unsere deutschen Nachbarn schlug, so erfreute ich mich heute an deren herzlichen Gastfreundschaft. Auf der Dachterasse unseres Mutterhauses in München genoss ich mit Arbeitskollegen verschiedenster Nationen einen gepflegten Fussballabend mit BBQ-Grill, Kickerturnier und natürlich einer Grossleinwand. Es ist immer wieder schön für mich zu sehen, dass der Gedanke einer “grossen Familie” immer noch gelebt wird. Natürlich wird gestichelt und es geschieht ein kleiner verbaler Kampf der Nationen, doch zu jedem Augenblick spürt man, dass man sich unter Freunden befindet. Gemeinsam wurde gefeiert, die Daumen für die eine oder andere Mannschaft gedrückt, gewitzelt und viel diskutiert. Ich entdeckte neue Facetten an Kollegen, welche ich schon seit Jahren kenne und mir trotzdem bisher irgendwie fremd blieben.

Wenn ich der Euro 2008 wirklich was abgewinnen kann, dann ist es die verbindende Eigenschaft zwischen den Nationen, zwischen uns Menschen. Nie zuvor habe ich derart viele Fussballspiele am TV miterlebt und mich mit Mitmenschen jeglichen Couleurs über das Gesehene, Gefühlte und Mitgefieberte ausgetauscht.

Ich finde es jetzt schon schade, dass dieser tolle Anlass bereits am Sonntag zu Ende geht. Und ebenso wehmütig beginne ich auf diese Zeit des gemeinsamen Wetteiferns, Hoffens und Trauerns zurückzublicken… und freue mich auf die WM in zwei Jahren.

Die Kraft des Tanzes

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Ich war nicht fit, hatte irgendwie keine Lust zum Tanzen heute abend. Trotzdem habe ich mich überwunden und ging in die Tanzschule.

Soeben kam ich nach Hause, wie Du anhand der Zeit siehst, zu später Stunde. Es war ein herrlicher Abend mit viel Gelächter und Freude. Zuerst innerhalb des Tanzkurses beim Discofox, danach beim Quickstep. Gerade letzterer fetzt, wenn der “Zwänzger gheit” ist. Danach spazierten wir, in der vom vorher stattgefundenen Gewitter geschwängerteten Luft, gemütlich am See entlang zur Seebar Sambao, wo wir in gemütlicher Runde einen Schlummertrunk durch unsere Kehlen wandern liessen. Und bei passender Musik liessen wir an ungewohntem Ort auch noch die Tanzbeine arbeiten, stets auf der Hut nicht mit dem Servicepersonal zu kollidieren.

Unsere Tanzgruppe trennte sich danach. Ich war fit wie ein Vollkornbrot, die anfängliche Unlust längst vergessen, keine Spur mehr von Mattheit. So kam es, dass mich meine Tanzpartnerin Frieda ins benachbarte Trischli begleitete. Eigentlich ein Dancing mit viel zu kleiner Tanzfläche und eher Discotanz denn Paartanz, doch wer mich kennt weiss, das ist kein Hindernis. So tanzten wir und tanzten wir, schufen uns den nötigen Platz auf dem Parket und liessen unsere Schweissdrüsen auf Hochtouren arbeiten. Danke Frieda, es hat riesig Spass gemacht!

Nun bin ich zuhause, völlig durchnässt, spüre einige Muskeln und die Füsse sehnen sich nach einem kühlen Fussbad. Und mein Geist ist zufrieden, meine Seele entspannt und mein Ich hat Kraft geschöpft für ein schönes langes Wochenende im Bündnerland. Einmal mehr habe ich erkannt, dass das Tanzen für mich eine besonders schöne Energiequelle darstellt, welche ich nie versiegen lassen möcht’.

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