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Sinneswandel bei Swisscom
3Fehler passieren, selbst bei grösster Achtsamkeit. Gestern erlebte die Swisscom wohl ihre grösste Panne: Mehrere Stunden lang war der mobile Internetzugang gestört. Naja, das ist sehr ärgerlich und bei geschäftlicher Nutzung (z.B. in Kreditkartenterminals oder zur Business-Kommunikation) teilweise auch mit unangenehmen Auswirkungen. Doch wenn man von einem solchen Problem weiss, dann findet man temporäre Ausweichlösungen… nur genau an diesem Punkt bekleckerte sich Swisscom gar nicht mit Ruhm.
Um 8 Uhr rief ich die Hotline an. Erst nach 15 langen Warteminuten, einem zuerst ahnungslosen Hotlinemitarbeiter und seinen Abklärungen erfuhr ich, dass ein technisches Problem bestünde. Doch lange nicht jeder ruft dort an, dennoch veröffentlichte Swisscom erst gegen Mittag eine Notiz auf ihrer Website. Nunja, das ist wiederum wenig hilfreich, wenn man wegen der Panne keinen Zugang zum Internet hat. So erhielt ich im Laufe des Tages von Mitmenschen, welche diese Panne selbst nicht bemerkt haben, z.B. telefonische Rückfragen, warum ich denn nicht auf ihre Mail antworten würde.
Auf die Frage, warum Swisscom ihre Kunden nicht per SMS über den Ausfall informiert hat, antwortete Swisscom-Sprecher Olaf Schulze gegenüber 20 Minuten, dass dies sei bei 5,7 Millionen Kunden keine Option sei. Warum nicht, erfährt man leider nicht, denn im Normalbetrieb versendet Swisscom ja auch sonst gerne mal ein Info-SMS wegen neuen Services, aktuellem Rechnungsbetrag etc. Scheute man evtl. die Kosten?
Doch dann kommt offenbar der Sinneswandel: Einen Tag darauf erfährt man aus den Medien, dass jeder Swisscom-Kunde nun als Entschädigung 10 Franken auf sein Kundenkonto gutgeschrieben erhalten würde.
Da frage ich mich, wäre die Information per SMS nicht kundenfreundlicher und vielleicht doch günstiger gewesen? Klar freue ich mich über die 10 Franken, klar hätte auch eine SMS das Problem nicht gelöst.
Das Schlimmste, was einem SwisscomTV-Benutzer passieren kann…
6Überleg mal, was das Schlimmste ist, was einem SwisscomTV-Anwender (früher BluewinTV) passieren kann? Keine Internetverbindung? Nö, schlimmer. LipSync-Probleme? Nein, da sind wir schon längst durch. Defekte Settop-Box? Naja, nicht ganz, aber nahe dran… ;-)
Ich liege also im Bett, der frisch montierte TV freut sich auf seinen ersten richtigen Einsatz am neuen Ort. Ich drücke die Fernbedienung, höre das Einschalt-Klicken des TVs und…. er bleibt schwarz!
Irritiert bewegt sich mein Blick durch den Raum, möchte gleich prüfen, was die Betriebsanzeige-LED der Settop-Box zeigt. Dann realisiere ich, wo die Ursache liegt: Die Settop-Box ist nicht mehr da… weg, verschwunden… und meine Allerliebste neben mir begreift urplötzlich, dass Sie wohl das falsche Gerät entsorgt hatte. Jawoll, entsorgt.
Es fing ganz harmlos an…
Eigentlich gabs keinen Anlass zur Sorge. Am Donnerstag montierte ich den kleinen TV ab, befestigte eine neue Halterung an der Wand und daran den grösseren Fernseher, der vorher im Wohnzimmer seinen Dienst verrichtet hatte. Settop-Box und DVD-Player wurden angeschlossen und bei einem kurzen Funktionstest bemerkte ich, dass der DVD-Player nun wirklich endgültig hinüber ist. Ich äusserte dies und meine tüchtige Partnerin quittierte dies sogleich mit dem Hinweis, sie werde ihn somit morgen entsorgen gehen. Wir witzelten darüber, dass Sie dann ja nicht die falsche Box wegbringen solle. Alles schien klar und eindeutig…
Als ich am Freitag dann von meinem Meeting in München nach Hause fuhr, hatte ich sie noch am Telefon. Sie witzelte und zotete erneut: «Gäll, d’BluewinTV-Box hani denn entsorgt.» – «Klaaaaaaaaaaar doch! :-D *grins*» und wir schmunzelten gemeinsam weiter… beide noch nichts ahnend, dass dies der Tatsache entsprechen sollte.
Nun, die Settop-Box war nun also weg, wir lagen da, konnten uns fast nicht mehr erholen vom daraus resultierenden Lachanfall. Wir kringelten uns, malten uns aus, was ich später der Swisscom erzählen sollte – ach, es war trotz aller Peinlichkeit und Tragik herzerfrischend lustig… und dafür liebe ich meine Allerliebste, denn selbst in einer solchen Situation konnten wir uns gemeinsam über einen blöden Fehler amüsieren. Sich ärgern bringt ja nichts!
Der Tag danach
Nun, meine Allerliebste suchte die Entsorgungsstelle erneut auf, schilderte das Problem und die freundlichen Männer des Werkhofs begannen, den ganzen Elektroschrott-Container zu durchwühlen. Doch es war ergebnislos, der Container war bereits abgeholt. Auch der Anruf beim Entsorger und seine angestrebte Forschungsexpedition durch Tonnen von Kabeln, Platinen und Steckern brachte leider das Gerät nicht mehr zum Vorschein. Schlussendlich erfuhren wir, dass die Settop-Box bereits in Einzelteile zerlegt und der Aufbereitung zugeführt wurde…
Mit ungewissem Gefühl rief ich nun bei der Swisscom-Hotline ein. Ich begann mit der Erläuterung und mein Gegenüber musste sich das Lachen regelrecht (professionell) verkneifen. Er legte mich für einige Minuten in die Warteschlaufe («Da muss ich mal kurz was abklären, denn dafür gibts keinen standardmässigen Lösungsansatz.») und etwas später teilte mir der nette Herr mit, dass wir eine neue Settop-Box kostenlos zugestellt kriegen würden… «das Amüsement ists wert.»
Danke, liebe Swisscom
Welch kulante Haltung und einmal mehr die Bestätigung, dass Swisscom ein wunderbarer, kundenorientierter Laden ist. Ich hätte echt nie mit einer solchen Reaktion gerechnet und erwartete vielmehr eine entsprechende Rechnung.
… und abschliessend ein Wort für meine Allerliebste: Ich liebe Dich und Deinen einmaligen Humor. Ich mag es, wenn Du über Dich selbst lachen kannst. Es ist einfach schön, mit Dir solche Erlebnisse teilen zu dürfen. Muah!
BluewinTV, seit drei Jahren auf dem Markt…. (neu SwisscomTV)
37Es ist schon verblüffend, wie schnell die Zeit vergeht. Ich erinnere mich noch genau an jenen Tag, wo ich auf die blosse Ankündigung, dass TV via Internet nun möglich sei, in den Swisscom-Shop gesteuert bin und mir das Starterpack geholt hatte. Am 1. November sind es nun drei Jahre seither. Und Swisscom hat ihr Produkt in dieser Zeit fleissig verbessert und optimiert.
In meinem Blog schrieb ich schon öfters von diesem neuen digitalen TV-Vergnügen, seinen Vorteilen und Schwächen. Nun möchte ich einen aktuellen Stand der Dinge vermitteln.
Warum überhaupt SwisscomTV?
Du hast bestimmt schon Fernsehen zu Hause… sogar in Farbe und mit Stereoton :-) Für mich waren verschiedene Gründe ausschlaggebend, mich vom Kabelfernsehen zu trennen und auf BluewinTV zu setzen. Beginnen wir erst mal bei der (inzwischen) sehr guten Bild- und Tonqualität. Analoges Fernsehen kann da definitiv nicht mehr mithalten. Dann folgt schnell die grosse Senderauswahl – bei BluewinTV sinds über 140 TV- und 130 Radiosender – darunter derzeit 4 HD-Kanäle. HD bedeutet purer TV-Genuss, hochauflösend und 5.1-Dolby. Wem das nicht ausreicht, der kann bequem per Fernbedienung verschiedene Teleclub-Pakete, vom Sport- über Spielfilm- bis hin zum Familienpaket, abonnieren.
Doch für mich ausschlaggebend war mein Nutzungsverhalten. Irgendwann entschloss ich mich, dass ich mein Leben (nennen wir es Tagesablauf) nicht nach dem Fernsehprogramm richten will. Ein klassischer Videorekorder war mir zu umständlich. Bei BluewinTV gibts mit der Settop-Box einen komfortablen HD-Recorder gleich mit, aber perfekt eingerichtet.
So könnte ich z.B. die Funktion Time-Shift heute nicht mehr wegdenken. Ich schaue einen Film, da klingelts an der Tür, muss aufs Klo oder der Hund muss Gassi. Alles kein Problem! Ich drücke einfach die Pause-Taste und schon wird die Sendung im Hintergrund aufgezeichnet. Bin ich wieder zurück drücke ich die Play-Taste und weiter gehts, ohne auch nur eine Sekunde verpasst zu haben – einfach zeitversetzt.
Ich kann aber auch bequem via Internet, z.B. bei der Arbeit oder unterwegs via iPhone (webbased), Sendungen programmieren. Einen Knopfdruck mehr und schon wird eine Serienaufnahme programmiert. Ohne weiteres Zutun wird so jede künftige Folge, wahlweise zu einer definierten Uhrzeit oder jede Folge die ausgestrahlt wird, aufgenommen. Auch wenn man eine ganze Staffel einer Serie aufgenommen hat, verliert man den Überblick nicht, denn jede einzelne Folge wird mit den kompletten Programminformationen gespeichert und im Menü entsprechend angezeigt.
Eine TV-Zeitschrift nutze ich schon seit langem nicht mehr. Im integrierten TV-Guide werden die Sendungen aller Sender übersichtlich angezeigt und können auch über eine Volltextsuche durchsucht werden. Alternativ gibts den TV-Guide auch als Website, welche noch mehr Informationen zu den einzelnen Sendungen bereithält. Ein Klick auf den Aufnahmebutton und schon wird die Settop-Box zu Hause die Sendung aufnehmen.
Für mich eher unwichtig sind die Live-Events, welche als Pay-per-view genutzt werden können. So werden viele Sportereignisse gegen eine geringe Gebühr von meist Fr. 1.50 live ausgestrahlt. Perfekt für die Sportfreaks unter uns.
Mehr Freude macht mir hingegen die Video-on-demand-Idee. Über 500 Filme stehen rund um die Uhr in einer Art virtueller Videothek bereit. Via Fernbedienung kann man die Beschreibungen lesen oder Trailer anschauen, danach entscheidet man sich in aller Ruhe, ob man die Mietgebühr (zwischen 2.50 und 7.50 Franken) bezahlen und den Film sofort geniessen will.
Fast vergessen… Radio hören kann man ebenfalls. Neuerdings lässt sich die Settop-Box auch mit ausgeschaltetem TV bedienen. Im Display auf der Settop-Box wird der aktuelle Sender angezeigt, bzw. in Klammern angezeigt, wenn man durch die Senderliste durchscrollt.
Ein paar Kostenüberlegungen
Ok, alles hat seinen Preis. Und häufig werde ich mit dem Argument konfrontiert, digitales TV sei einfach zu teuer. Einverstanden, es mag ein klein wenig mehr kosten, doch man kriegt auch viel mehr Mehrwert. Selbst beim analogen Kabelfernsehen bezahlt man Gebühren. Sie sind jedoch meistens in den Nebenkosten einer Mietwohnung eingerechnet, so dass man die monatlichen 22.50 Grundgebühr (Cablecom) gar nicht so richtig realisiert. Will man zudem digitales Fernsehen, kommen bei Cablecom zwischen 6 und 25 Franken monatlich für die Settop-Box dazu.
Beides fällt aber weg, wenn man BluewinTV abonniert. Die Settop-Box ist bei Bluewin-TV stets inklusive, ebenso alle benötigten Kabel für die Standardinstallation. Das kleine Basic-Angebot schlägt mit Fr. 19.00 zuzügl. Fr. 2.25 Urheberrechtsgebühren zu Buche, einen Telefonanschluss mit DSL vorausgesetzt. Dabei muss man aber auf die Aufnahmefunktion, TimeShift und HD-Kanäle verzichten. Mit Fr. 29.00 kriegt man aber das volle Programm.
Möchte man einen weiteren Fernseher anschliessen, gibts eine Zusatzbox für 10 Franken monatlich. Ich verzichte jetzt auf einen detaillierten Preisvergleich, denn es gibt nachwievor verschiedene Varianten, je nach dem ob man einen Festnetzanschluss benötigt oder nicht oder wieviele Fernsehgeräte man ansteuern will. Für mich jedoch steht fest, dass das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt und mich unter dem Strich nicht mehr kostet, als das herkömmliche Kabelfernsehen.
Wer es noch genauer haben möchte, der sollte sich mal den Kostenvergleich von Comparis zu Gemüte führen.
Installation selbst gemacht
Zu Beginn der BluewinTV-Ära war die Installation noch kompliziert, wurde daher nur durch Swisscom-Installateure durchgeführt. Heute kann man in vielen Fällen das Ganze selbst installieren. Man geht in den Swisscom-Shop, schliesst das Abo ab und nimmt eine Starterbox mit nach Hause. Auspacken, Router mit der DSL-Dose verbinden, Settop-Box an den Fernseher anschliessen, Netzwerkkabel zwischen Router und Settop-Box stecken, fertig! Beim ersten Start wird die Settop-Box automatisch aktualisiert und somit auf den neusten Stand gebracht. Seit ich BluewinTV nutze sind zahlreiche neue Funktionen und Möglichkeiten hinzugekommen und ich gehe auch davon aus, dass sich das so fortsetzen wird. Denn man spürt, dass Swisscom es ernst mit dem Projekt IP-Tv (so der Fachbegriff für Fernsehen über Internetleitungen) meint.
Sollte die DSL-Dose in einem anderen Zimmer sein als der Fernseher und man möchte keine grossen Verkabelungsaktionen durchführen, sind im Swisscom-Shop zudem kabellose Verbindungskits. Und wenn einem das alles zu unsicher und zu kompliziert erscheint – was es aber nicht ist… mit der übersichtlichen Anleitung schafft das fast jeder – dann kann man die Installation für eine Pauschale von Fr. 290.00 komplett durch einen Swisscom-Fachmann ausführen lassen. Dieser montiert sogar eine moderne Digitalsteckdose und weist in die Bedienung von BluewinTV ein.
Ach ja, wichtig, BluewinTV ist nicht überall verfügbar. Ob Du diesen Service nutzen kannst, erfährst Du direkt auf dem Verfügbarkeitschecker. Einfach Telefonnummer oder Adresse eingeben und schon weiss man, ob es mit BluewinTV klappen könnte.
Einige kleine Tipps für den Alltag
So, nun noch einige kleine Tipps für den harten TV-Alltag :-)
Die TimeShift-Funktion ist genial. Da schaust Du einen spannenden Film, musst aber plötzlich dringend aufs Klo. Schnell die Pause-Taste gedrückt und schon wird das Programm im Hintergrund aufgezeichnet. Bist Du zurück drückst Du Play und schon setzt der Film fort, ohne dass Du auch nur einen Moment verpasst hast. Doch aufgepasst. Bei einem Senderwechsel wird diese Hintergrundaufzeichnung zurückgesetzt. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn die Katze über die Fernbedienung läuft oder ein anderes Familienmitglied Deine wichtige Sitzung nicht mitgekriegt hat und sich der Fernbedienung bemächtigt. Die Lösung: Drücke einfach die “Record”-Taste. Dann wird die Sendung dauerhaft aufgezeichnet. Im Unterschied zu einem Videorecorder kann man aber während der Aufzeichnung auch den Sender wechseln und schon bereits während der Aufzeichnung die Sendung schauen… also zeitversetzt, gewissermassen dasselbe wie bei TimeShift.
Jede Settop-Box bringt eine weitere Fernbedienung mit sich… irgendwann hat man einfach genügend von diesen praktischen Helfern auf dem Tischchen liegen. Eine für die Settop-Box, eine für den Fernseher, eine für die Stereoanlage/Verstärker, DVD-Player, Spielkonsole etc. Universelle Fernbedienungen sollen hier helfen, doch die meisten vereinen zwar die wichtigsten Funktionen der verschiedenen Geräte auf einer Fernbedienung, doch die richtige Reihenfolge beim Einschalten, das Verändern der Lautstärke (welches Gerät ist nun für den Ton verantwortlich? TV? Stereoanlage? Settop-Box?) und andere Aktionen lassen ungeübte, wenig technikbegeisterte Anwender schnell verzweifeln. Hier habe ich mit Logitechs Harmony Fernbedienungen eine wirklich nützliche, gut funktionierende Lösung entdeckt, die ich nur weiterempfehlen kann.
Lust zum Testen? Aktuelles Angebot von Swisscom
Neugierig gemacht? Wenn Du SwsscomTV bis Ende November 2010 bestellen willst, dann melde Dich bei mir. Ich habe noch ein spezielles Vermittlerangebot zu vergeben: 4 Monate Grundgebühr geschenkt, 50 Franken Gutschein für den Swisscom-Shop und 40 Franken Guthaben für Filmmiete… alles geschenkt! Einfach Mail an mich!

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