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Ein leicht verspannter Deutscher…

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Letzte Woche läutete mein Telefon. Ich ging ran, lauschte den Ausführungen des Anrufers aus Deutschland aufmerksam zu. Er hatte ein technisches Problem mit einem Game, zu welchem ich jedoch keine Lösung parat hatte. So verwies ich ihn an die darauf spezialisiee technische Hotline.

Er unterbrach mich mit den Worten: «Ihrer Aussprache entnehme ich, dass Sie Schweizer sind?»

Ich bestätigte mit einem Lächeln und wie so oft meinte ich auch dieses Mal, dass dies eine frohe und freundliche Form des Smalltalks sei.

Doch dann herrschte mich mein Gegenüber unvermittelt an:
«Ich scheiss auf den Ackermann!!»

Wie? Was? Da muss ich mich bestimmt verhört haben, dachte ich noch. Doch bevor ich meiner Verwunderung Ausdruck verleihen konnte, wiederholte er sich mit denselben Worten. Ja, scheint so, dass ich mich wirklich nicht verhört hatte…

Ziemlich sprachlos erkundete ich mein weitläufiges Sprachzentrum, ob ich irgendwo eine passende verbale Reaktion darauf fände. Doch soweit kam es dann gar nicht, denn das Nächste was ich hörte war:

«Ich hasse Euch Schweizer, ihr verda***en Ar***lö**er!»
… und legte auf.

Holla… da hat einer wirklich ein verspanntes Verhältnis zu unserem Land. :-)

rasen

Zufriedenheit garantiert!

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Der Kuhhandel ist perfekt! So könnte man mein Erlebnis mit unserer Grasmähkuh (Robomow RM400 bzw. Husqvana Automover AC220) kurz zusammenfassen. Was anfänglich mit Frust gestartet ist, hat sich am Schluss zum Positiven gewendet.

Erster Akt – Der Spontankauf

Ich war am Morgen bei einem Kunden zu Werke und als wir nach getaner Arbeit im Garten sassen, besuchte uns so ein kleiner, feiner Rasenmähroboter. Fasziniert verfolgte ich sein Treiben, dachte an die Pflicht, am Nachmittag unseren Rasen zu Hause zu stutzen. Doch unser Benzinrasenmäher hatte den Winter schlecht überstanden, das Lebenselixier sickerte direkt durch die Stelle, wo normalerweise ein Benzinschläuchlein zum Motor führt. Ok, ab zur Landi und das Gerät reparieren lassen.

So stand ich nun im Laden, wartete auf die Bedienung und währenddessen stolperte ich über ein unschlagbares Angebot. Robomow RM400 nannte sich die Rasenkuh… die Impressionen vom Morgen waren noch so frisch und präsent, schon kurze Zeit später fuhr ich das Gerät nach Hause. Begrenzungskabel und Ladestation waren bald installiert und nach einigen Optimierungen startete die Kuh seinen Motor. «Uiiii… das ist aber laut… sehr laut!»

In der Anleitung las ich dann, dass die Lautstärke bis zu 85 Dezibel beträgt, im Ecomodus dann noch einiges weniger. Nun ja, Ecomodus aktiviert und in der Tat, es war leiser… und dennoch massiv lauter als das, was ich am Morgen im Garten meines Kundens gesehen hatte.

Zweiter Akt – Ja oder nein?

In den nächsten Tagen durchlebte ich ein Wechselbad der Gefühle. Immer wieder aber überwiegte der Frust für teures Geld etwas gekauft zu haben, was mich nicht wirklich zufrieden stellt. Ok, der Rasenschnitt war ganz in Ordnung, das Gerät verrichtete zuverlässig seinen Dienst, doch irgendwie hatte ich ständig das Gefühl, dass hier ein Holzpflock arbeitete. Die Antriebsgeräusche waren bestimmt unter den gesetzlichen Grenzwerten, dennoch deutlich zu laut und nervig, um dabei im Garten zu entspannen oder zu arbeiten. Der Mäher arbeitete wenig feinfühlig, wenn er an ein Hindernis stiess, dann jeweils mit Schmackes. Klar, Lärmempfinden ist subjektiv, doch als wir dann auch noch von Nachbarn auf die Geräuschentwicklung angesprochen wurden, kontaktierte ich die Landi und sprach meine Unzufriedenheit an.

Der Geschäftsführer nahm sich mir an und wollte sich mit dem Hersteller in Verbindung setzen. Doch leider kam er damit zu keinen neuen Erkenntnissen, er konnte lediglich den bereits aktivierten Eco-Mode empfehlen. Zum gleichen Resultat kam ich, als ich selbst die Hotline bemühte. Ich drängte nicht auf eine Rückgabe, innerlich befasste ich mich gar mit dem Gedanken, das Gerät über Ricardo zu vertickern und den Abschreiber als Lehrgeld zu verbuchen.

Umso erfreuter war ich dann auch, als mir die Landi anbot, das Gerät zurückzunehmen. Mir war klar, dass damit der Rasenmäher für den Laden nicht mehr – zumindestens nicht mehr zum Neupreis – verkäuflich wäre, auch das Verbrauchsmaterial wie Begrenzungsdraht und Rasenhaken waren nun gebraucht. Das Gerät war ja doch bereits fast vier Wochen im Einsatz. Trotzdem wurde mir der volle Kaufbetrag erstattet… und mein Angebot, mich an der Wertminderung zu beteiligen, wurde freundlich abgelehnt: «Ihre Zufriedenheit ist uns wichtiger!»

Wow! Damit hätte ich nicht gerechnet, darum möchte ich an dieser Stelle der Landi und dessen Geschäftsführer ein Kränzchen winden. Wenn nur alle so kulant und kundenorientiert wären!

Dritter Akt – Neuinstallation

Gleichentags fuhren wir bei einem in der Region bekannten Händler von Husqvana Rasenrobotern vorbei. Nach einer kurzen Demonstration war ich überzeugt und sagte salopp: «Ist gekauft, wenn er am Nachmittag installiert werden kann.»  Der Chef war noch nicht da, also versprach man mir einen Rückruf. Dieser folgte dann auch prompt, kaum war ich zu Hause… und eine knappe Stunde später verrichtete die neue, nun endlich leise arbeitende, Nachbarn-schonende Rasenkuh ihren Dienst. Heute, zwei Tage später, bin ich mehr als begeistert. Die Schnittqualität ist noch um einiges besser, das Gerät arbeitet leise (nur leise «Kaugeräusche») und fährt Hindernisse stets vorsichtig und mit Bedacht an…

Fazit

Die Landi Goldach hat sich von ihrer besten, kundenfreundlichen Seite gezeigt – was ich sehr schätze und keineswegs als selbstverständlich erachte. Das neue Gerät arbeitet piccobello und ich bin nun zufrieden und glücklich.

 

Bernhard Stoelzel gefällt dieser Artikel

Sinneswandel bei Swisscom

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Fehler passieren, selbst bei grösster Achtsamkeit. Gestern erlebte die Swisscom wohl ihre grösste Panne: Mehrere Stunden lang war der mobile Internetzugang gestört. Naja, das ist sehr ärgerlich und bei geschäftlicher Nutzung (z.B. in Kreditkartenterminals oder zur Business-Kommunikation) teilweise auch mit unangenehmen Auswirkungen. Doch wenn man von einem solchen Problem weiss, dann findet man temporäre Ausweichlösungen… nur genau an diesem Punkt bekleckerte sich Swisscom gar nicht mit Ruhm.

Um 8 Uhr rief ich die Hotline an. Erst nach 15 langen Warteminuten, einem zuerst ahnungslosen Hotlinemitarbeiter und seinen Abklärungen erfuhr ich, dass ein technisches Problem bestünde. Doch lange nicht jeder ruft dort an, dennoch veröffentlichte Swisscom erst gegen Mittag eine Notiz auf ihrer Website. Nunja, das ist wiederum wenig hilfreich, wenn man wegen der Panne keinen Zugang zum Internet hat. So erhielt ich im Laufe des Tages von Mitmenschen, welche diese Panne selbst nicht bemerkt haben, z.B. telefonische Rückfragen, warum ich denn nicht auf ihre Mail antworten würde.

Auf die Frage, warum Swisscom ihre Kunden nicht per SMS über den Ausfall informiert hat, antwortete Swisscom-Sprecher Olaf Schulze gegenüber 20 Minuten, dass dies sei bei 5,7 Millionen Kunden keine Option sei. Warum nicht, erfährt man leider nicht, denn im Normalbetrieb versendet Swisscom ja auch sonst gerne mal ein Info-SMS wegen neuen Services, aktuellem Rechnungsbetrag etc. Scheute man evtl. die Kosten?

Doch dann kommt offenbar der Sinneswandel: Einen Tag darauf erfährt man aus den Medien, dass jeder Swisscom-Kunde nun als Entschädigung 10 Franken auf sein Kundenkonto gutgeschrieben erhalten würde.

Da frage ich mich, wäre die Information per SMS nicht kundenfreundlicher und vielleicht doch günstiger gewesen? Klar freue ich mich über die 10 Franken, klar hätte auch eine SMS das Problem nicht gelöst.

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