Ob Chinesische Gemüsesuppen von Aldi oder Anna’s Best “Hacktätschli mit Herdöpfelschtock” – diese beiden Fertiggerichte befinden sich in bester Gesellschafft. Zumindestens wenn es um die Realitätsnähe der Abbildung auf der Verpackung geht. Diese Diskrepanz zwischen vorgeschwindeltem kulinarischem Genuss und der dem Auspacken folgenden Ernüchterung ist bei gewissen Gerichten riesig. Noch nie präsentierte sich mir der Coupé im Restaurant wie auf der Dessertkarte abgebildet und das Brötchen bei McDonalds ist wohl auch nur auf dem Foto über der Theke knusprig gebacken.
Doch die Werbung hat viel Narrenfreiheit, für meine Auffassung in vielen Fällen zu viel! Dies dokumentiert auch die Website Pundo3000.com, wo eine Projektgruppe einhundert Produkte aus allen Bereichen fotografisch dokumentiert hat: Verpackung, Detailabbildung des Gerichtes und die brutale Realität nach der Zubereitung. Viel Spass!
Leckeres Fundstück, entdeckt in einem italienischen Speiselokal in Zürich.
Truh-tan-sach-nitzel am Pilzsauce
(Kleiner Tipp: Laut vorlesen wirkt speziell witzig!)
Die für mich kulinarisch spannendste Entdeckung im vergangenen Jahr war der japanische Meerretich Wasabi. Seine eindringliche Schärfe ist spitz und heftig, übertüncht aber keinesfalls den Geschmack der entsprechende Speise. Inzwischen gibts Wasabi-Chips und Wasabi-Erdnüsse, Wasabi-Sauce und neuerdings scheints auch Wasabi-Eis zu geben. Der Geniessr-Blog veröffentlichte ein Rezept für Wasabi-Glace. Es fällt mir schwer, diese Geschmackssorte vorzustellen, doch irgendwann muss ich das ausprobieren… wer leiht mir seine Eismaschine? .-) (Aber bitte erst nach dem bevorstehenden Umzug… hehe…)
Wie versprochen folgt nun der zweite Teile der Serie «Was die Werbung verspricht»:
Aldi hat die China-Wochen ausgerufen. Die Kunden werden mit allerlei asiatischen Artikeln in die Läden gelockt, vom Wok bis hin zu asiatischen Beutelsuppen. Bei letzterem habe ich zugegriffen – bzw. zugreifen lassen – da bei knurrendem Magen so ein schneller kalorienarmer “Imbiss” (Biss????) ganz lecker schmeckt.
Aber auch hier die grosse Überraschung. Die Produktabbildung der “Asiatischen Gemüsesuppe” verspricht eine cremige Suppe mit wohl viel Tomate, Sahne und Gemüse. Lecker!
In der Tasse zubereitet war es dann jedoch eher eine simple Bouillon mit etwas aufgeweichtem Trockengemüse.
Wer kennt die Situation nicht? Da steht man im Supermarkt vor dem Regal und steht vor der Qual der Wahl. Unzählige Produkte locken mit perfekter Optik und appetitlichen Abbildungen um die Wette. Schliesslich greift man beherzt zu und die Vorfreude am bevorstehenden Mahl entwickelt sich – bis zu dem Moment, wo man dann die Verpackung öffnet.
Noch nicht lange ist es her, als ich in der Migros zu Anna’s Best “Hacktätschli mit Kartoffelstock und Rüebli” griff und mich auf ein schnelles, mundendes Mahl freute. Doch als ich vor dem Mikrowellenherd stand und die Packung öffnete, schwante mit schlimmes: Die drei Bestandteile werden in vakuumierten Plastikbeuteln geliefert. Der haptische Ersteindruck war nicht sonderlich überwältigend, die Konsitenz des Beutelinhalts fühlte sich denn auch pampig und flüssig an.
Doch das Scheusal zeigte sein Gesicht erst in ihrer vollen Pracht, als es den Teller begann auszufüllen. Das Kartoffelpüree war eine Art Milchsuppe und die Rüebli masslos verkocht (als ohne jeglichen Biss). Doch schaut selbst, ich denke das nebenstehende Foto spricht Bände…
Morgen folgt dann die nächste Folge… (und falls Du selbst ähnliches entdeckst, dann schnell ein Foto geknippst und zugemailt!)
Ach ja, bei Lamiacucina wird ein anderes Produkt aus der Anna’s Best Reihe verköstigt: Thai Green Beef-Curry. Der Autor schliesst damit ab, dass er das nächste mal zu Sheba greifen werde.
Alle Jahre wieder zieht es meine Arbeitskollegen und mich nach Leipzig – natürlich aus rein geschäftlichen Gründen. :-) Gerade eben haben wir uns zum Auftakt im Maredo Steakhouse versammelt… und nachher gehts zum ersten Caipirinha über. Schliesslich wollen wir den Erwartungen unserer deutschen Kollegen Rechnung tragen und die in den letzten Jahren eisern erarbeiteten Vorurteile ausdrücklich bestätigen.
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