Nach einem Tag mit viel Frischluft waren wir am Abend entsprechend müde. Ein wenig TV schauen und leichte Kost kommt da gerade richtig. So schalteten wir – ich glaube erstmals bei dieser Staffel – die “grössten Schweizer Hits” auf SF1 ein und vergnügten uns eigentlich ziemlich gut.
Das Highlight für mich war ganz klar Bliggs Rosalie… nicht aber deswegen, weil dies für mich der beste Song gewesen wäre. Nein, es scheint mir, dass Bligg der Einzige gewesen war, der es auch live drauf hat.
Ein Interpret nach dem anderen zeigten nämlich nur peinliche und emotionslose Playback-Nummern. Ganz schlimm war Florian Ast, der seinen Einsatz derart verpatzte, so dass jeder merkte, dass sein Mikrofon lediglich zur Dekoration diente. Aber auch die vier Tenöre bewegten ihren Mund derart lahmarschig und offensichtlich tonlos, dass mir spontan das Bild der Nussknackerfiguren in den Sinn kamen.
Bligg aber hüpfte durch die Ränge, gabs sein Bestes und man hörte es in seiner Stimme, dass er in Bewegung war… vielleicht deswegen zwar nicht der beste Klang, dafür aber der authentischste Beitrag aller.
Liebe Musiker, liebes Fernsehen… beweist doch wieder etwas mehr Mut und wagt mehr Live-Auftritte. Denn leblose Puppen welche den Mund gelangweilt auf und zu machen öden mich derart an!
Als ich auf dieses witzige Musikvideo gestossen bin, konnte ich mich der Faszination der Stop Motion-Trickfilmtechnik nicht mehr entziehen. Mal vom kreativen Talent abgesehen bräuchte man gar keine so wilde Technik. Eine Kamera auf Stativ (oder Webcam), ein eine Software und einige Legofiguren reichen bereits.
Eine englischsprachige Abhandlung mit Tutorials und Forum zum Thema hält animateclay.com bereit.
Optische Illusionen faszinieren mich seit ich denken kann. Gerne lasse ich mich von gut gemachten Illusionen verblüffen. Hierzu schrieb ich bereits einen kleinen Beitrag.
Heute entdeckte ich ein tolles Musikvideo jener Gruppe, welche auch schon die genialen Arcadegame-Videos gedreht hat. In «Au Sol» des Künstlers Charlotte Parfois haben die Macher von «NOTsoNOISY» Raum und Zeit verdreht, ein ganz eigener Stil entsteht und bereitet einfach Freude:
… haben wir wohl diese Woche in einem hiesigen Dancing erlebt. Die Zwei-Mann-Combo – eigentlich war es eher eine «ein Mann und eine Frau-Combo» – spielte zum Tanz auf. Ok, ich vertrete ja schon seit vielen Jahren überzeugt die Meinung, dass ich in einem Dancing lieber einen guten DJ als eine schlechte Liveband antreffe. Das jüngste Erlebnis hat diese Überzeugung noch verstärkt.
Bereits beim ersten Tanz – einem fetzigen Jive – wunderten wir uns: Die Melodie kam uns bekannt vor, doch der Text schien uns fremd. Doch schnell sangen wir mit «Iiiiih bodswanaaaaa! Iiihhh bodswana….»
Wir konnten uns fast nicht mehr halten, als wir realisierten, welcher Song hier gespielt wurde: «Keep on smiling!»
Ok, die Sängerin hat wohl so ihre Mühe mit der englischen Sprache… etwas später korrigierten wir diese Feststellung und ergänzten mit «und der deutschen Sprache ebenfalls».
Als sich dann die Band in der legendären Schweizer Pop-Schnulze «Ewigi Liäbi» versuchte, war «de Chessel gflickt», wie wir Schweizer zu sagen pflegen. Einzelne Wörter waren noch tatsächlich verständlich, wenn auch äusserst originell betont. Doch selbst als Schweizerdeutsch-Muttersprachler und aufmerksamen Zuhörer war kein Satz wirklich zu verstehen… auch wenn man wusste, dass es sich um Schweizerdeutsch handeln musste, war keine Ähnlichkeit zu einer mir bekannten Sprache dieser Welt zu erkennen. Ich kringelte mich!
Im Prinzip liebe ich Acappella-Musik… und auch gegen Games habe ich nichts einzuwenden. Dass man beide Dinge miteinander verknüpfen kann, kann man spätestens seit SingStar erahnen. Doch dieses Youtube-Video eines Acapella-Chores aus Japan hat mir eine neue Dimension aufgezeigt:
Berühmte Melodien aus alten Nintendospielen wie Tetris, Super Mario Brothers oder The Legend of Zelda höchst amüsant vorgetragen…
Gestern abend erfreuten wir uns an einem herrlich lauen Sommerabend, grillten und backten draussen auf der Terasse, dazu ein feines Gläschen Wein. Fast so, wie wir es aus südlichen Ländern kennen, vereinten sich am Tisch verschiedene Partien des ganzen Hauses. Klar gehört da auch ein wenig Musik dazu: Mein iPod versüsste diese ausgelassene Stimmung mit freundlichen Klängen, selbstverständlich ohne Ghettoblaster sondern in leiser Lautstärke.
Ob Musik oder Lärm, es hängt bekanntlich vom subjektiven Empfinden ab. Doch es war höchst eigenartig, als irgendwann zwei charmante Herren von der Polizei aufkreuzten und mitteilten, wir hätten zu laute Musik. Unverständnis machte sich breit, nicht deswegen, dass es Gesetze gibt, welche die Ruhezeiten regeln. Vielmehr darüber, dass wegen der leisen Musik – man musste ausserhalb der Terrasse schon sehr angestrengt hinhören – gleich die Polizei bemüht werden musste.
Wie wenig Courage muss ein Mensch haben, wenn er zu feige ist, persönlich darum zu bitten, die Musik (noch) leiser zu stellen?
(Immerhin schienen die Polizisten derselben Auffassung zu sein und schützten den Nachbarn ‘vo det äne’ nicht in seiner vermeintlichen Anonymität…)

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