Immer diese Gewaltspiele

Ich will jetzt nicht eine weitere Diskussion um Gewalt in Videospielen lostreten. Doch da ich aus beruflichen Gründen diesbezüglich sensibilisiert bin und immer damit konfrontiert werde, stechen mir damit verwandte Dinge sehr schnell ins Auge.

So fragte ich mich kürzlich beim Betrachten einer Ladenauslage, ob «Hühnchen-Rupfen» für die Gegner von Gewaltspielen noch als Kinderspiel durchgeht. Denn trotz farbenfroher und kindgerechter Aufmachen gehts hier um den «Riesen Spass beim Federn rupfen»

Hühnchen-Rupfen...

Und bevor Ihr Euch nun hinterfragt: Ja, ich erzähle dies voller Ironie… ist ja eine lustige Idee und ich bin überzeugt, dass sich kein Kind danach ein echtes Tier als Übungsobjekt besorgt.

Wahrlich absurd war aber ein Plakat, welches ich einige Meter später entdeckt hatte:

Autsch... Ein Plakat zur falschen Zeit am falschen Ort. ;-)

Die virtuelle Pokerschule von Pokerstrategy.com

Dies ist ein von trigami vermittelter Auftrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter Auftrag.

Im Frühjahr 2007 lernte ich bei einem Freund das Poker-Spiel kennen. Mit grosser Skepsis und verruchten Vorstellungen folgte ich einer Einladung und entdeckte an jenem Abend den Reiz und die Spieltiefe von Texas Hold’em. Seither trifft man mich immer wieder mal bei gemütlichen Pokerrunden an und ich geniesse dieses Kribbeln, wenn man mit einer tollen Starthand lässig ein „Raise” in die Runde wirft.

Doch auch wenn die Regeln schnell erlernt sind, das Spiel beherrscht man erst nach ungezählten Spielrunden und viel Lektüre von Pokerliteratur. Eine empfehlenswerte und ebenso kostenlose Website lernte ich über Trigami kennen: Pokerstrategy.com. Hinter dieser deutschsprachigen Site versteckt sich ein geniales System. Das Anmelden ist kostenlos, finanziert wird die Site durch Provisionen, welche durch die zahlreichen Onlinepoker-Systeme an Pokerstrategy ausgeschüttet werden. Doch beginnen wir ganz vorne.

Nach der Anmeldung erhält man den Einsteigerlevel. Damit erhält man Zugriff auf die ersten Kapitel eines interaktiven Lernbuches über Poker. Man erlernt die Grundregeln, wird in die für den Anfänger empfehlenswerte „Short Stack Strategie” eingewiesen und entdeckt die psychologischen und mathematischen Grundlagen. In einem Quiz wird das erlernte Grundwissen überprüft. Besteht man diese „Prüfung” ist man reif für die ersten Onlinespiel-Versuche.

Hierzu gilt es, sich bei einem der bekannten Poker-Onlinesysteme anzumelden. Hierzu gibt man einen speziellen Code ein, damit Pokerstrategy.com in der Folge ein Startguthaben von 50 US$ auf dieses Onlinekonto überweist. Damit kann man nun gefahrlos loslegen und die ersten Erfahrungen beim Onlinepoker tätigen. Hält man sich an die vorher erwähnte „Short Stack Strategie” wird man – genügend Disziplin und Ausdauer vorausgesetzt – schnell seine Bankroll verdoppeln…

Mit jeder gespielten Hand gibt es Strategypoints, sobald man genügend dieser Punkte gesammelt hat, steigt man dann bei Pokerstrategy.com zum nächsten Level (Bronze, Silber, Gold) auf und erhält Zugriff auf unzählige weitere Kapitel, Strategien und Coachings.

Was macht Pokerstrategy.com so interessant? Ich meine, der grosse Pool an sehr fundiertem Basiswissen und guten Tipps von erfahrenen Spielern macht diese Site besonders wertvoll. Auch das Startguthaben und somit der absolut risikolose Einstieg ins Onlinespiel ist ein gerne entgegengenommenes Geschenk. Doch eines muss man stets vor Augen halten: Verliert man dieses Startguthaben ist der Weg bis zum Nachkaufen von Spieldollars sehr kurz. Dementsprechend gilt es, Disziplin zu wahren und die Pokerstrategy.com-Ratschläge zum Bankroll-Management eisern zu befolgen… denn das Verlieren ist einfacher und schneller geschehen, als grosse Gewinne zu verzeichnen.

Sehenswert sind übrigens auch die zahlreichen Trainingvideos, welche anhand von konkreten Spielsituationen typische Momente eines jeden Pokerspielers zeigen.

Es haben übrigens auch andere Blogger über Pokerstrategy.com berichtet:

Das Kind im Manne

Jenga für hartgesottenen Spielernaturen. :-)Jenga für die hartgesottenen Spielernaturen. :-)

Wenn es einen Tag lang nur stürmt und regnet, dann entwickeln sich die interessantesten Varianten…

Apropos Langeweile, hier noch einige unterhaltsame Surftipps für “grüüsigi Täg”:

- Österreichisches Dialekt-Wörterbuch
- Chuchichäschtli-Orakel
- Izetit – Institution zur Erforschung total interessanter Tatsachen
- Der Zwiebelfisch
- Brettspielwelt.de – Online Brettspiele spielen en masse (natürlich kostenlos)
- Hans-Ruedis Rezeptsammlung

Suisse Toy vs. Games Convention

So weit diese beiden Messen mit Spielbezug geografisch auseinanderliegen (GC in Leipzig, SuisseToy in Bern), so unterschiedlich gestalten sich diese. Seit heute bin ich nämlich in Bern wo wir in den BEA Messehallen bis Sonntag unsere Familienspiele für Nintendo DS, Wii, PS3, PC und Konsorten präsentieren. Jetzt sitze ich in einem gemütlichen Landhotel, etwas ausserhalb, und lasse den ersten Messetag révue passieren.

Mein erstes Fazit: In Bern geht es ganz klischeehaft alles etwas ruhiger und stressfreier zu und her. Die Besucher haben und nehmen sich Zeit um die Games anzuspielen, Fragen werden gerne gestellt und wenn man dem Vater ein Ferrari-Poster, dem Töchterchen ein Horse Life-Aufkleber und dem Sohnemann ein Schlüsselband schenkt wird einem das ehrlich gedankt, von Gier und Masslosigkeit keine Spur.

Aber auch in Bezug auf die körperliche Belastung gibt es positives zu berichten. Da die SuisseToy eine Spielemesse und keine Videogamesmesse darstellt, ist auch die Aufmachung weniger spektakulär. Klar, da gabs schon Leute welche die Action, den Trubel und vor allem die unzählbaren “Babes” der GC vermissen, doch ansonsten gibts in den Hallen viel Luft und die Lautstärke hält sich auf äusserst erträglichem Masse, eine vernünftige Diskussion mit den Gästen ist daher jederzeit möglich. Kurz um, der erste Messetag ist verstichen und ich könnte Bäume ausreissen. ;-) Doch vorher werden wir nun lecker speisen und uns eine Runde Poker geben…

Drückt mir die Daumen!

Eine spannende Runde Texas Hold'em No Limit macht immer Spass...Vor einigen Monaten hat mich das Poker-Fieber gepackt. Mein erster Kontakt mit diesem spannenden Spiel war eine kleine private Runde. Äusserst skeptisch nahm ich an jenem Tisch Platz und liess mir die Regeln von Texas Hold’em No-Limit erklären… und im Laufe des Abends verstand ich, begriff ich und wollte mehr…

So folgten in der Zwischenzeit immer wieder nette Pokerabende im privaten Kreise und auch online spielte ich die eine oder andere Partie. Besonders nett waren auch jene «Zockerrunden» mit Arbeitskollegen während der Mittagspause. So kam es auch, dass mich meine Arbeitskollegin auf eine Pokerturnier hinwies, welches vom Anzeiger und dem Grand Casino St. Gallen veranstaltet wird, und bewarb mich für eine von 20 Gratisteilnahmen, den sogenannten Freerolls.

Heute fand ich nun einen Brief in meinem Briefkasten vor. Die Freude ist gross, habe ich doch tatsächlich eine dieser Einladungen gewonnen und darf nun nächsten Sonntag zum Turnier antreten, Buy-in, Getränke und eine Einschulung inbegriffen.

Also liebe Leute, drückt mir die Daumen… der Sieger geht mit ganzen 500 Franken nach Hause!

Update 6.8.2007 – Uiuiui… das hat wohl nicht hingehauen. Mit absolutem Kartenpech faulte ich dann auf Platz 11 aus dem Turnier. Aber spannend wars trotzdem…

“Wir langweilen die Leute zu Tode”

Electronic Arts – dem wohl grössten Spielepublisher der Welt – nimmt selbst seine eigene Firma im Wallstreet Journal-Interview nicht von seiner Kritik aus. John Riccitiello bemängelt das Ausruhen der Spielebranche auf dem sicheren Erfolg von Sequels, anstatt die Spieler stets mit neuen Ideen und überraschenden Inhalten zu vergnügen.

“Wir langweilen die Leute zu Tode und machen Spiele, die immer schwerer zu spielen sind”, so die deutliche Ansage von Riccitiello laut golem.de.

Klar, es ist bestimmt ein sicherer Erfolg, wenn sich Die Sims zum nicht gezählten Mal mit einem neuen Add-On beschäftigen, die Fussballer in Fifa 2013 noch realistischer denn je präsentieren und Halo 5 die Egoshooter unter Euch zu heissen, unerbittlichen Gefechten anheizt.

Die nie geklärte Frage, ob zuerst das Huhn oder das Ei da war, stellt sich auch in dieser Thematik: Würde sich die Spieleindustrie so stark auf Sequels konzentrieren und dabei gemäss Riccitiello ganze 80-90% der Ressourcen in die Entwicklung von Fortsetzungen stecken, wenn die Spielernaturen unter uns diese nicht leidenschaftlich gerne kaufen würden?

Ich arbeite ja selbst in dieser Branche und wünsche mir oft, die Kunden hätten mehr Mut, mal was Neues auszuprobieren und sich dabei auf eine neue Spielidee und eine neue Story einzulassen. Dabei frage ich mich, ob die x-te Fassung von FIFA Football wirklich so berauschend sein kann, dass man alles andere unbeachtet im Regal liegen lassen sollte? Ich hoffe nicht, nein, ich bin davon überzeugt und immer wieder werde ich glücklicherweise positiv überrascht, wenn im Nischenmarkt neben dem grossen Fortsetzungsmarkt schöne Perlen und Juwelen auf den Käufer warten… und manchmal auch gekauft werden.

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