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Ach wie schnell die Zeit vergeht!
Bereits ist ein Jahr verstrichen, seit ich meine unvergessliche Irland-Reise gebucht habe. Dieses eine Jahr war voller Überraschungen, einigen (schmerzhaften) Tiefschlägen und unendlich viel (heilendem) Glück, (tiefer) Liebe und (wohliger) Wärme.
Darauf stosse ich an… mit einem besonders leckeren Tröpfen.
Slàinte!
Was macht man mit über 1′000 Fotos, die man während einer Reise geschossen, nein komponiert hat? :-) Ich versuchte den Weg über ein Fotobuch und tauchte ein in ein Meer an Angeboten. Viele Angebote versuchten sich an meinen Geldbeutel heranzuschleichen, doch bei zahlreichen erkannte ich dessen List und flüchtete rasch. Doch ein Angebot überzeugte mich. Bei BookFactory.ch (dahinter verbirgt sich die Buchbinderei Burkhardt AG) kostets zwar ein klein wenig mehr als bei den vielen Konkurrenzangeboten, doch dafür ist das Ergebnis mehr brilliant!
Ich gestaltete mit der kostenlosen Software ein Fotobuch mit 80 Seiten Inhalt. Die Bedienung ist kinderleicht und trotzdem leistungsstark und vielseitig. So lassen sich Seiten mit beliebig vielen Fotos, randlose Fotoseiten, doppelseitige Bilder, Textblöcke und Textseiten etc. realisieren. Der Hardcover-Einband ist komplett frei gestaltbar (ich wählte ein einziges Foto), die Fotoformate nach Lust und Laune veränderbar und auch die Seitenanzahl lässt sich jederzeit den (sich ändernden) Bedürfnissen anpassen. Ich konnte es kaum erwarten, bis das Ergebnis, ein wunderschön gebundenes Fotobuch “zum Anfassen” im Briefkasten lag.
Es hat sich gelohnt! Die Qualität und das “Anfassgefühl” hat mich derart begeistert, dass ich nun nach neuen Ideen Ausschau halte, um weitere Fotobücher “made by huwi” zu gestalten…
Da bin ich nun wieder! Zuhause angekommen, die erste Nacht im eigenen Bett verbracht. Es ist ein schönes Gefühl. Mein Urlaub durch das wunderbare, sehr farbige Irland war herrlich. Ich erlebte eine rauhe, wilde Natur, entdeckte Spuren der Vorfahren, lernte besondere Menschen kennen und hatte viiiiel Zeit für mich. Ich fühlte die Freiheit in den einsamen Regionen und durfte mich stets an einer besonderen Gabe der Iren erfreuen: Die ehrliche Gastfreundschaft.
Ich bin alleine nach Irland gereist, konnte mich also nicht in die vertraute Aura einer vertrauten Person zurückziehen, mich in der eigenen Sprache verständigen. Es war eine spannende Erfahrung in der Fremde. Obwohl es nur knapp zwei Wochen waren, werde ich künftig Fremden/Touristen ganz anders gegenüberstehen, versuchen, etwas von dem was ich erhalten habe, zurückzugeben. Die offene herzliche Art, mit der auf mich zugegangen wurde, hat mir die wohl angeborene Schwellenangst genommen. Oft haben die Iren den ersten Schritt gemacht…
Zum Schluss meiner Reiseberichterstattung – ein scheussliches Wort :-) – möchte ich Euch noch an einigen Impressionen teilhaben lassen:
 
 
 
 
 
 
Wenn Du durch Irland reist, wird Dir eines bestimmt auffallen: Ein unvergleichlicher Schilderwald. Von besonderer Faszination waren die Baustellen, welche wie Ameisen das Land bevölkerten und von ähnlich lästiger Natur waren. Diese waren jeweils so minuziös und mit erkennbarer Hingabe ausgeschildert, dass selbst ein verwirrter Orientierungsloser sich nacher in seiner vertrauten heimischen Umgebung wähnt.
Sowohl auf dem Lande wie auch in der Stadt waren die vielfältigsten Schilder zu entdecken… einige von gnadenloser Klarheit und Einfachheit, andere von verblüffend verwirrender Gestalt.
 
Ein besonderes Exemplar durfte ich in Dublin entdecken. Eine besondere Spezies belagerten tagsüber die Fussgängerzonen und versuchten zusätzliche Kunden in die Läden zu bringen. Dies mit tatkräftiger Unterstützung motivierter Mitarbeiter :-)

Jaja, ihr habt alle so gelacht, als ich erzaehlt hatte, ich ginge nach Irland. “Da schiffts doch schtaendig!” und “Wetter-technisch chasch jo gad dihei bliibe” waren nur einige der Sprueche. Hey Leute… heute Dienstag habe ich das erste Mal wirklich schlechtes Wetter erlebt. Eine ganze Woche lang hat staendig die Sonne gescheint, nur einmal hats kurz fuer 10 Minuten genieselt. Doch sonst, angenehm, trocken, schoen.
Doch so schlimm wars gar nicht. Als ich naemlich die Landkarte heute morgen aufschlug um die restlichen Etappen einzuteilen, stellte ich fest, dass ich doch noch einige hundert Kilometer vor mir habe… und am Donnerstag um 11 muss ich das Auto abgeben… so hielt mich das Wetter dankbarerweise davon ab, staendig bei allen Sehenswuerdigkeiten und sonstig schoenen Stellen anzuhalten und Fotos zu knippsen. Das wird dann auch ne Arbeit zu Hause geben. Ueber 700 Fotos sind schon zusammengekommen.
Vor einigen Wochen habe ich eine kurze, 10 minuetige Reportage ueber die einzige Seilbahn Irlands im TV gesehen. Das hat mich so fasziniert, dass ich diese Cable Car unbedingt mit den eigenen Augen sehen wollte. So fuhr ich also ueber enge Straesschen bis hin zu Dursey Island, welche nur mit dieser Cable Car erreichbar ist. Auf der Insel leben nur rund 10 Menschen, davon eine alte Frau ganzjaehrig. Die Seilbahn, in den Sechzigern erbaut, wirkt sehr abenteuerlich. Dies kommt wohl daher, da sie vorwiegend fuer den Transport von Kuehen auf und von der Insel verwendet wird… so steht beschriftet, das sie Platz boete fuer eine Kuh oder 6 Menschen.
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