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Das Schlimmste, was einem SwisscomTV-Benutzer passieren kann...

kebox - Fotolia.com

Überleg mal, was das Schlimmste ist, was einem SwisscomTV-Anwender (früher BluewinTV) passieren kann? Keine Internetverbindung? Nö, schlimmer. LipSync-Probleme? Nein, da sind wir schon längst durch. Defekte Settop-Box? Naja, nicht ganz, aber nahe dran… ;-)

Ich liege also im Bett, der frisch montierte TV freut sich auf seinen ersten richtigen Einsatz am neuen Ort. Ich drücke die Fernbedienung, höre das Einschalt-Klicken des TVs und…. er bleibt schwarz!

Irritiert bewegt sich mein Blick durch den Raum, möchte gleich prüfen, was die Betriebsanzeige-LED der Settop-Box zeigt. Dann realisiere ich, wo die Ursache liegt: Die Settop-Box ist nicht mehr da… weg, verschwunden… und meine Allerliebste neben mir begreift urplötzlich, dass Sie wohl das falsche Gerät entsorgt hatte. Jawoll, entsorgt.

Es fing ganz harmlos an…

Eigentlich gabs keinen Anlass zur Sorge. Am Donnerstag montierte ich den kleinen TV ab, befestigte eine neue Halterung an der Wand und daran den grösseren Fernseher, der vorher im Wohnzimmer seinen Dienst verrichtet hatte. Settop-Box und DVD-Player wurden angeschlossen und bei einem kurzen Funktionstest bemerkte ich, dass der DVD-Player nun wirklich endgültig hinüber ist. Ich äusserte dies und meine tüchtige Partnerin quittierte dies sogleich mit dem Hinweis, sie werde ihn somit morgen entsorgen gehen. Wir witzelten darüber, dass Sie dann ja nicht die falsche Box wegbringen solle. Alles schien klar und eindeutig…

Als ich am Freitag dann von meinem Meeting in München nach Hause fuhr, hatte ich sie noch am Telefon. Sie witzelte und zotete erneut: «Gäll, d’BluewinTV-Box hani denn entsorgt.» – «Klaaaaaaaaaaar doch! :-D *grins*» und wir schmunzelten gemeinsam weiter… beide noch nichts ahnend, dass dies der Tatsache entsprechen sollte.

Nun, die Settop-Box war nun also weg, wir lagen da, konnten uns fast nicht mehr erholen vom daraus resultierenden Lachanfall. Wir kringelten uns, malten uns aus, was ich später der Swisscom erzählen sollte – ach, es war trotz aller Peinlichkeit und Tragik herzerfrischend lustig… und dafür liebe ich meine Allerliebste, denn selbst in einer solchen Situation konnten wir uns gemeinsam über einen blöden Fehler amüsieren. Sich ärgern bringt ja nichts!

Der Tag danach

Nun, meine Allerliebste suchte die Entsorgungsstelle erneut auf, schilderte das Problem und die freundlichen Männer des Werkhofs begannen, den ganzen Elektroschrott-Container zu durchwühlen. Doch es war ergebnislos, der Container war bereits abgeholt. Auch der Anruf beim Entsorger und seine angestrebte Forschungsexpedition durch Tonnen von Kabeln, Platinen und Steckern brachte leider das Gerät nicht mehr zum Vorschein. Schlussendlich erfuhren wir, dass die Settop-Box bereits in Einzelteile zerlegt und der Aufbereitung zugeführt wurde…

Mit ungewissem Gefühl rief ich nun bei der Swisscom-Hotline ein. Ich begann mit der Erläuterung und mein Gegenüber musste sich das Lachen regelrecht (professionell) verkneifen. Er legte mich für einige Minuten in die Warteschlaufe («Da muss ich mal kurz was abklären, denn dafür gibts keinen standardmässigen Lösungsansatz.») und etwas später teilte mir der nette Herr mit, dass wir eine neue Settop-Box kostenlos zugestellt kriegen würden… «das Amüsement ists wert.»

Danke, liebe Swisscom

Welch kulante Haltung und einmal mehr die Bestätigung, dass Swisscom ein wunderbarer, kundenorientierter Laden ist. Ich hätte echt nie mit einer solchen Reaktion gerechnet und erwartete vielmehr eine entsprechende Rechnung.

… und abschliessend ein Wort für meine Allerliebste: Ich liebe Dich und Deinen einmaligen Humor. Ich mag es, wenn Du über Dich selbst lachen kannst. Es ist einfach schön, mit Dir solche Erlebnisse teilen zu dürfen. Muah!

Wertloser Abfall für eine, wertvoller Rohstoff für andere

Sieht nach nichts aus, kostet aber ne Menge.Erstaunt hielt ich letzthin dieses Säckchen in meinen Händen, in welchem sich einige wenige Gramm schwarzes Pulver befand. Verblüfft war ich, als mir meine Freundin – ihres Zeichens Goldschmiedin – vor Augen führte, dass dieses bisschen Etwas einen Wert von mehreren hundert Franken hat, wirkt es doch wie ein wertloses Pulver. Stattdessen ist es das teure Edelmetall Platin – wertvoller als Gold, welches als Feilstaub bei der Bearbeitung von Eheringen angefallen ist und wieder eingeschmolzen wird. Recycling kann sich wahrlich lohnen. :-)

Kunst, die ich nicht versteh…

Kunstvolles Recycling?Kaffee schlürfend sitze ich in einem Café und blättere in einer älteren Schweizer Illustrierten. Da lese ich eine Reportage über eine 67-jährigen Künstlerin, welche in Ihrem betagten Alter erstmals Ihre Kunstwerke ausstellt. Eine rührende Geschichte finde ich. Doch als ich das halbseitige Foto dazu sehe, wundere ich mich über mein Kunstverständnis… “Unverständnis”… da sehe ich ein altes Plastikflugzeug, welches in einem Wust alter Drähte steckt. Die Bildlegende erklärt mir, dass dies den hochkomplexen Flugverkehr symbolisiere.

Ich überlege mir, wie aufwändig dieses Werk wohl sein mag. Recyclingkiste mit Drähten hervorkramen, zusammenknüllen, altes Flugzeug reinstecken, fertig…

Ist das Kunst? Vermutlich schon, den gewisse Kunst ist nur dann Kunst, wenn sie nicht verstanden wird.

Werkhof – Entsorgung leicht gemacht

Seit fast drei Jahren wohne ich nun in Arbon. Altpapier stapelte sich stets, bis ich die monatlich stattfindenden Altpapiersammlungen mal nicht vergass. Schachtel türmten sich, der Estrich füllte sich mit allerlei Dingen. Irgendwann wollte ich zur Kehrichtsverbrennungsanlage fahren und das ganze Zeugs entsorgen.
Letzte Woche entdeckte ich nun den Arboner Werkhof. Ein städtisches Angebot zur – meist kostenlosen – Entsorgung aller möglichen Dinge: Papier, Karton, Glühbirnen, Batterien, Dosen, PET-Flaschen, Altglas, Elektroschrott, Kühlschränke, Sperrgut, Holz, Alteisen, Styropor etc. Und das Ganze ist herrlich komfortabel: Mit dem Auto fährt man direkt ins Gelände und kann den ganzen Abfall und Schrott an einem einzigen Ort entsorgen, bzw. dem Recycling überführen.

Bravo, liebe Stadt Arbon! Dieser Service ist derart praktisch, dass er eigentlich beworben werden müsste. Ein kleines bisschen habe ich nun vielleicht dazu beigetragen.