Peinlich! Flughafen ohne virtuelle Heimat

Da sollte wohl einer mal die Rechnung bezahlen..Der Flughafen St. Gallen-Altenrhein zeigt sich seit rund einer Woche von seiner unprofessionellen Seite. Auf ihrer Website www.airport-stgallen.com erscheinen anstelle von Flugplänen und Informationen zum Flugbetrieb lediglich eine Informationsseite des Domainhändlers NetworkSolutions.

Offenbar hat da einer die Rechnung für die Domain nicht bezahlt… peinlich.

Erhohlung vom Weihnachtsstress im Aufzug

Soeben bin ich von einer Einkaufstour durch die Innenstadt St. Gallens heimgekehrt. Auf den Punkt gebracht: Es war eine Tortur. Zuerst der Kampf um den letzten, in der ganzen Stadt noch freien Parkplatz, dann die Menschenmassen welche einen fast überrannte und die stets umgreifende Panik, dass die letzten Geschenke wer anderes ergattern könnte. Irgendwie hat mich das Ganze eine ganze Portion Vorfreude auf Weihnachten gekostet.

Ein ganz spezieller Moment erfuhr ich im Aufzug, mit welchem ich Richtung Parkgarage fuhr. Da schlossen sich die Schiebetüren und noch bevor sich der Lift in Bewegung setzt kehrt eine angenehme Ruhe ein. Ich alleine in diesem kleinen Raum, keine Weihnachtsmusik, keine kreischenden Kinder, keine gestressten Mütter, keine Verkäufer welche um Deine Gunst buhlen. Ruhe, total! Eine Wohltat.

Leider dauerte dieser Moment nur wenige Sekunden an. Danach fand ich mich vor der Kasse der Tiefgarage wieder, wo ein gutes Dutzend Shopping-Lemminge Menschen mit gezücktem Ticket darauf warteten, die Parkgebühr bezahlen zu können. (Warum eigentlich kommt keiner von denen auf die Idee, bereits vor dem Reinstecken des Tickets mal ins Portemonaie zu schauen und ein wenig Kleingeld bereit zu machen??? Ich werde es wohl nie erfahren und stattdessen einfach brav warten bis ich an der Reihe bin.)

Aus Zürich diktierter Unsinn bei Kitag

Ich habe es wieder einmal gewagt und die Hallen des Cinedomes in Abtwil SG betreten. Hungrig und nur knapp vor Vorstellungsbeginn stand ich am Tresen mit der Absicht, etwas Nährendes zu erwerben. Die Auswahl ist – typisch Kino – eher bescheiden: Süsses ohne Ende, verschiedene Galce-Sorten, Nachos mit Käsesauce und etwas Schokolade… und neuerdings auch Hot-Dogs. Cool, das will ich! So bestelle ich dieses und werde von der netten Dame hinter der Theke informiert: “Sie dürfen das Hot-Dog aber nicht in den Kinosall hinein nehmen.”

Aaahh-haa?! Etwas irrtiert frage ich nach, wie es denn um die anderen Gerichte bestellt sei. Das sei hingegen kein Problem, wurde mir berichtet. So nahm ich dann die viel zu kleine Schachtel mit den Nachos und der klebrigen Käsesauce mit ins Kino, durch die völlige Überfüllung des Behälters folgten einige Nachochips dem lockenden Ruf der Schwerkraft, andere Kinobesucher zertraten diese dann leidenschaftlich und hinterliesen die gewohnte Schweinerei von Popcorn- und Nachos-verspeisenden Kinobesuchern…

Ich bin überzeugt, ein Hot-Dog lässt sich sauber und fast rückstandsfrei verspeisen, Nachos & Co hingegen nicht. Aber eben, die Verkäuferin an der Theke konnte sich auf diese “Weisung aus Zürich” auch keinen sinnvollen Reim machen und schüttelte im Gleichtakt mit mir verständnislos den Kopf.

Was kriegt man für 290′00 Franken???

Gestern im St. Galler Tagblatt über den Bau einer Brücke für 290'000 Franken.Ein kleines Haus ohne Land? Einen tollen, schnellen Ferrari? Ja, das gäbe es wohl beides für dieses Geld. Doch in der Stadt St. Gallen hat man für das selbe Geld gerade mal eine kleine, provisorische – und man höre und staune – lediglich gemietete Fussgängerbrücke hingestellt. Das berichtet das St. Galler Tagblatt.

Irgendwie stimmt für mich das Verhältnis nicht:

Bei einem Hausbau wird doch viel mehr Material, mehr Planungsarbeit, mehr Bauarbeit aufgewendet als bei einer solchen Brücke aus Fertigelementen. Nicht mal ein Aushub ist notwendig, dafür soll die Brücke innerhalb von nicht mal 10 Minuten vom Laster abgeladen und montiert worden sein. Irgendwie riecht das Ganze für mich nachVerschleuderung von Steuergeldern…

Oder oute ich mich jetzt als architektonischer Totallaie? .-)

Was hat dieses Zeichen zu bedeuten?

Wer mit offenen Augen durch die Welt schreitet, entdeckt bekanntlich immer wieder Neues und Unbekanntes. Schon vor einigen Monaten entdeckte ich erstmals ein Symbol in der Stadt, aufgeklebt an einer Tourist-Info-Tafel, welches mich an das bekannte Schattenspiel-Bild «Hund» erinnert. Ich habe es als Gag eines Klebebilder-begeisterten Mitmenschen abgetan und ignoriert.

Doch seither habe ich dieses Symbol immer wieder in der Stadt St. Gallen entdeckt. Meistens ziert es die Rückseiten von amtlichen Schildern, so beispielsweise das «Rechts-Abbiege-Verbotsschild» vor unserem Geschäftshaus oder ein Schild an der Heiligkreuzkreuzung. So vermute ich nun, dass diese Schattenbilder doch was zu bedeuten haben und rätsle seither, ohne zu einem echten Ergebnis gekommen zu sein.

Vielleicht weiss ja einer von Euch da draussen, was für ein Geheimnis sich hinter diesen seltsamen Zeichen verbirgt. Irgendwie erinnert mich das an eine Schnitzeljagd oder sowas…

Ein Hauch Italien (Restaurantempfehlung)

In Zeiten überteuerter Pizzerias, standardisierten Kebapbuden und langweiligem Conviniencefood schätze ich die Perlen in der Gastronomie umso mehr. Es ist tragisch wieviele Lokale heute nicht mehr fähig gewillt sind, z.B. eine Salatsauce selbst herzustellen und stattdessen lieber zum Fertigprodukt aus der Flasche greifen.

Ganz unscheinbar im östlichen Stadtteil St. Fiden (Heimatstrasse 13, St. Gallen) steht die «Osteria Italiana». Dieses Restaurant ist einfach eingerichtet und versprüht den urtypischen Charme eines italienischen Clublokals. Es ist denn auch nicht die Einrichtung die begeistert, sondern der Wirt mit seiner sympathischen und zuvorkommenden Art und der ausgezeichneten und abwechslungsreichen Küche.

Wir haben nun schon einige Mal zu Mittag gegessen und waren stets begeistert. Das Mahl beginnt mit einem Antipasti-Buffet: Nicht einfach die üblichen Verdächtigen wie grillierte Paprika, Oliven und Mozzarella, sondern viele überraschende Experimente, italienische Spezialitäten und Kreationen warten auf den Teller geschaufelt zu werden. Speziell fiel mir auch auf, dass ich das Gefühl habe, bei jedem Besuch ein völlig neues Angebot vor mir zu sehen. Ich wusste bisher gar nicht, dass es derart viele Arten von Antipasti gibt. Begleitet wird das Ganze von salzigem Foccachiagebäck, Olivenbrot und zahlreichen Ölen, Essigsorten und Gewürzen.

Ein paar Beispiele der letzten Mittagmenüs... Danach folgt die Hauptspeise. Drei Gerichte stehen auf dem Menü. Es ist eine wahre Freude wie der Wirt sich die Zeit nimmt, uns die Gerichte angeregt in Worte gefasst zu präsentieren. Bei jedem Besuch werden wir mit aussergewöhnlich klingenden, aber desto besser schmeckenden Ideen überrascht. Einge Beispiele: «Weissweinrisotto mit frischen Erdberen und Crema di balsamico», «Penne napoli mit gebratenen frischen Pilzen, serviert in einer Schale aus italienischem Käse» oder «Farfalle mit Sauce aus frischen Tomaten und Salsiz». Die Gerichte sind übrigens stets mit Liebe zum Detail angerichtet und dekoriert… das Auge isst mit!

Abgerundet wird die Mahlzeit von einem kleinen feinen Dessert («Halbe Banane mit gefüllter Bananenschale» oder «Hausgemachtes Mousse-au-choccolat mit Erdberen auf frischem Rhabarberkompott»), einem typisch italienischen Espresso und je nach Laune des Wirtes einen verdauungsfördernden Grappa.

Klingt doch sensationell, oder? Und wisst ihr, was das alles kostet? Genau 17,50 Franken… man kriegt fast ein schlechtes Gewissen ob dem sensationellen Preis-/Leistungsverhältnis. Ok, dafür gibts Trinkgeld und jetzt mach ich auch noch etwas kostenlose Werbung für dieses absolut empfehlenswerte Lokal!

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