Kurz vor Weihnachten besuchten wir den wunderschönen Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt in Esslingen… es war eisig kalt und so suchten wir dann das zentral gelegene Café auf. «Zweimal Schokolade mit Rum» war unsere wärmende Bestellung.
Als es dann ums Zahlen ging, fragte mich die Servierdame «Zweimal Schoko mit Geschmack?». Der Ball wurde mir eindeutig zugespielt. So konnte ich es mir nicht verkneifen und fragte nach, ob es denn bei ihnen auch Schokolade ohne Geschmack gäbe… hmmm… ich glaube wir waren die einzigen Beiden, welche dies witzig fanden. ;-)
Da gelangt eine Anfrage per eBay-Nachrichtensystem an uns:
Hast Du Schiff nach Taiwan?
Zuerst waren wir etwas unsicher, ob dies eine seltsame Form von Spam darstellen soll. Danach überlegten wir, ob der Anfragende uns eventuell mit einer Werft oder einem Yachtverleiher verwechselt. Doch begann ich etwas zu vermuten, was ich sofort überprüfen wollte:
Ich öffne Google Translate im Browser und übersetze den Text ins Englische. Und siehe da… ich vermute richtig: Der Anfragesteller hat seine korrekt formulierte Anfrage mittels Google Translater übersetzt und anstatt von «Liefern Sie auch nach Taiwan» eben diese ziemlich sinnentstellte Übersetzung erhalten.
Danach prüfte ich dieselbe Übersetzung in einigen anderen Tools und erhielt ziemlich gleichartigen Mist; mit einer Ausnahme: Der «Personal Translator» von Linguatec übersetzte immerhin sinngemäss:

In diesen Tagen hatte ich wieder zahlreiche Kunden an der Strippe, welche es nicht hinkriegten, ihren eigenen Namen verständlich auszusprechen. Dabei meine ich nicht Stotterer oder von anderen Sprachfehlern geplagte Mitmenschen, sondern Leute, welche ihren Namen viel zu schnell und zu undeutlich aussprechen, am liebsten eingebettet in einen Redeschwall mit Firmenbezeichnungen, mir unbekannten Ortsnamen und regionalen Dialektausdrücken und häufig gehässig reagieren, wenn man nachfragt oder gar den Namen buchstabieren lässt.
Passenderweise entdeckte ich im Blog “Swissmiss” das folgende YouTube-Video und amüsierte mich blendend. Da geht eine junge Dame der Frage auf den Grund, ob und warum zahlreiche Chinesen sich einen englischen Namen zulegen. Ob sowas den eingangs erwähnten Anrufern auch weiterhelfen würde, wage ich aber zu bezweifeln :-)
Die Schweiz ist in vielerlei Hinsicht einmalig, doch besonders auf unsere Sprachenvielfalt bin ich irgendwie stolz.
Offiziell gibt es vier Amtssprachen, auf vielen amtlichen Dokumenten hat zusätzlich auch noch die englische Sprache Einzug gehalten. Dazu kommen eine Vielzahl an Dialekten: Vom gemütlich-gemächlichen Bääärndüühtsch zum melodiösen Baaslerdyytsch über das für aussenstehende schwerverständliche Walliserdeutsch bis hin zum eher harten Sanggallerdüütsch. Es scheint ein verbreiteter Volkssport zu sein, sich in der Parodie dieser vielen Dialekte zu beweisen, doch ebenso häufig dies versucht wird, werden die Ohren mit peinlichen und stümperhaften Versuchen abgestraft.
Aus diesem Grund hat mich die TeleZüri-Moderatorin Jeannette Eggenschwiler besonders verblüfft. Auf Ihrer Website präsentiert sie u.a. zahlreiche von ihr gesprochene Werbespots… und das in vier Schweizerdeutsch-Dialekten. Ich will das auch können…
… haben wir wohl diese Woche in einem hiesigen Dancing erlebt. Die Zwei-Mann-Combo – eigentlich war es eher eine «ein Mann und eine Frau-Combo» – spielte zum Tanz auf. Ok, ich vertrete ja schon seit vielen Jahren überzeugt die Meinung, dass ich in einem Dancing lieber einen guten DJ als eine schlechte Liveband antreffe. Das jüngste Erlebnis hat diese Überzeugung noch verstärkt.
Bereits beim ersten Tanz – einem fetzigen Jive – wunderten wir uns: Die Melodie kam uns bekannt vor, doch der Text schien uns fremd. Doch schnell sangen wir mit «Iiiiih bodswanaaaaa! Iiihhh bodswana….»
Wir konnten uns fast nicht mehr halten, als wir realisierten, welcher Song hier gespielt wurde: «Keep on smiling!»
Ok, die Sängerin hat wohl so ihre Mühe mit der englischen Sprache… etwas später korrigierten wir diese Feststellung und ergänzten mit «und der deutschen Sprache ebenfalls».
Als sich dann die Band in der legendären Schweizer Pop-Schnulze «Ewigi Liäbi» versuchte, war «de Chessel gflickt», wie wir Schweizer zu sagen pflegen. Einzelne Wörter waren noch tatsächlich verständlich, wenn auch äusserst originell betont. Doch selbst als Schweizerdeutsch-Muttersprachler und aufmerksamen Zuhörer war kein Satz wirklich zu verstehen… auch wenn man wusste, dass es sich um Schweizerdeutsch handeln musste, war keine Ähnlichkeit zu einer mir bekannten Sprache dieser Welt zu erkennen. Ich kringelte mich!
Fremdsprachen sind manchmal Glücksache.
In unserer Firma sind viele Nationalitäten vertreten und damit gibt es eine ebeso grosse sprachliche Vielfalt. Ab und an führt dies zu seltsamen Sätzen und Rechtschreibfehlern, sowohl in Mails, Webseiten und Korrespondenz.
Auch bei Orange scheinen Webentwickler am Werk zu sein, welche der deutschen Sprache nicht mächtig sind. So kann es dann passieren, dass aus «Settings» (englisch), «Parametri» (italienisch) und «Paramètres» (französisch) ein nur schwer interpretierbares «Stallungs» wird. :-)
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