Eine Frage der Sichtweise: Maverick Mobile Solutions

Der lesenwerte neuerdings.com Blog berichtet über die Sicherheitslösung von «Maverick Mobile Solutions». Ich zitiere:

Sobald der Dieb seine eigene SIM-Karte einlegt – denn mit der des ehemaligen Besitzers kann er ja nichts anfangen – verschlüsselt die indische Software alle Daten – Kontakte, gespeicherte SMS und MMS – und schickt sie dem ehemaligen Besitzer zu. Außerdem werden nun alle gesendeten und empfangenen SMS dem ehemaligen Besitzer weitergeleitet, damit der den Dieb ermitteln kann, ebenso kann er alle Telefonate des Diebs mithören. Standortmeldungen werden ebenfalls mitgesendet. Und schließlich kann der ehemalige Besitzer auch noch einen Sirenenton auslösen, um den Dieb zu ärgern.

Irgendwie auffällig und seltsam zugleich. Hier wird über ein “Sicherheitstool” berichtet, welches auf Gespräche, SMS und Kontakte zugreifen könne… dies ist natürlich nur deswegen möglich, da das verwendete Betriebssystem Symbian (S60, 2nd, 3nd) dies augenscheinlich auch zulässt… und keiner schreit auf.

Hätte sich dieser Artikel hingegen um eine iPhone-Applikation gehandelt, dann hätte wohl die ganze Welt aufgeschrien und die Medien hätten sich in der Berichterstattung über die “neu entdeckte” Sicherheitslücke und Businessuntauglichkeit überboten.

Eine verkehrte Welt.

Fotografie: Effizient ausmisten mit Adobe Photoshop Lightroom

Mit einer aufgeräumten Oberfläche empfängt Adobe Photoshop Lightroom den Anwender.Desöfteren werde ich gefragt, womit ich die Vielzahl an Fotos verwalte, die ich schiesse. Gerade dann, wenn ich für grössere Fotoreportagen engagiert werde, zum Beispiel für eine Hochzeit, komme ich mit prall gefüllten Speicherchips nach Hause. Diese enthalten schnell einmal einige hundert Fotos, bei einer Ganztagesreportage sind es gerne auch mal deutlich über 1000 Aufnahmen. Ein ganz schöner Berg an Daten, den es erst zu bezwingen gilt.

Früher kamen alle Bilder in einen Ordner, ich selektierte die besten z.B. mit ACDSee und kopierte Sie in einen zweiten Ordner «Bestof», zweifelsfreien Ausschuss löschte ich. Doch irgendwann erkannte ich, dass trotzdem viele ähnliche Motive/Fotos übrig blieben und unnötig die Festplatten belegten. Ausserdem musste ich ständig zwischen verschiedenen Programmen wechseln – RAW-Dateien mussten anders als JPG-Dateien aufbereitet werden – und eine Fehlkorrektur konnte eine Aufnahme dauerhaft zerstören. So suchte ich nach einer Lösung, mit welcher ich schnell und effizient den Workflow bei der Verabreitung meiner frisch geknippsten Bildern bewältigen kann und wurde mit Adobes Photoshop Lightroom fündig.

So gehe ich vor:

  1. Ich importiere die Fotos von den Speicherkarten in die Lightroom-Datenbank. Während diesem Prozess werden die Bilder mit meinen Standard-Metadaten (Fotograf, Copyright, etc.) ausgestattet und auf die Festplatte kopiert. Praktisch an Lightroom ist, dass sowohl JPG als auch RAW-Daten ohne Umwege eingelesen werden können.
  2. Danach beende ich Lightroom und brenne die Rohdaten auf DVDs. Sicher ist sicher, denn auch wenn Lightroom die Bilder grundsätzlich nicht antastet und stets im Originalzustand belässt, möchte ich es nicht riskieren, dass irgendwas schief läuft und die unwiederbringlichen Fotos einer Hochzeit verloren wären.
  3. Sind die Backup-DVDs erstellt, starte ich Lightroom erneut und wähle den Bibliotheksmodus. (Lightroom ist unterteilt in fünf logische Schritte: 1. Bibliothek (Ausmisten/Sortieren/Verwalten)  2. Entwickeln (Bildoptimierung, Schärfen, Entrauschen, Geraderichten, Beschneiden etc.)  3. Diashow  4. Drucken  und 5. Web.)
  4. Dort führe ich die erste Sichtung durch: Dabei markiere ich den eindeutigen Ausschuss per Tastendruck (X), ebenso markiere ich die augenscheinlichsten Perlen (P).
  5. Mit dem Filter blende ich alle als Ausschuss markierten Fotos aus.Danach gehe ich zurück zum ersten Bild und setze den Filter, damit alle Ausschuss-Bilder ausgeblendet werden. (Definitiv von der Festplatte löschen werde ich diese Aufnahmen erst ganz am Schluss.)
  6. Im Entwickeln-Modul beeinflusst man die Erscheinung des Bildes mit wenigen Handgriffen.Im zweiten Durchgang erfolgt die Feinselektion und Bildkorrektur im Entwickeln-Modus. Ich korrigiere Helligkeit, Kontrast, Schatten und Lichter, bestimme die zu verwendenden Ausschnitte und richte die Bilder wenn nötig gerade.
    Existieren von ein und derselben Szene mehrere Aufnahmen, dann bestimme ich das beste Bild und markiere die übrig bleibenden ebenfalls als Ausschuss. (Das Fotografenherz schmerzt anfänglich schon, wenn man derart rigoros ausmistet. Doch im Nachhinein bleiben genügend Aufnahmen übrig, welche dafür stets den Betrachter erfreuen, anstatt ihn wegen ständig wiederholender Motive zu ermüden.)
  7. Nach diesem Durchgang habe ich nun eine angemessene Anzahl Fotos. Nun gilt es, diese auftragsgerecht aufzubereiten. Durch die perfekte Integration können die Bilder direkt aus Lightroom heraus in Adobe Photoshop CS3 bearbeitet werden. Hierzu erstellt Lightroom Kopien der Aufnahmen. Brauche ich lediglich eine Variante eines Fotos, z.B. mit einem anderen Beschnitt oder in Schwarzweiss, so reichen allerdings die Bordmittel von Lightroom. Rechts das Foto anklicken, «Virtuelle Kopie anlegen» wählen und schon hat man einen Klon, den man weiterverarbeiten kann. Dabei wird das Original im Urzustand gelassen. Die durchgeführten Anpassungen werden nicht in der Bilddatei, sondern in seperaten Metadateien gespeichert. Durch die virtuellen Kopien kann man also sehr viel Speicherplatz sparen.
  8. Nun endlich bin ich dort, wo ich hingelangen wollte. Die Fotos sind selektiert, ausgemistet und optimiert. Nun gilt es, die Fotos je nach Verwendungszweck zu exportieren. Die Philosophie von Lightroom ist bei der ersten Berührung ungewohnt, doch danach lernt man dessen Vorteile zu schätzen. Da man nicht mit den Originaldateien arbeitet, sondern alle Schritte in Metadateien gespeichert werden, können diese Aufnahmen nicht «einfach so» auf Dateiebene weiterverwendet werden.  Stattdessen definiert man die gewünschte Zielgrösse, Kompressionsstärke, Aufbau der Dateinamen etc. und startet dann den Export in JPG-Dateien. Ich habe mir angewöhnt, alle Fotos in einer hochauflösenden Version zu exportieren. Zusätzlich erstelle ich eine Diashow mit den besten Fotos (siehe Punkt 4 zum Stichwort Perlen), welche Lightroom auf Wunsch direkt auf den Webserver lädt. Ok, die mitgelieferten Möglichkeiten begeistern mich nicht gar so, wie das restliche Programm. Daher habe ich mir mit SlideShowPro ein leistungsstarkes Plug-in zugelegt. Auf meiner Referenzseite findest Du einige Beispiele, welche so erzeugt wurden.
  9. Am Schluss brenne ich alles auf DVD und überreiche die festgehaltenen Erinnerungen dem glücklichen Paar.

Ich nutze dieses praktische, aber sicher auch gewöhnungsbedürftige Programm nun schon seit vielen Monaten und bin heute soweit, dass ich mir kein (Arbeits-)Leben mehr «ohne» vorstellen kann… zu sehr hat es meinen Workflow beeinflusst und meine Effizienz verbessert.

Wenn Du Adobe Photoshop Lightroom selbst einmal ausprobieren möchtest, so empfehle ich Dir die kostenlose 30 Tages Testversion.

In Excel sind Dinge drin, die es gar nicht mehr gibt…

Die interne Suche findet die Zeichenfolge nicht... seltsam!Microsofts Excel gehört auch in meinem Arbeitsalltag zu den fleissig genutzten Werkzeugen. Kürzlich stellte ich aber was ziemlich Erschreckendes fest. Ich nutzte die Textsuche des Total Commanders, welche eine ganze Reihe von Excel-Dateien auf einen Transaktionscode hin durchsuchen sollte. Das Tool wurde so auch prompt fündig, doch die Anzahl der Dateien, in welchen sich die gesuchte Zeichenfolge befinden soll, überraschte mich etwas. Nach dem Öffnen eines solchen Dokumentes dann die nächste verblüffende Feststellung: Die gesuchte Zeichenfolge war hier nicht mehr auszumachen.

Testweise speicherte ich das Dokument unter neuem Namen – es gab da ja mal ein ähnliches Verhalten in Word… es nannte sich “Schnellspeicherung” – doch auch in der neuen Datei war die Zeichenfolge in der binären Ansicht auszumachen, nicht jedoch wenn sie in Excel “ganz ordentlich” geöffnet wurde.

Exportiert ins XML-Format findet man aber die Zeichenfolge...Danach exportierte ich das Excel-Dokument ins XML-Format. Im Texteditor geöffnet fand ich die besagte Zeichenfolge erneut.

Ich konnte mir das ganze nur wie folgt erklären. Wenn man bei der Bearbeitung von Excel-Dokumenten irgendwelche Spalten und Zeilen löscht, werden diese Inhalte nicht zwingend aus der Datei entfernt. Selbst beim Export ins XML Format sind diese Daten im Code weiterhin zu entdecken, nicht jedoch, wenn man die Datei innerhalb von Excel öffnet.

Im Alltag wohl kein riesiges Problem, aber dennoch ein grosses Sicherheitsleck.

Denn es ist nicht auszudenken was passiert, wenn eine solche Datei mit gelöschten Inhalten das Haus verlässt und z.B. bei einem versierten Mitbewerber analysiert wird. Dieser kommt so schnell an Daten ran, welche nicht für ihn bestimmt wären.

Hast Du Schiff nach Taiwan?

Da gelangt eine Anfrage per eBay-Nachrichtensystem an uns:

Hast Du Schiff nach Taiwan?

Mit einer Wort für Wort Übersetzung den totalen Schiffbruch erlitten...Zuerst waren wir etwas unsicher, ob dies eine seltsame Form von Spam darstellen soll. Danach überlegten wir, ob der Anfragende uns eventuell mit einer Werft oder einem Yachtverleiher verwechselt. Doch begann ich etwas zu vermuten, was ich sofort überprüfen wollte:

Ich öffne Google Translate im Browser und übersetze den Text ins Englische. Und siehe da… ich vermute richtig: Der Anfragesteller hat seine korrekt formulierte Anfrage mittels Google Translater übersetzt und anstatt von «Liefern Sie auch nach Taiwan» eben diese ziemlich sinnentstellte Übersetzung erhalten.

Danach prüfte ich dieselbe Übersetzung in einigen anderen Tools und erhielt ziemlich gleichartigen Mist; mit einer Ausnahme: Der «Personal Translator» von Linguatec übersetzte immerhin sinngemäss:

schiff2.JPG

Woopra macht sichtbar, was meine Besucher hier so treiben.

So präsentiert sich Woopras Dashboard mit der Übersicht über alle wichtigen Werte - in Echtzeit.Statistiken finde ich eine spannende Sache, vor allem, wenn Sie eine Sache betreffen, mit welcher man sich auch auseinandersetzen will. So schaue ich regelmässig via Google Analytics, wie gut meine Website besucht wird, welche Inhalte besonders interessant zu sein scheinen und achte auf den allgemeinen Trend. Nun habe ich ein neues Auswertungstool entdeckt, welches sich anfänglich ähnlich anfühlt, aber doch woanders endet:

Woopra.com ist noch im Beta-Stadium. Anmeldungen scheinen daher zeitweise nicht oder nur verzögert angenommen zu werden. Dafür ist der Server derzeit noch kostenlos, vermute aber, dass sich dies irgendwann mal ändern wird.

In der Echtzeitansicht sieht man die einzelnen Besucher... nicht beim Namen, aber als greifbarer Wert.Der Einbau in die Website erfolgt ähnlich wie bei Google Analytics. Nach der Anmeldung und Freigabe erhält man einige wenige Zeilen Code, welchen man in jede Seite integrieren muss. Damit zählt Woopra die Besucher… soweit so ähnlich. Doch zur Anzeige stellt Woopra einen Java-basierenden Client – sprich Programm – zur Verfügung, sowohl für Windows, Mac und Linux. Dieser Client zeigt nun nicht nur die allgemeinen Trends, beliebtesten Suchbegriffe und Herkunft der Besucher an, sondern macht all dies in Echtzeit. In einer quitschbunten Oberfläche wird angezeigt, wieviele Besucher sich in just diesem Moment auf der Werbsite befinden, über welche Website sie zu mir gelangt sind, was sie gerade lesen und wieviel Zeit sie hier verbringen. Es weckt den kleinen Voyeur in einem und gibt ein Gespür dafür, was der Besucher denkt und tut.

In einer Keyword-Wolke werden die beliebtesten Suchbegriffe, welche zu der beobachteten Website führen, visualisiert.Besonders schön gelöst finde ich die Anzeige der beliebtesten Suchbegriffe in Form einer Wolke.

So wird man benachrichtigt, wenn ein Besucher z.B. eine speziell beobachtete Seite öffnet.Lässt man Woopra ständig nebenher laufen, kann man auch über speziell besuchte Inhalte informiert werden. So kann man benachrichtigt werden, wenn ein Besucher einen bestimmten Inhalt ansurft, einen festgelegten Suchbegriff verwendet oder eine gewisse Herkunft (z.B. IP-Adresse, Land, Sprache) hat. Über diese Besucher wird man jeweils per PopUp informiert.

Da staunt der Besucher wohl nicht schlecht, wenn er plötzlich vom Webmaster angeschrieben wird.Per Mausklick kann man diesen Besucher gezielt per Chat kontaktieren. Bei ihm öffnet sich dann ein kleines Chatfenster. Sowas geniales! Wundere Dich also nicht, wenn ich Dich mal anquatsche, falls Du in meinem Blog tummelst. :-)

Ob ich diesen Service nutzen werde, sollte er kostenpflichtig werden, kann ich noch nicht beurteilen. Aber ein Erlebnis ist er allemal und fasziniert zugleich, selbst ausprobieren ist also Pflicht.

Link zum vorgestellten Service: Woopra.com

Apropos Statistik: Hier noch eine völlig andere Idee: Worldometers :-)

Das war hilfreich: Überschriften-Nummerierung mit Word

Theoretisch sehr nützlich, in der Praxis manchmal etwas zickig: Die Nummerierungsfunktion von WordManchmal staune ich, was in Word alles so passiert. Da schreibe ich eine Dokumentation, nutze dazu die Gliederungsnummerierung und irgendwann staune ich, dass die automatische Nummerierung völlig daneben ist. Mit Hausmitteln und logischen Schritten kriegte ich das Problem nicht gelöst. Auch die Recherche im Hilfesystem und in der Microsoft Knowledge Base brachte mich keinen Zentimeter weiter.

Alexandra von Cube hat mir dann aber weitergeholfen. Sie hat eine Hauruck-Anleitung für solche Problemfälle publiziert: «Die Krise mit der Überschriften-Nummerierung» (PDF, ab Seite 9)

1 von 3123