Versandkostenfrei und trotzdem unzufrieden?

Kostenloser Versand und dennoch bemängeln einige Kunden unsere Versandkosten. Eine verkehrte Welt.Manchmal verstehe ich die lieben Mitmenschen nicht. Da verkaufen wir via eBay einige Artikel und versenden diese versandkostenfrei. Trotzdem gibt es einige Kunden, welche uns bei der anschliessenden Verkäuferbewertung beim Punkt “Porto- und Verpackungskosten” nicht die Maximalwertung geben. Erwarten diese etwa, dass man ihnen beim Versand noch was auszahlt?

Blöd gelaufen: Klingel geklaut

Ausschnitt aus der Onlinebestellung eines Kundens:

Zwischen Name, Strasse und Ort: Klingel geklaut, Briefkasten im Haus

Ob die Post an solchen Anweisungen innerhalb der Adresse Freude hat?

Und ich habe es gewusst!

Heute rief mal wieder ein Kunde an, welcher Probleme bei der Seriennummer-Eingabe bei einem Programm hatte. Er beschwerte sich darüber, dass wir einen fehlerhaften Code ins Handbuch gedruckt hätten.

Nun ja, möglich wäre ja tatsächlich, dass bei der Produktion etwas schief gelaufen sein könnte. Doch viel häufiger kommt es vor, dass die Kunden diesen rund 40-stelligen Code schlicht und einfach nicht korrekt abtippen. So bat ich den Kunden zu überprüfen, ob er bei der Eingabe nicht eventuell eine 0 mit einem O, oder eine 6 mit einem G oder ein i mit einem l oder einer 1 verwechselt hat. Doch er signalisierte willensstark, er mache grundsätzlich keine Fehler… oder zumindestens, dass er den Fehler sicher nicht bei sich suche, und verweigerte die konstruktive Mitarbeit bei der Problemlösung.

Nun gut, ich liess ihn den Code diktieren, notierte ihn und leitete ihn anschliessend an meinen treuen Kollegen «Schulz» von der technischen Hotline zur Überprüfung weiter.

Wenige Minuten später erhalte ich dann den Bescheid:

Er hat nur eine 6 mit einem G verwechselt.

Welche Überraschung :-D

Ich will auch bei Apple arbeiten! :-)

Seit einigen Jahren wurde ich vom normalen Technik-Geek zum iPod-Anhänger. Wie hart es ist, wenn das liebste Spielzeug plötzlich einen Wackelkontakt am Kopfhöreranschluss moniert, könnt ihr Euch fast nicht vorstellen! :-) Ok, es gibt Schlimmeres, schliesslich habe ich noch ein paar Wochen Garantie auf das gute Stück. Ich habe mich fast kneiffen müssen, ob ich nicht träume… der iPod-Service ist phänomenal!!!

Bei Apple weiss der Kunde stets woran er ist...Mittwoch abend, 17 Uhr: Ich entdecke auf der Apple Website ein Anmeldeformular für Garantiefälle. Das Ausfüllen geht ganz schnell, dank der Seriennummer muss ich nicht mal den Kaufbeleg hervorkramen. Ich erhalte eine E-Mail, in welcher ich informiert werde, dass ich nun leeres Verpackungsmaterial erhalte, um das Gerät an Apple zur Überprüfung zu senden.

Donnerstag, 10 Uhr: Ein UPS-Bote steht in der Tür und überreicht mir Verpackungsmaterial. Er hilft gleich mit und packt mein iPod ein, klebt die vorgefertigte Etikette drauf und nimmt gleich alles wieder mit.

Freitag, 12 Uhr: Per Mail werde ich informiert, dass mein Gerät in den Niederlanden bei Apple eingetroffen sei und sich nun in der Diagnose befinde. Gegen Abend heisst es dann bereits «Product replacement pending».

Montag, 8.30 Uhr: Die Statusseite meldet, dass das Ersatzgerät bereits versandt wurde. Per Mail erhalte ich zudem die Paketnummer und kann in Echtzeit den Standort des Paketes mitverfolgen.

Dienstag, 14.23 Uhr: Der UPS-Bote kommt und überreicht mir ein Paket von Apple. Schnell ausgepackt und feste gestaunt: Ich halte ein fabrikneues Gerät in den Händen! WOW!

Bravo Apple!

Spätestens JETZT erkennt man, wieso Eure Geräte zwar ein paar Fränkli teurer sind als irgendwelche asiatischen Billigdudler.

[Sarkasmus ON] Ich bin begeistert und wünsche mir einen kurzen Moment bei Euch zu arbeiten, habe ich doch die letzten Tage damit verbracht, Kunden zu beruhigen, da unser neuer Shop völlig verrückt gespielt hat: Statusmeldungen gingen verloren, Aufträge lösten sich wie von Geisterhand in Luft auf, Pakete waren trotz Paketnummer nicht auffindbar, unsere Websites waren stundenlang wegen einem Serverproblem down, usw und so fort… doch jetzt beginnt sich das Ganze zu normalisieren, hoffe ich doch wenigstens, denn der Programmierer ist aus dem Urlaub zurück! ;-) [Sarkasmus OFF]

Grössenwahn beim Cinedome (Kitag)

Als regelmässiger Kinogänger erfreute ich mich in den vergangenen Jahren stets der hochwertigen technischen Ausrüstung der St. Galler «Brüni-Kinos». Das Drumherum war zwar etwas angegraut, doch man spürte stets, dass der Kinogänger im Fokus stand. Doch vor einem halben Jahr wurden die Stadtkinos und das Cinedome an die Kitag-Gruppe verkauft. Inzwischen spürt man erste Veränderungen und mit ihnen auch den arroganten Unterton eines Grosskonzerns, welches mehr den Profit statt den Kunden in den Vordergrund aller Überlegungen stellt.

Worum gehts? «Zodiac», ein brillianter Thriller der in den Siebzigern spielt, wollten wir gestern im Cinedome erleben. Ich hatte noch Kinogutscheine (danke liebe Swisscom!), welche in jedem Kino der Schweiz und in jeder Vorstellung gültig sind.

«Perfekt, dann reserviere ich mal die Plätze und nutze dann die Gutscheine…», dachte ich mir. Doch dann die herbe Enttäuschung. Eine Platzreservation ist via Web nur noch mit einer Cinecard möglich (welche schon mal Fr. 60.- Kartengebühr kostet). Oder man kauft sich die Tickets per Kreditkarte, was dann aber das Einlösen der Gutscheine unmöglich macht.

Auf Nachfrage hin erfuhr ich, eine simple Reservation mit anschliessender Abholung und Bezahlung per Gutschein sei nur möglich, wenn ich die kostenpflichtige Hotline (Fr. 1.10/min.) anrufe. Ich finde dies irgendwie despektierlich und frech…

… und gleichzeitig erinnere ich mich nun wieder an die kleineren, freundlichen Kinobetriebe, welche es nicht nötig haben, den Grosskotz rauszuhängen.

Randbemerkung: Kitag schreibt frech als Vorteil der Cinecard:

«Reservierte Tickets mit einer Ciné-Card bleiben bis 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn bestehen, ohne Ciné-Card bis 45 Minuten.»

Als die St. Galler Kinos noch von Franz Anton Brüni und seiner Crew betrieben wurden, mussten die Tickets 30 Minuten vor dem Filmstart abgeholt werden.

Der erste Anruf nach dem Urlaub

Es gibt doch in der Tat ganz spezielle Kunden. So zum Beispiel derjenige, der mich gestern morgen anrief:

Grüezi, ich bin jetzt wieder aus dem Urlaub zurück, gerade vor 10 Minuten zu Hause eingetroffen. Nur, falls was wäre, dann könnten Sie mich dann wieder erreichen…

Welche unendlich wichtige Rolle muss ich in seinem Leben eingenommen haben, wenn ich der Erste bin, der nach seiner Rückkehr angerufen wird? Bei diesem Gedanken wird es mir fast angst und bange.

Es ist unschwer sich nun vorzustellen, dass sich derselbe Kunde auch mehrfach vom Strand bei 36 Grad per Handy gemeldet hat und mich über die neusten Berichte aus Giga.tv in Kenntnis setzte, oder?

Nebenbei bemerkt: Bei diesem extensiven Mitteilungsbedürfnis ist eigentlich jedes noch so moderne GPS-Ortungssystem überflüssig. :-)

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