Das Schlimmste, was einem SwisscomTV-Benutzer passieren kann...

kebox - Fotolia.com

Überleg mal, was das Schlimmste ist, was einem SwisscomTV-Anwender (früher BluewinTV) passieren kann? Keine Internetverbindung? Nö, schlimmer. LipSync-Probleme? Nein, da sind wir schon längst durch. Defekte Settop-Box? Naja, nicht ganz, aber nahe dran… ;-)

Ich liege also im Bett, der frisch montierte TV freut sich auf seinen ersten richtigen Einsatz am neuen Ort. Ich drücke die Fernbedienung, höre das Einschalt-Klicken des TVs und…. er bleibt schwarz!

Irritiert bewegt sich mein Blick durch den Raum, möchte gleich prüfen, was die Betriebsanzeige-LED der Settop-Box zeigt. Dann realisiere ich, wo die Ursache liegt: Die Settop-Box ist nicht mehr da… weg, verschwunden… und meine Allerliebste neben mir begreift urplötzlich, dass Sie wohl das falsche Gerät entsorgt hatte. Jawoll, entsorgt.

Es fing ganz harmlos an…

Eigentlich gabs keinen Anlass zur Sorge. Am Donnerstag montierte ich den kleinen TV ab, befestigte eine neue Halterung an der Wand und daran den grösseren Fernseher, der vorher im Wohnzimmer seinen Dienst verrichtet hatte. Settop-Box und DVD-Player wurden angeschlossen und bei einem kurzen Funktionstest bemerkte ich, dass der DVD-Player nun wirklich endgültig hinüber ist. Ich äusserte dies und meine tüchtige Partnerin quittierte dies sogleich mit dem Hinweis, sie werde ihn somit morgen entsorgen gehen. Wir witzelten darüber, dass Sie dann ja nicht die falsche Box wegbringen solle. Alles schien klar und eindeutig…

Als ich am Freitag dann von meinem Meeting in München nach Hause fuhr, hatte ich sie noch am Telefon. Sie witzelte und zotete erneut: «Gäll, d’BluewinTV-Box hani denn entsorgt.» – «Klaaaaaaaaaaar doch! :-D *grins*» und wir schmunzelten gemeinsam weiter… beide noch nichts ahnend, dass dies der Tatsache entsprechen sollte.

Nun, die Settop-Box war nun also weg, wir lagen da, konnten uns fast nicht mehr erholen vom daraus resultierenden Lachanfall. Wir kringelten uns, malten uns aus, was ich später der Swisscom erzählen sollte – ach, es war trotz aller Peinlichkeit und Tragik herzerfrischend lustig… und dafür liebe ich meine Allerliebste, denn selbst in einer solchen Situation konnten wir uns gemeinsam über einen blöden Fehler amüsieren. Sich ärgern bringt ja nichts!

Der Tag danach

Nun, meine Allerliebste suchte die Entsorgungsstelle erneut auf, schilderte das Problem und die freundlichen Männer des Werkhofs begannen, den ganzen Elektroschrott-Container zu durchwühlen. Doch es war ergebnislos, der Container war bereits abgeholt. Auch der Anruf beim Entsorger und seine angestrebte Forschungsexpedition durch Tonnen von Kabeln, Platinen und Steckern brachte leider das Gerät nicht mehr zum Vorschein. Schlussendlich erfuhren wir, dass die Settop-Box bereits in Einzelteile zerlegt und der Aufbereitung zugeführt wurde…

Mit ungewissem Gefühl rief ich nun bei der Swisscom-Hotline ein. Ich begann mit der Erläuterung und mein Gegenüber musste sich das Lachen regelrecht (professionell) verkneifen. Er legte mich für einige Minuten in die Warteschlaufe («Da muss ich mal kurz was abklären, denn dafür gibts keinen standardmässigen Lösungsansatz.») und etwas später teilte mir der nette Herr mit, dass wir eine neue Settop-Box kostenlos zugestellt kriegen würden… «das Amüsement ists wert.»

Danke, liebe Swisscom

Welch kulante Haltung und einmal mehr die Bestätigung, dass Swisscom ein wunderbarer, kundenorientierter Laden ist. Ich hätte echt nie mit einer solchen Reaktion gerechnet und erwartete vielmehr eine entsprechende Rechnung.

… und abschliessend ein Wort für meine Allerliebste: Ich liebe Dich und Deinen einmaligen Humor. Ich mag es, wenn Du über Dich selbst lachen kannst. Es ist einfach schön, mit Dir solche Erlebnisse teilen zu dürfen. Muah!

BluewinTV, seit drei Jahren auf dem Markt.

[Trigami-Review]

Es ist schon verblüffend, wie schnell die Zeit vergeht. Ich erinnere mich noch genau an jenen Tag, wo ich auf die blosse Ankündigung, dass TV via Internet nun möglich sei, in den Swisscom-Shop gesteuert bin und mir das Starterpack geholt hatte. Am 1. November sind es nun drei Jahre seither. Und Swisscom hat ihr Produkt in dieser Zeit fleissig verbessert und optimiert.

In meinem Blog schrieb ich schon öfters von diesem neuen digitalen TV-Vergnügen, seinen Vorteilen und Schwächen. Nun möchte ich einen aktuellen Stand der Dinge vermitteln.

Warum überhaupt BluewinTV?

Du hast bestimmt schon Fernsehen zu Hause… sogar in Farbe und mit Stereoton :-) Für mich waren verschiedene Gründe ausschlaggebend, mich vom Kabelfernsehen zu trennen und auf BluewinTV zu setzen. Beginnen wir erst mal bei der (inzwischen) sehr guten Bild- und Tonqualität. Analoges Fernsehen kann da definitiv nicht mehr mithalten. Dann folgt schnell die grosse Senderauswahl – bei BluewinTV sinds über 140 TV- und 130 Radiosender – darunter derzeit 4 HD-Kanäle. HD bedeutet purer TV-Genuss, hochauflösend und 5.1-Dolby. Wem das nicht ausreicht, der kann bequem per Fernbedienung verschiedene Teleclub-Pakete, vom Sport- über Spielfilm- bis hin zum Familienpaket, abonnieren.

Doch für mich ausschlaggebend war mein Nutzungsverhalten. Irgendwann entschloss ich mich, dass ich mein Leben (nennen wir es Tagesablauf) nicht nach dem Fernsehprogramm richten will. Ein klassischer Videorekorder war mir zu umständlich. Bei BluewinTV gibts mit der Settop-Box einen komfortablen HD-Recorder gleich mit, aber perfekt eingerichtet.

So könnte ich z.B. die Funktion Time-Shift heute nicht mehr wegdenken. Ich schaue einen Film, da klingelts an der Tür, muss aufs Klo oder der Hund muss Gassi. Alles kein Problem! Ich drücke einfach die Pause-Taste und schon wird die Sendung im Hintergrund aufgezeichnet. Bin ich wieder zurück drücke ich die Play-Taste und weiter gehts, ohne auch nur eine Sekunde verpasst zu haben – einfach zeitversetzt.

Ich kann aber auch bequem via Internet, z.B. bei der Arbeit oder unterwegs via iPhone (webbased), Sendungen programmieren. Einen Knopfdruck mehr und schon wird eine Serienaufnahme programmiert. Ohne weiteres Zutun wird so jede künftige Folge, wahlweise zu einer definierten Uhrzeit oder jede Folge die ausgestrahlt wird, aufgenommen. Auch wenn man eine ganze Staffel einer Serie aufgenommen hat, verliert man den Überblick nicht, denn jede einzelne Folge wird mit den kompletten Programminformationen gespeichert und im Menü entsprechend angezeigt.

Eine TV-Zeitschrift nutze ich schon seit langem nicht mehr. Im integrierten TV-Guide werden die Sendungen aller Sender übersichtlich angezeigt und können auch über eine Volltextsuche durchsucht werden. Alternativ gibts den TV-Guide auch als Website, welche noch mehr Informationen zu den einzelnen Sendungen bereithält. Ein Klick auf den Aufnahmebutton und schon wird die Settop-Box zu Hause die Sendung aufnehmen.

Für mich eher unwichtig sind die Live-Events, welche als Pay-per-view genutzt werden können. So werden viele Sportereignisse gegen eine geringe Gebühr von meist Fr. 1.50 live ausgestrahlt. Perfekt für die Sportfreaks unter uns.

Mehr Freude macht mir hingegen die Video-on-demand-Idee. Über 500 Filme stehen rund um die Uhr in einer Art virtueller Videothek bereit. Via Fernbedienung kann man die Beschreibungen lesen oder Trailer anschauen, danach entscheidet man sich in aller Ruhe, ob man die Mietgebühr (zwischen 2.50 und 7.50 Franken) bezahlen und den Film sofort geniessen will.

Fast vergessen… Radio hören kann man ebenfalls. Neuerdings lässt sich die Settop-Box auch mit ausgeschaltetem TV bedienen. Im Display auf der Settop-Box wird der aktuelle Sender angezeigt, bzw. in Klammern angezeigt, wenn man durch die Senderliste durchscrollt.

Ein paar Kostenüberlegungen

Ok, alles hat seinen Preis. Und häufig werde ich mit dem Argument konfrontiert, digitales TV sei einfach zu teuer. Einverstanden, es mag ein klein wenig mehr kosten, doch man kriegt auch viel mehr Mehrwert. Selbst beim analogen Kabelfernsehen bezahlt man Gebühren. Sie sind jedoch meistens in den Nebenkosten einer Mietwohnung eingerechnet, so dass man die monatlichen 22.50 Grundgebühr (Cablecom) gar nicht so richtig realisiert. Will man zudem digitales Fernsehen, kommen bei Cablecom zwischen 6 und 25 Franken monatlich für die Settop-Box dazu.

Beides fällt aber weg, wenn man BluewinTV abonniert. Die Settop-Box ist bei Bluewin-TV stets inklusive, ebenso alle benötigten Kabel für die Standardinstallation. Das kleine Basic-Angebot schlägt mit Fr. 19.00 zuzügl. Fr. 2.25 Urheberrechtsgebühren zu Buche, einen Telefonanschluss mit DSL vorausgesetzt. Dabei muss man aber auf die Aufnahmefunktion, TimeShift und HD-Kanäle verzichten. Mit Fr. 29.00 kriegt man aber das volle Programm.

Möchte man einen weiteren Fernseher anschliessen, gibts eine Zusatzbox für 10 Franken monatlich. Ich verzichte jetzt auf einen detaillierten Preisvergleich, denn es gibt nachwievor verschiedene Varianten, je nach dem ob man einen Festnetzanschluss benötigt oder nicht oder wieviele Fernsehgeräte man ansteuern will. Für mich jedoch steht fest, dass das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt und mich unter dem Strich nicht mehr kostet, als das herkömmliche Kabelfernsehen.

Wer es noch genauer haben möchte, der sollte sich mal den Kostenvergleich von Comparis zu Gemüte führen.

Installation selbst gemacht

Zu Beginn der BluewinTV-Ära war die Installation noch kompliziert, wurde daher nur durch Swisscom-Installateure durchgeführt. Heute kann man in vielen Fällen das Ganze selbst installieren. Man geht in den Swisscom-Shop, schliesst das Abo ab und nimmt eine Starterbox mit nach Hause. Auspacken, Router mit der DSL-Dose verbinden, Settop-Box an den Fernseher anschliessen, Netzwerkkabel zwischen Router und Settop-Box stecken, fertig! Beim ersten Start wird die Settop-Box automatisch aktualisiert und somit auf den neusten Stand gebracht. Seit ich BluewinTV nutze sind zahlreiche neue Funktionen und Möglichkeiten hinzugekommen und ich gehe auch davon aus, dass sich das so fortsetzen wird. Denn man spürt, dass Swisscom es ernst mit dem Projekt IP-Tv (so der Fachbegriff für Fernsehen über Internetleitungen) meint.

Sollte die DSL-Dose in einem anderen Zimmer sein als der Fernseher und man möchte keine grossen Verkabelungsaktionen durchführen, sind im Swisscom-Shop zudem kabellose Verbindungskits. Und wenn einem das alles zu unsicher und zu kompliziert erscheint – was es aber nicht ist… mit der übersichtlichen Anleitung schafft das fast jeder – dann kann man die Installation für eine Pauschale von Fr. 290.00 komplett durch einen Swisscom-Fachmann ausführen lassen. Dieser montiert sogar eine moderne Digitalsteckdose und weist in die Bedienung von BluewinTV ein.

Ach ja, wichtig, BluewinTV ist nicht überall verfügbar. Ob Du diesen Service nutzen kannst, erfährst Du direkt auf dem Verfügbarkeitschecker. Einfach Telefonnummer oder Adresse eingeben und schon weiss man, ob es mit BluewinTV klappen könnte.

Einige kleine Tipps für den Alltag

So, nun noch einige kleine Tipps für den harten TV-Alltag :-)

Die TimeShift-Funktion ist genial. Da schaust Du einen spannenden Film, musst aber plötzlich dringend aufs Klo. Schnell die Pause-Taste gedrückt und schon wird das Programm im Hintergrund aufgezeichnet. Bist Du zurück drückst Du Play und schon setzt der Film fort, ohne dass Du auch nur einen Moment verpasst hast. Doch aufgepasst. Bei einem Senderwechsel wird diese Hintergrundaufzeichnung zurückgesetzt. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn die Katze über die Fernbedienung läuft oder ein anderes Familienmitglied Deine wichtige Sitzung nicht mitgekriegt hat und sich der Fernbedienung bemächtigt. Die Lösung: Drücke einfach die “Record”-Taste. Dann wird die Sendung dauerhaft aufgezeichnet. Im Unterschied zu einem Videorecorder kann man aber während der Aufzeichnung auch den Sender wechseln und schon bereits während der Aufzeichnung die Sendung schauen… also zeitversetzt, gewissermassen dasselbe wie bei TimeShift.

Jede Settop-Box bringt eine weitere Fernbedienung mit sich… irgendwann hat man einfach genügend von diesen praktischen Helfern auf dem Tischchen liegen. Eine für die Settop-Box, eine für den Fernseher, eine für die Stereoanlage/Verstärker, DVD-Player, Spielkonsole etc. Universelle Fernbedienungen sollen hier helfen, doch die meisten vereinen zwar die wichtigsten Funktionen der verschiedenen Geräte auf einer Fernbedienung, doch die richtige Reihenfolge beim Einschalten, das Verändern der Lautstärke (welches Gerät ist nun für den Ton verantwortlich? TV? Stereoanlage? Settop-Box?) und andere Aktionen lassen ungeübte, wenig technikbegeisterte Anwender schnell verzweifeln. Hier habe ich mit Logitechs Harmony Fernbedienungen eine wirklich nützliche, gut funktionierende Lösung entdeckt, die ich nur weiterempfehlen kann.

Lust zum Testen? Aktuelles Angebot von Swisscom

Neugierig gemacht? Dann kann ich Dir abschliessend noch folgendes Promotionsangebot von Swisscom empfehlen. Wer bis Ende Oktober 2009 BluewinTV abonniert,  bezahlt 2 Monate lang keine Grundgebühren. Mehr Infos gibts hier auf der BluewinTV-Website.

Bluewin TV – Den Kinderschuhen entwachsen…

Über das digitale Fernsehen, welches Swisscom unter dem Label BLUEWIN TV vertreibt, habe ich hier schon öfters berichtet. Seit bald 3 Jahren bin ich nun Nutzer dieser Technologie und möchte heute mal Fazit ziehen.

Zu Beginn war vieles nicht wirklich so, wie man es erwartete: Massivste LipSync-Probleme (Bild und Ton nicht synchron), je nach Sender unterschliedlich gute, bzw. schlechte Bildqualität, Probleme mit Aufnahmen (Zeitpunkt), Radiofunktion ohne Senderanzeige und vielem mehr.

Inzwischen hat Swisscom aber ihre Hausaufgaben gemacht. Die Bildqualität ist sehr gut, manchmal bin ich gar unsicher, ob man einen HD-Sender eingeschaltet hat. Die LipSync-Probleme treten nur noch ganz selten auf und die von Anfang an gute Benutzerführung hat sich auch in kleinen, aber steten Schritten verbessert. Bluewin TV ist also nicht ein Produkt, das einmal gekauft, bereits veraltet ist. Vielmehr entwickelt es sich ständig weiter und die Anwender werden immer wieder aus Neue überrascht.

Klangheimlich grosses Update eingespielt!

Seit wenigen Tagen ist Swisscom nun ein weiterer, grosser Schritt der Evolution gelungen: Ganz still und leise hat sie ein weiteres Update in die Settop-Boxen eingespielt… und damit eines der am stärksten vermissten Features eingeführt.

Ab sofort kann man auch auf einer Zweit-Settopbox (Slave) die Aufnahmen von der Hauptbox abspielen und neue Aufnahmen programmieren. Sensationell, war dies doch bislang ein sehr ärgerlicher Umstand, der öfters mal auf das weibliche Unverständnis im Haushalt gestossen war.

Bislang hiess es nämlich stets: In der guten Stube (Hauptbox) gabs die volle Funktionalität und die Möglichkeit, Aufnahmen abzuspielen. Doch im Schlafzimmer (Slavebox) konnte man nur live… wie schade, wenn man eine Aufnahme lieber im bequemen Bett zu Gemüte führen wollte.

Doch dies ist nun möglich. Die Hauptbox scheint die Aufnahmen an die Slavebox zu streamen.

Weiter so, liebe Swisscom… sowas macht Freue!

Kalender und Kontakte auf dem iPhone 3G: Hosted Exchange ist die Alternative zu Apples MobileMe.

Auch mein Blog zeigt sich auf dem iPhone korrekt dargestellt...Der letzte Samstag war wie Weihnachten und Geburtstag zusammen… ich erhielt den Bescheid, dass mein vor einer Woche reserviertes iPhone bereits zum Abholen bereit sei, was ich dann auch sogleich tat. Nun bin auch ich ein stolzer Besitzer dieses Wunderteils und bin fasziniert ob der Technik und Benutzerfreundlichkeit.

Natürlich verging nur wenig Zeit bis ich eine Lösung suchte, welche meinen Ansprüchen für den Alltag genügen sollte. Ich wünsche eine möglichst zentrale Verwaltung aller Kontakte und Termine, egal ob am heimischen PC, am Rechner im Geschäft, unterwegs mit dem iPhone oder im Ausland am Hotelterminal, überall möchte ich auf meine Daten zugreifen können. Ebenso sollen keine Inkonsistenzen möglich sein.

Leider gibt es derzeit noch keine Lösung zur Synchronisation zwischen Lotus Notes und dem iPhone, was meine favorisierte (und eben bereits im Einsatz befindliche) Lösung gewesen wäre.

Apples MobileMe – Banane reift beim Kunden
… noch ist sie völlig grün!

Im Prinzip wäre Apples MobileMe-Service genau die gesuchte Lösung. Doch die eingeräumte Testphase zeigte mir vor allem eines. MobileMe ist langsam, fehlerhaft und unzuverlässig. Wichtige Features wie Import und Export funktionieren seit dem Start nicht (das berichten bestätigen andere Leidgeplagte in zahlreichen Foren), die Anwendung ist für heutige Web 2.0-Verhältnisse sehr träge (Lieferfristen statt Antwortzeiten) und die Möglichkeiten sind auch arg eingeschränkt. Nach einigen Stunden des Experimentierens kam ich zum Schluss, dass ich mit diesem Service – der ja auch rund 70 US$ im Jahr kosten soll – nicht glücklich werden kann und hielt Ausschau nach einer Alternative.

Synchronisierung mit Exchange über ActiveSync

Das iPhone 3G unterstützt verschiedene Account-Typen.Mit der Firmware 2.0 kann das iPhone erstmals auch mit Exchange Servern kommunizieren. Dank ActiveSync ist sogar ein Push von Daten möglich. Bei meiner Recherche stiess ich dann auf Cortado.de, einem Anbieter eines Hosted Exchange Servers. Dessen Angebot richtet sich im Unterschied zu vielen anderen Anbietern nicht ausschliesslich an Geschäftskunden, sondern auch an ganz normale Privatkunden und solche wie mich, welche sich irgendwo dazwischen sehen. So startete ich den Versuch mit «Cortado Business Plus». Zum Preis von 9,99 € im Monat kriegt man hier nebst einer Outlook 2007 Lizenz einen zuverlässigen Hosted Exchange Server.

Ganz praktisch: Um den Service zu testen braucht man keinen müden Rappen aufzuwerfen. 30 Tage hat man unverbindlich Zeit, den Dienst auf Herz und Nieren zu testen. Die Einrichtung verlief ganz bequem. Nach wenigen Minuten hat man die Registrierung erledigt und erhält sofort die Zugangsdaten, mit welchen man loslegen kann. Schnell im iPhone ein Exchange-Konto angelegt – hierzu müssen die paar wenigen Angaben von Cortado eingegeben werden – und schon werden Kontakte, Kalender und E-Mails synchronisiert. Durch ActiveSync übrigens innerhalb von Sekunden.

Danach richtete ich sowohl auf meinem heimischen PC als auch auf dem Notebook je ein Outlook 2007-Profil ein. Auch dies klappte (fast) ohne Probleme… hätte ich die Dokumentation ganz genau gelesen (schon zu Beginn!), dann wäre der Anruf der technischen Hotline wohl überflüssig gewesen. Dafür kann ich nun aber davon berichten, dass der technische Support erstklassig war. Ohne Wartezeit erreichte ich telefonisch einen kompetenten Mitarbeiter, mit welchem ich das Konfigurationsproblemchen sofort lösen konnte. Danach synchronisierte auch Outlook problemlos mit dem Server.

Erlebe den Vorteil von ActiveSync

Innert Sekunden sind erfasste Einträge sowohl auf dem iPhone, als auch in Outlook und per Web Access nachgeführt.Schnell einen Kontakt auf dem iPhone erfasst und schwupps… schon erscheint dieser auch im Outlook. Dann einen Termin in Outlook erfasst und schon wenige Sekunden später ist dieser Eintrag auf dem iPhone sichtbar. Genial! Für den Zugriff ohne iPhone und Outlook steht zudem ein Web Access zur Verfügung. Einfach im Webbrowser die Adresse angesurft, Logindaten eingegeben und schon präsentiert sich eine Outlook-ähnliche Nachbildung, mit welcher alle Funktionalitäten genutzt werden können. Brilliant!

Import der Kontakte über VCard-Datei

So begann ich nun alle Kontakte zu importieren. Hierzu ein kleiner Tipp: Ich hatte alle Kontakte von meinem alten Handy in einer vcf-Datei vorliegend. Diese VCard-Datei enthielt gegen 200 Kontakte. Outlook liest beim Import jedoch nur den ersten aller Kontakte ein, was natürlich sehr ärgerlich ist. Bevor man sich jedoch irgendwelche kostenpflichtige Konverter zulegt, sollte man Evan Thompsons Tipp zu Gemüte führen. Er erklärt in seinem Beitrag «Importing multiple vCards into Outlook», wie man mit einem kleinen Umweg eine VCard-Datei mit mehreren Einträgen in Outlook importieren kann.

Danach übernahm ich in einer länger dauernden Sitzung alle Kalenderdaten vom alten Handy (bzw. Lotus Notes) ins Outlook. Leider fand ich hier keine Export/Import-Lösung, so dass ich mühsam alle Termine von Hand übertragen habe. Künftig wird mir dies wohl nicht mehr passieren, da Outlook doch eine grosse Basis hat und zahlreiche Export-Möglichkeiten existieren…

Mails weiterhin per IMAP

Auch wenn ich auch den ganzen Mailverkehr ebenfalls über den Cortado-Exchange Server laufen lassen könnte, nutze ich momentan weiterhin den IMAP-Abgleich mit meinem eigenen Mailserver. Das heisst, Cortado wird nur für Kalender und Kontakte eingesetzt.

Fazit

Ich bin wirklich begeistert. Endlich habe ich – egal welches Medium ich gerade verwende und wo ich mich befinde – die aktuellen Daten zur Hand und kann auch Änderungen vornehmen. Vorbei sind die Zeiten, wo ich mein Handy «noch schnell synchronisieren» musste, bevor ich das Büro verliess. Vergessen die Umstände, wenn mal weder der eigene Rechner noch eine vernünftige Handynetzabdeckung vorhanden war und nur ein Hotel-PC zur Verfügung stand.

Ach ja… von Orange habe ich nun definitiv verabschiedet und bin nun bei Swisscom. Ein Nummernwechsel nahm ich hierfür in Kauf.

Die Zukunft

Und ich bin ja sehr gespannt, ob es mir mal gleich gehen wird wie ihm. :-)

iPhone 3G: Orange probt die Stammkunden-Veräppelung

Die Crux mit subventionierten Handy-Angeboten liegt darin, dass man vor Ablauf eines bestehenden Abos nur wenig Spielraum hat. Dennoch zeigten sich die verschiedenen Anbieter in der Vergangenheit immer wieder sehr grosszügig. In dieser Hoffnung kontaktierte ich Orange, denn ein iPhone soll schon bald mir gehören.

So bot mir Orange dann folgendes an: Das kleine 8 GB Modell mit 10% Rabatt für “nur” 679.- Franken. Ich stutzte und hakte nach: “Aber… das ist ja 160 Franken teurer, als wenn ich ohne Rabatt und Abo dasselbe Gerät bei Swisscom kaufen würde. Ich bin doch seit vielen Jahren Orange-Kunde”. Doch der Orange-Mitarbeiter zeigte wenig Gehör für meine Argumentation.

Selbst wenn ich die Strafgebühr bei einer vorzeitigen Vertragsauflösung von 500 Franken berücksichtige, käme ich bei Swisscom dann noch günstiger: Vertrag und Gerät zu 99 Franken, dazu 500 Penalty bei Orange… macht 599 Franken und liegt somit unter dem Orangeangebot für mich als langjähriger Stammkunde.

Ich habe keine wirkliche Eile, erstmal gehts ab in die Ferien und dann schauen wir erst mal. Doch diese extrem kundenfreundliche Haltung – ich fühle mich richtig veräppelt – lässt mich ernsthaft hinterfragen, was mich – ausser der reinen Bequemlichkeit – eigentlich noch bei Orange hält. Meint Orange denn ernsthaft, dass ihre Kunden derart blöd sind und nicht rechnen können? Irgendwie festigt sich bei mir der Gedanke, auch bei der Handytelefonie wieder zur guten alten Swisscom zurückzukehren…

Ach ja, abschliessend bleibt noch zu erwähnen, dass es Orange immer noch nicht geschaft hat, die iPhone-Angebote auf ihrer Homepage zu veröffentlichen.

Inzwischen häufen sich ähnliche Beiträge im Netz:

Update 21.07.2008 - Der Weg führt mich nun wohl zurück zur altehrwürdigen Swisscom. Ich steh jedenfalls mal auf der iPhone-Warteliste und tue das, was der Name suggeriert… warten! :)

Ein ganz persönliches Angebot für mich, getreu dem Motto: Mehr bezahlen für die gleiche Leistung.Apropos Stammkunden-Veräppelung: Heute erhielt ich folgendes personalisiertes Angebot von Orange in meinem Konto angezeigt: 30 SMS für 5 Franken. Ich wäre aber bescheuert, dieses anzunehmen. Denn derzeit bezahle ich 15 Rappen pro SMS, was bei 30 SMS-Nachrichten somit nur 4.50 kostet. Was denken sich diese Marketingmenschen eigentlich?

iPhone 3G – Orange blamiert sich (immer noch)! [UPDATED]

Ausschnitt aus dem nichtssagenden Newsletter von Orange, deren Mitbewerber zwei Tage zuvor bereits alle Konditionen bekannt gab.Als Swisscom bekannt gab, dass das iPhone 3G bei ihnen erhältlich sein werde, zog Orange eine Stunde später nach und bot auch ihren Kunden ein Newsletter-Anmelde-Formular. Mehr war es eigentlich nicht. Die ganze Welt wartet nun gespannt auf den 11. Juli, an welchem das Kult-Handy endlich und erstmals auch in der Schweiz offiziell erhältlich sein wird.

Am 1. Juli dann verschickte Swisscom fast zeitgleich mit der Pressemitteilung einen Newsletter an die interessierten Anwender. Dieser enthielt Angaben über Preise und Abonnements. Seither warte ich als Orange-Kunde auf ähnliches von meiner Telefongesellschaft. Gestern Abend dann blinkts in meinem Posteingang. Orange meldet sich bezüglich dem iPhone zu Wort.  Doch anstatt konkreten Informationen wird mir nur mitgeteilt, dass ich bei Orange die Wahl zwischen drei Modellen habe und dass ich einer der ersten sei, der ein attraktives Angebot erhalten werde.

Was hier Orange vorllzieht wirkt auf mich ziemlich blamabel. Jedes Kind weiss doch, wie gross das Interesse am iPhone ist. Orange hatte wochenlang Zeit um sich Gedanken über die Preisgestaltung zu machen. Doch selbst einige Tage vor dem Release scheint Orange überrascht zu sein und versucht sich mit der seltsamen Mail aus der Schlinge zu ziehen. Peinlich finde ich, denn die ganze Schweiz erwartet JETZT Fakten… und ich frage mich derweil, ob wenigstens das Netz von Orange auf die iPhone-Features bis zum Launch ausgebaut ist oder ob Orange dann auch per E-Mail mitteilt “Lieber Kunde, irgendwann werden Sie Ihr iPhone auch bei uns im vollen Funktionsumfang nutzen können.”

Update 4.7.2008 11.15 – Orange hat nun nachgezogen und ihre Abo-Preise kommuniziert. Ich erfuhr es via PC Tipp Newsletter. Auf der Orange-Homepage findet man versteckt in den Pressemitteilungen diese Infos als PDF…. ansonsten schweigt sich Orange weiterhin darüber aus. Ebenso warte ich nun auch eine E-Mail… schliesslich habe ich mich dort in den Newsletterverteiler eingeschrieben und soll so aus erster Hand die Infos erhalten. :-)

Die Konditionen sind übrigens durchaus interessant. Zum einen gibts neben 2-Jahres-Verträge auch Ein-Jahres-Abonnements. Dazu enthalten die Angebote auch Freiminuten und SMS.

Update 4.7.2008 13.45 - Auf der Homepage gibts immer noch keine Infos, auch per Mail ist noch nichts eingetroffen. Darum habe ich mal bei der Hotline angerufen und mich versucht zu erkundigen. Nunja, in Widersprüche verstrickt hat sich die gute Dame am anderen Ende der Leitung. Zusammengefasst lässt sich das Gespräch so zusammenfassen: “Wir haben keine Ahnung, wir wissen nichts und wir erfahrens erst. Die Preispläne sind zwar schon publiziert, aber die Tarife noch nicht bekannt.” – Nachgefragt, wo der Unterschied zwischen Preisplan und Tarif liege, erfahre ich dann, dass damit die Konditionen für eine Abo-Verlängerungen gemeint seien. Es gebe dann bestimmt ein Angebot, nur sei noch nichts bekannt. Warten wir also ab… zum Glück bin ich am 11.7. in den Ferien und komme somit gar nicht in die Versuchung, jetzt und sofort so ein Gerät ergattern zu wollen. :-)

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