Woopra macht sichtbar, was meine Besucher hier so treiben.

So präsentiert sich Woopras Dashboard mit der Übersicht über alle wichtigen Werte - in Echtzeit.Statistiken finde ich eine spannende Sache, vor allem, wenn Sie eine Sache betreffen, mit welcher man sich auch auseinandersetzen will. So schaue ich regelmässig via Google Analytics, wie gut meine Website besucht wird, welche Inhalte besonders interessant zu sein scheinen und achte auf den allgemeinen Trend. Nun habe ich ein neues Auswertungstool entdeckt, welches sich anfänglich ähnlich anfühlt, aber doch woanders endet:

Woopra.com ist noch im Beta-Stadium. Anmeldungen scheinen daher zeitweise nicht oder nur verzögert angenommen zu werden. Dafür ist der Server derzeit noch kostenlos, vermute aber, dass sich dies irgendwann mal ändern wird.

In der Echtzeitansicht sieht man die einzelnen Besucher... nicht beim Namen, aber als greifbarer Wert.Der Einbau in die Website erfolgt ähnlich wie bei Google Analytics. Nach der Anmeldung und Freigabe erhält man einige wenige Zeilen Code, welchen man in jede Seite integrieren muss. Damit zählt Woopra die Besucher… soweit so ähnlich. Doch zur Anzeige stellt Woopra einen Java-basierenden Client – sprich Programm – zur Verfügung, sowohl für Windows, Mac und Linux. Dieser Client zeigt nun nicht nur die allgemeinen Trends, beliebtesten Suchbegriffe und Herkunft der Besucher an, sondern macht all dies in Echtzeit. In einer quitschbunten Oberfläche wird angezeigt, wieviele Besucher sich in just diesem Moment auf der Werbsite befinden, über welche Website sie zu mir gelangt sind, was sie gerade lesen und wieviel Zeit sie hier verbringen. Es weckt den kleinen Voyeur in einem und gibt ein Gespür dafür, was der Besucher denkt und tut.

In einer Keyword-Wolke werden die beliebtesten Suchbegriffe, welche zu der beobachteten Website führen, visualisiert.Besonders schön gelöst finde ich die Anzeige der beliebtesten Suchbegriffe in Form einer Wolke.

So wird man benachrichtigt, wenn ein Besucher z.B. eine speziell beobachtete Seite öffnet.Lässt man Woopra ständig nebenher laufen, kann man auch über speziell besuchte Inhalte informiert werden. So kann man benachrichtigt werden, wenn ein Besucher einen bestimmten Inhalt ansurft, einen festgelegten Suchbegriff verwendet oder eine gewisse Herkunft (z.B. IP-Adresse, Land, Sprache) hat. Über diese Besucher wird man jeweils per PopUp informiert.

Da staunt der Besucher wohl nicht schlecht, wenn er plötzlich vom Webmaster angeschrieben wird.Per Mausklick kann man diesen Besucher gezielt per Chat kontaktieren. Bei ihm öffnet sich dann ein kleines Chatfenster. Sowas geniales! Wundere Dich also nicht, wenn ich Dich mal anquatsche, falls Du in meinem Blog tummelst. :-)

Ob ich diesen Service nutzen werde, sollte er kostenpflichtig werden, kann ich noch nicht beurteilen. Aber ein Erlebnis ist er allemal und fasziniert zugleich, selbst ausprobieren ist also Pflicht.

Link zum vorgestellten Service: Woopra.com

Apropos Statistik: Hier noch eine völlig andere Idee: Worldometers :-)

Christoph Blocher (SVP) nähert sich der CVP!

Da wundert sich Ex-SVP-Präsident und Bundesrat Christoph Blocher über seine unmittelbaren Nachbarn... auf «seinem» Webserver.Einen physikalisch eigenen Webserver unterhalten nur wenige, meist grosse Firmen. Sehr viel häufiger ist hingegen die Nutzung von sogenannten virtuellen Webservern. Diese mietet man sich preiswert bei einer schier unüberschaubaren Menge von Anbietern und erhält im Gegenzug ein «Wohnrecht» auf einem Server. Dass man auf dem jeweiligen Server nicht alleine ist, erfährt man meistens nur dann, wenn der Webserver öfters ausfällt oder langsam wirkt.

Um zu prüfen, wieviele Nachbarn man auf diesem Server hat, gibt es nette Onlinetools wie beispielsweise myIPneighbors.com. Einfach den Domainnamen (also ohne http:// und www.) eingegeben und schon werden die «virtuellen» Nachbarn aufgelistet. Bequem lassen sich diese Nachbarn nun per Mausklick besuchen.

Besonders spannend wird dieses Werkzeug, wenn bekannte Websites abgefragt werden:

So befindet sich beispielsweise Christoph Blochers Internetpräsenz auf demselben Server wie zahlreiche Websites von CVP Lokalparteien. Die Partei selbst (svp.ch) befindet sich von 92 Nachbarn, u.a. dem Spital Bern, der Stadt Solothurn oder vielleicht weniger verblüffend der Bauernzeitung umgeben. Etwas eleganter die CVP, denn diese unterhält offensichtlich einen eigenen Server. Eher unüberlegt scheinen die Grünen gewählt zu haben: So finden sich auf dessen Server auch unliebsame Nachbarn wie eine Handelsplattform für Autos, diverse Autogaragen, ein Moto-Cross-Club, einem Limousinenservice, der (wohl veralteten) Website der Schmirinskis oder einer Sexseite. Und dann wäre noch die FDP, welche die Webpräsenzen offenbar national koordiniert und auf einem Server vereint. 148 benachbarte Sites werden da aufgelistet, allesamt in einem Zusammenhang mit der FDP.

Interessant wird dieses Tool auch bei der Beurteilung, wieviele Kunden ein Hoster auf einen Server packt. Nicht selten trifft man auf 300 oder gar 500 weitere Sites, welche denselben Server teilen.

Überwachte Ausfallsicherheit

Nützlich und kostenlos: Webserver-Überwachungsdienst mon.itor.us«99,9% verfügbar» … so und ähnlich werben Webhoster für Ihre Dienstleistungen. Doch wie lässt sich eine solche Aussage überprüfen?

Ich suchte schon lange nach einer unabhängigen Server Monitoring-Lösung und wurde in mon.itor.us fündig. Dieser kostenlose Service erlaubt das Überwachen verschiedenster Dienste, von HTTP und HTTPS über SMTP, IMAP bis hin zu FTP und vereint zahlreiche Reports in einer eleganten Ajax-Benutzeroberfläche. Über Ausfälle wird man via RRS-Feed, E-Mail oder SMS informiert.

Firefox und IE in friedlicher Gemeinschaft

Firefox und Internet Explorer im selben Browser, aber in verschiedenen Tabs. Die Firefox-Erweiterung IE TAB machts möglich.Bei meiner täglichen Arbeit wechsle ich häufig zwischen Firefox und MS Internet Explorer. Ersterer ist mein bevorzugter Browser, da schnell, effizient und stabil, letzterer benötige ich zur Kontrolle, da ja noch immer die meisten Anwender diesen Browser einsetzen.

Jetzt habe ich eine Firefox-Erweiterung entdeckt, die es in sich hat: Mit IE TAB lassen sich Webseiten in Firefox, wahlweise mit der normalen Firefox- oder aber mit der MSIE-Engine anzeigen. Gewisse Websites, welche z.B. nur im Internet Explorer verwendbar sind (z.B. Microsoft Update, Musicstore OD2, etc.) können gar fix hinterlegt werden. Per Mausklick wechselt man die verwendete Engine der aktuellen Seite, wahlweise im gleichen oder in einem neuen Register.

In diesem Zusammenhang bemerkt

Die Zeiten als die Anwender alternativer Browser noch müde belächelt wurden, sind glücklicherweise längstens vorbei. Im Unterricht predige ich immer wieder, dass auch auf Minderheiten – sowohl technischer (z.B. Browser) als auch physischer (z.B. Art Sehbehinderungen) – stets Rücksicht genommen werden muss. Für viele Webdesigner sind 5% ausgeschlossene Besucher nicht nennenswert und werden just ignoriert. Verbildlicht man diese Haltung jedoch mit einem Ladengeschäft, nimmt das Ganze sehr skurile Züge an. Stell Dir vor, dass sich bei jedem zwanzigsten Kunde die automatische Türe nicht öffnet und der Kunde damit nicht in den Laden gelassen wird. Ich bin überzeugt, jeder Ladenbesitzer würde sofort nach dem Techniker schreien, der das Problem beheben soll. Wetten?
Wie wichtig ist Firefox für Webpublisher? Gerne lasse ich Zahlen sprechen. Folgende Statistik zeigt die Browsernutzung der Besucher meiner Website, gemessen in den ersten beiden Märzwochen 2007.

Bei einem Anteil von über 30% kann eigentlich nicht mehr von einem Alternativbrowser gesprochen werden...

Bei einem Anteil von über 30% kann eigentlich nicht mehr von einem Alternativbrowser gesprochen werden…

Das schnelle Geld machen mit Apples iPhone…

… das wünschen sich so manche Händler und Netzanbieter. Der dem trendigen Handy vorauseilende Ruf und dessen hohe Umsatzerwartung ruft aber auch viele zwielichtige Gestalten auf den Plan. So stiess ich vor wenigen Tagen bei ebay.com auf ein Angebot:

  • íphone.com – Top Level Domain ab € 3′500

Auf den ersten Blick versteht man die Welt nicht mehr. Hat es Apple etwa tatsächlich verschlafen, den zum Produkt passenden Domainnamen zu reservieren? Gleichzeitig wundere ich mich über den hierfür eher tiefen Preis: «Nur» gerade 3′500 Euro soll diese Domain kosten…

Hier lockt wohl nur das schnelle Geld...Schnell löst sich das Rätsel, denn bei genauem Hinsehen erkennt man, dass es sich nicht um die Domain iphone.com sondern um íphone.com geht… man beachte den etwas anderen i-Punkt.

Möglich machen dies die sogenannten IDN-Domains. Seit deren Einführung ist es möglich, Umlaute und Sonderzeichen in Domains zu verwenden. Diese werden dann bei der Eingabe des Anwenders codiert. So wird beispielsweise aus der Domain www.kühe-mögen-äpfel.de die folgende klassische URL: www.xn--khe-mgen-pfel-jfb9×9c.de, aus der genannten Domain íphone.com wird xn--provder-2ya.com

Die ursprüngliche Idee war es, Umlaute und sprachenspezifische Sonderzeichen zu ermöglichen. Das mag bei eindeutigen Begriffen wie bücher oder müller etc. noch funktionieren, doch es stellt sich die Frage, ob der normale Anwender tatsächlich das i mit dem speziellen Apostroph eingibt, bzw. eingeben kann? Ich weiss nicht recht. Ausserdem ist es für mich fragwürdig, ob es ausser ebenso zwielichtigen Gründen wie Phishing – wo man auf eben diese Täuschungsmanöver aus ist – wirklich reele, seriöse Vorhaben geben kann, wo dieser Domainname auch Sinn macht.

Sammelst Du schon oder druckst Du noch?

Gewisse Entwicklungen widersprechen sich total. So hat mein Töchterchen kürzlich die Faszination des Briefmarkensammelns entdeckt und wartet täglich sehnsüchtig auf die Post, in der Hoffnung neue Briefmarken von den Couverts ablösen zu können.

Andererseits habe ich ein schon länger existierendes, kürzlich stark erweitertes Werkzeug der Post lieben gelernt. Egal ob Brief oder Paket, egal ob Inland oder Ausland, innert kurzer Zeit und mit erstaunlich hohem Komfort generiere ich mit dem Onlineservie WebStamp meine eigenen «Briefmarken», welche ich direkt auf Etiketten, Umschläge oder Briefpapier für Fenstercouverts drucke. Es können zudem auch beliebige JPG-Fotos hochgeladen und als eigene Briefmarken verwendet werden. Die so frankierten Briefe dürften für so manchen überraschten Hingucker beim Empfänger sorgen.

Auch eigene Fotos lassen sich als Briefmarken verwenden

Das Versenden eines DVD-Videos aufgrund einer Bestellung bei Exsila – einem äusserst empfehlenswerten Tausch-Service für DVD-Filme, Games und Musik-CDs – nimmt so kaum mehr Zeit in Anspruch. Kurz den gewünschten Frankaturwert und Druckmedium gewählt, Adressen erfasst und schon spukt mein Drucker das generierte PDF mit den elektronischen Briefmarken aus. Ab ins Couvert und in den nächsten Briefkasten.

Hut ab, liebe Post! Mit diesem Service beweist Ihr, dass Ihr den Sinn und Zweck des Internets verstanden habt und auf die Bedürfnisse Eurer Kunden eingeht.

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