Immer diese Gewaltspiele

Ich will jetzt nicht eine weitere Diskussion um Gewalt in Videospielen lostreten. Doch da ich aus beruflichen Gründen diesbezüglich sensibilisiert bin und immer damit konfrontiert werde, stechen mir damit verwandte Dinge sehr schnell ins Auge.

So fragte ich mich kürzlich beim Betrachten einer Ladenauslage, ob «Hühnchen-Rupfen» für die Gegner von Gewaltspielen noch als Kinderspiel durchgeht. Denn trotz farbenfroher und kindgerechter Aufmachen gehts hier um den «Riesen Spass beim Federn rupfen»

Hühnchen-Rupfen...

Und bevor Ihr Euch nun hinterfragt: Ja, ich erzähle dies voller Ironie… ist ja eine lustige Idee und ich bin überzeugt, dass sich kein Kind danach ein echtes Tier als Übungsobjekt besorgt.

Wahrlich absurd war aber ein Plakat, welches ich einige Meter später entdeckt hatte:

Autsch... Ein Plakat zur falschen Zeit am falschen Ort. ;-)

Wenn man zuviel Zeit hat…

… dann könnte man häufiger den Blog mit Neuem befüllen. :-) Naja, es gibt Phasen im Leben, da geniesst man, da erlebt man und andere Dinge rücken ein klein wenig in den Hintergrund. Doch keine Angst, mein Blog lebt und ich habe schon viele Dinge gesammelt, welche nur auf die Veröffentlichung warten.

oder

… dann geht man in ein Kino, engagiert ein Dutzend Leute und dreht im Stop-Motion-Verfahren ein kultiges Video. Mir wurde dieses gestern an einem Meeting vorgespielt und war total verblüfft und fasziniert. Beachte vor allem auch den ausgefeilten Soundtrack:

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Übrigens: Im Abspann erfährt man übrigens, dass das dies eine Produktion Made in Switzerland ist.

So, und jetzt gehts ab nach Berlin. Schöne Pfingsten wünsche ich! Die Jungs und Mädels haben noch weitere solche Kultgames nachgespielt:

Pong

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Pole Position

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Tetris

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Apropos Tetris, in Japan gibts sogar eine Tetris-Spielshow im TV :-)

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Gewalt und Games: Sachliche Diskussion erwünscht

In meinem beruflichen Umfeld bin ich ständig mit den Problembereichen Jugendschutz, Gewalt und Videogames konfrontiert. Seit meiner frühen Jugend bin ich Computerbesitzer und habe mich auch schon mit allen denkbaren Arten von Spielen auseinandergesetzt… und trotzdem habe ich mich wider den Mutmassungen gewisser Medien und Politiker zu einem anständigen Mann entwickelt, welcher angewendete Gewalt absolut verurteilt.

Durch verschiedene schreckliche Vorfälle der letzten Jahre angeheizt, nennen wir mal die Amokläufe verschiedener junger Menschen, keimt diese Thematik schnell wieder auf und wird zu einem wichtigen Thema im Wahlkampf verschiedener Politiker. Diese machen es sich bei der Suche nach den Ursachen teilweise etwas zu einfach und werfen die Videogames als Hauptursache für jegliche Verrohung und Gewalt in die Runde, häufig ohne je selbst ein solches Spiel erlebt, gespielt, ja, je gesehen zu haben. Wichtig scheint nur, dass man kann sich damit im hartumkämpften Parteienprogramm profilieren kann.

So erhielt jüngst der SVP-Nationalrat Roland Borrer in der Sendung Rundschau die Möglichkeit, von der Problematik der zu Hause gelagerten Armeewaffe abzulenken und Computerspiele als Grund für das Tötungdelikt von Höngg zu nennen:

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Ein Blick in das Gästebuch des besagten Politikers ist übrigens sehr lohnenswert.

Auch die Medien vergessen gerne, dass die Gründe für die gewalttätigen Auswüchse an vielen Orten zu suchen sind: Ein Mensch benötigt erst einmal die nötige Kompetenz um mit den heutigen Medien wie Games, aber auch Fernsehen, Kino, DVDs, Internet, selbst Musik etc. umgehen zu können. Diese Medienkompetenz hat man nicht, nein, man muss sie erlernen. Wie an so manchen Orten zählt das Mass aller Dinge, zuviel ist ungesund. Eine gute Erziehung, eine fruchtbare Auseinandersetzung mit den Medien innerhalb der Familie und ein gesundes Mass sind da bereits gute Grundlagen. Der Traum jedes Sozialwissenschaftlers und jedes Politikers wäre es wohl, wenn es einen einzelnen, für alles verantwortlichen Faktor gäbe, den man für eine friedliche, gewaltlose Welt ausmerzen müsste… doch so einfach ist es nicht.

So entstehen stets aufs neue tendenziöse Berichterstattungen mit auf Vorurteilen gestützen Meinungen, lässt davon Abweichendes nicht gewähren. Der 21-jährige Bremer Student Matthias Dittmayer hat in einem Video die Berichte verschiedener Sendungen aus ARD und ZDF zusammengeschnitten und dessen Falschaussagen kurz und sachlich widerlegt:

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Spannend dazu ist übrigens auch das Interview mit Matthias Dittmayer der Süddeutschen Zeitung.

Medien zitieren, ohne zu hinterfragen, irgendwelche Studien, welche besagen, dass die Hälfte aller Schüler um 15 Jahre bereits ein”Killerspiel” gespielt habe. Es wird nicht zur Diskussion gestellt, wie das Kind überhaupt in den Besitz eines solchen Spieles gelangen konnte. Ich muss leider immer wieder feststellen, dass es häufig die (intelligenten?) Erwachsenen sind, welche in purer Ahnungslosigkeit und Gleichgültigkeit Spiele, Filme und Musik für ihre Kinder kaufen, die für sie völlig ungeeignet sind. Was soll man sagen, wenn 6-jährige Chackie Chan-Filme mit ihren Vätern schauen, 8-jährige die deftigen (indizierten!) Texte von Bushido auswendig mitrappen können und 12-jährige vom grossen Bruder brutale 18er-Spiele erhält?

Verbote alleine nützen nichts. Es braucht Vernunft und Verstand!

Wir sehen es täglich beim Alkohol. Die Gesetze sind klar, die Abgabeverbote eindeutig… und trotzdem sieht man jedes Wochenende unzählige betrunkene Minderjährige in den hiesigen Strassen, liest von Kindern welche mit Alkoholvergiftung eingeliefert werden mussten und in auf dem Pausenplatz wird damit angegeben. Verbotenes macht neugierig, dient dazu gegen die Erwachsenenwelt zu rebellieren. Doch diejenigen Jugendlichen, welche von Ihren Eltern (Vorbildern?!) gelernt haben, was ein sinnvoller Umgang mit Alkohol bedeutet, werden unabhängig von jedem Gesetz und Verbot besser reagieren und sich selbst vor Exzessen schützen.

Dasselbe gilt auch für die Videospiele, DVDs, Musik, Internet etc… behüten heisst doch nicht, das Kind vor jeglichem Ungemach die Augen zuzuhalten, sondern es stattdessen zu sensibilisieren, die Gefahren aufzuzeigen, seinen Verstand reifen zu lassen.

Einige interessante Links zur Thematik und Meinungsbildung:

Weitere Berichte aus der Blogszene:

Es wäre schön, wenn mit diesem Beitrag ein Nachdenken erreicht werden kann. Ich wünsche mir eine sachlichere Diskussion unter Abwägung aller Argumente und zu guter Letzt das Bewusstsein, dass es ein wesentliches Element einer guten Erziehung darstellt, wenn dem Kind/Jugendlichen eine gehörige Portion Medienkompetenz in den Rucksack fürs weitere Leben gepackt wird.

gbase.ch – Meine tägliche Portion Game-News

Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

In meiner täglichen Arbeit erreichen mich unzählige Anfragen und hilfsbereit wie ich bin, nehme ich mich deren gerne an. Doch auch wenn ich von unzähligen Games umgeben bin und sich auf meinem Arbeitstisch die PC- und Konsolenspiele nur so stapeln, allwissend bin weder ich noch mein tolles Team. Logisch. In solchen Fällen heisst es dann häufig “Recherchieren”. Nebst Herstellerwebsites kommt da eine Website immer wieder zum Einsatz: gbase.ch. Seit über sieben Jahren gibts diese Website, welche sich voll auf die Wünsche der Gamer konzentriert und hat sich für mich inzwischen zu einer wichtigen Informationsquelle entwickelt.Nach eigenen Angaben sollen über 30 Mitarbeiter täglich die zahlreichen News aus der Gamesbranche zusammentragen und recherchieren, Neuerscheinungen ausgiebig testen und zahlreiche Tipps und Cheats sammeln. So gehört für mich der RSS Newsfeed seit jeher zu meiner täglichen Lektüre. gbase.ch hat hier übrigens ein ganz praktisches Feature geschaffen: Man kann sich die Inhalte der RSS Feeds selbst zusammenstellen. So kann man beispielsweise auf Meldungen, welche eine bestimmte – nicht im eigenen Besitze stehenden – Konsole betreffen, einfach ausblenden.

Häufig fragen unsere Kunden nach Demoversionen, um sich vor dem Kauf eines Spiels selbst ein Bild davon zu machen. Diese Demoversionen stehen auf den jeweiligen Produktwebsites zum Download bereit. Aber auch Patches und wichtige Treiberupdates gehören zu den begehrten Downloads. Doch häufig sind deren Server arg strapaziert wenn nicht gar überlastet, so dass ein Download schnell zur Geduldsprobe wird. gbase bietet hier einen Highspeed-Downloadserver an… und das gar kostenlos. Es ist weder eine Registrierung noch eine Mitgliedschaft notwendig. Ich habe schon einige Downloads darüber getätigt und bin mit den Transferraten mehr als zufrieden.

Manche Spieler haben ihr Engagement einem einzigen Spiel verschrieben und interessieren sich nur begrenzt für das, was jenseits ihres Tellerrandes passiert. Mit einer kostenlosen Registrierung können sich diese Spieler für ein Gameabo einschreiben und erhalten in Folge alle News, Tipps, Berichte, Patchinfos und Reportagen, welche das festgelegte Spiel, Genre oder Hersteller betreffen.

Zum Thema Registrierung eine Kritik an gbase.ch und ein Tipp für Dich zugleich: Das Registrierungsformular verlangt das Akzeptieren der Nutzungsbedingungen. Hierzu setzt Du das passende Häkchen. Klickst Du jetzt auf Absenden, wirst Du angemahnt, erst die Nutzungsbedingungen auch zu lesen. Du musst also nicht nur den Haken setzen, sondern zusätzlich auf “Nutzungsbedingungen” klicken. Machst Du das und achtest nicht im Speziellen darauf, wirst Du beim zweiten Versuch wieder eine Meldung erhalten: “Der Sicherheitscode darf nicht leer bleiben.” Durch die erste Fehlermeldung wurde nämlich besagtes Feld wieder gelöscht. Dieses Verhalten finde ich etwas umständlich und verwirrend, in Sachen Usability also verbesserungswürdig.

Zuletzt möchte ich noch auf die Testberichte - neudeutsch Previews und Reviews genannt – hinweisen. Die Schwierigkeit als Käufer besteht darin, die Spreu vom Weizen zu trennen. Nebst einigen herausragenden Spielen gibt es aber eine grosse Masse von Titeln welche bestensfalls einen Sammler ansprechen. Die zahlreichen Testberichte können einen bei der Kaufentscheidung gut weiterhelfen. Auf 1-3 Bildschirmseiten beschreibt der Tester seinen subjektiven Eindruck eines Spieles und versucht auf einer Fazit-Seite ein objektives Resumée mit Wertung abzugeben.

So, und inzwischen habe ich die Demo von Crazy Maschines II heruntergeladen und werde mich nun dieser zuwenden…

Suisse Toy vs. Games Convention

So weit diese beiden Messen mit Spielbezug geografisch auseinanderliegen (GC in Leipzig, SuisseToy in Bern), so unterschiedlich gestalten sich diese. Seit heute bin ich nämlich in Bern wo wir in den BEA Messehallen bis Sonntag unsere Familienspiele für Nintendo DS, Wii, PS3, PC und Konsorten präsentieren. Jetzt sitze ich in einem gemütlichen Landhotel, etwas ausserhalb, und lasse den ersten Messetag révue passieren.

Mein erstes Fazit: In Bern geht es ganz klischeehaft alles etwas ruhiger und stressfreier zu und her. Die Besucher haben und nehmen sich Zeit um die Games anzuspielen, Fragen werden gerne gestellt und wenn man dem Vater ein Ferrari-Poster, dem Töchterchen ein Horse Life-Aufkleber und dem Sohnemann ein Schlüsselband schenkt wird einem das ehrlich gedankt, von Gier und Masslosigkeit keine Spur.

Aber auch in Bezug auf die körperliche Belastung gibt es positives zu berichten. Da die SuisseToy eine Spielemesse und keine Videogamesmesse darstellt, ist auch die Aufmachung weniger spektakulär. Klar, da gabs schon Leute welche die Action, den Trubel und vor allem die unzählbaren “Babes” der GC vermissen, doch ansonsten gibts in den Hallen viel Luft und die Lautstärke hält sich auf äusserst erträglichem Masse, eine vernünftige Diskussion mit den Gästen ist daher jederzeit möglich. Kurz um, der erste Messetag ist verstichen und ich könnte Bäume ausreissen. ;-) Doch vorher werden wir nun lecker speisen und uns eine Runde Poker geben…

“Wir langweilen die Leute zu Tode”

Electronic Arts – dem wohl grössten Spielepublisher der Welt – nimmt selbst seine eigene Firma im Wallstreet Journal-Interview nicht von seiner Kritik aus. John Riccitiello bemängelt das Ausruhen der Spielebranche auf dem sicheren Erfolg von Sequels, anstatt die Spieler stets mit neuen Ideen und überraschenden Inhalten zu vergnügen.

“Wir langweilen die Leute zu Tode und machen Spiele, die immer schwerer zu spielen sind”, so die deutliche Ansage von Riccitiello laut golem.de.

Klar, es ist bestimmt ein sicherer Erfolg, wenn sich Die Sims zum nicht gezählten Mal mit einem neuen Add-On beschäftigen, die Fussballer in Fifa 2013 noch realistischer denn je präsentieren und Halo 5 die Egoshooter unter Euch zu heissen, unerbittlichen Gefechten anheizt.

Die nie geklärte Frage, ob zuerst das Huhn oder das Ei da war, stellt sich auch in dieser Thematik: Würde sich die Spieleindustrie so stark auf Sequels konzentrieren und dabei gemäss Riccitiello ganze 80-90% der Ressourcen in die Entwicklung von Fortsetzungen stecken, wenn die Spielernaturen unter uns diese nicht leidenschaftlich gerne kaufen würden?

Ich arbeite ja selbst in dieser Branche und wünsche mir oft, die Kunden hätten mehr Mut, mal was Neues auszuprobieren und sich dabei auf eine neue Spielidee und eine neue Story einzulassen. Dabei frage ich mich, ob die x-te Fassung von FIFA Football wirklich so berauschend sein kann, dass man alles andere unbeachtet im Regal liegen lassen sollte? Ich hoffe nicht, nein, ich bin davon überzeugt und immer wieder werde ich glücklicherweise positiv überrascht, wenn im Nischenmarkt neben dem grossen Fortsetzungsmarkt schöne Perlen und Juwelen auf den Käufer warten… und manchmal auch gekauft werden.

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