Geringfügig verschätzt…

So präsentierte sich das Wetter in der Theorie...Als ich kürzlich zum Säntis aufbrach, schaute ich erst auf dem iPhone nach dem Wetterbericht. Es schien wunderbar, ein klein wenig bewölkt, aber dennoch viel Sonne, angenehme Temperaturen und vor kein Regen. So habe ich dann meine sieben Sachen gepackt und fuhr los.

Im Auto dann erreichten aus dem allwissenden Radio wohlklingende Worte wie “Sonnenschein”, “bis 30 Grad Celsius” und “geniesst den sommerlichen Tag” mein Ohr. Mein Gemüt erhellte sich, doch der Himmel verdunkelte sich stattdessen immer mehr.

Als ich dann schliesslich Ort des Geschehens erreichte, ärgerte ich mich über meine Blauäugigkeit – ich hatte die Regenjacke natürlich zu Hause gelassen.

Es goss wie aus Kübeln und aus dem Radio ertönte ein Lied, als hätte es Petrus persönlich für mich abgespielt: F**k you! :-) Immerhin, nach einer eingeschobenen Stunde des Abwartens verzogen sich die bösen Wolken und wir konnten zum Fotoshooting in luftiger Höhe aufbrechen…

Und so kübelte es vor lauter Regen:

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Das Schönste kommt jetzt aber noch: Heute abend fahren wir Richtung Tessin und drücken uns selbst fest die Daumen, dass die “Sonnenstube der Schweiz” dieses mal ihrem Namen gerecht wird. Der Wettebericht fürs Wochenende stimmt uns schon mal zuversichtlich – wobei man weiss ja nie ;-)

Die Schneefallgrenze selber berechnen

Ja, das soll man nach den Ideen des Meteo-Teams vom Schweizer Fernsehen tatsächlich machen können!

Ein völlig am Zielpublikum vorbei gestaltetes Werkzeug. Oder weisst Du, was Geopot. 850 hPa m bedeutet?Schnell also den Meteorechner – Schneefallgrenze geöffnet… und schon begann das grossartige Staunen. Da werden Angaben verlangt, die ich als meteorologischer Laie unmöglich beantworten kann: Was mit “Temp. auf 850 hPa °C” kann ich zwar noch erahnen – wie man auf den richtigen Wert kommt weiss ich aber trotzdem nicht. Aber was mit “Geopot. 850 hPa m” gemeint ist, verschliest sich dann völlig vor mir.

Hmm… ich glaube, wer diese beiden Werte kennt, der braucht keinen solchen Rechner mehr.

Danke Dir, Hampi, dass Du mich auf dieses Usability-Verbrechen hingewiesen hast.

Ein extrem feuchtes Vergnügen…

Viele beklagten sich über einen Sommer, welcher ihrer Meinung nach nicht so wirklich schön gewesen sei. Doch ich konnte dem bisher entgegen halten, dass ich dieses Jahr bislang nur Hochzeiten bei bestem Sonnenschein und viel Wärme fotografiert habe. Ganze acht Hochzeitsreportagen durfte ich ausführen, ohne auch nur einen einzigen Regentropfen abzubekommen. Doch am vergangenen Samstag kam dann – allem «aufs-Holz-geklopfe» zum Trotz – die Trendwende!

Judith und Mario hielten dem Regen und der beissenden Bise stand...

Das Brautpaar Judith und Mario erlebten einen Hochzeitstag, wie man ihn – natürlich rein wettertechnisch betrachtet – nicht wünscht. Von morgen früh bis spät abends, nein, genau genommen bis früh morgens, ein einziger anhaltender Regenguss.

Das stellte natürlich auch mich vor fotografische Probleme, denn irgendwie fehlte allen Beteiligten die Lust, sich im Regenschauer zu bewegen. Doch aus der Not macht man bekanntlich eine Tugend und so galt es eben, zu improvisieren. Die Gratulantenstunde und Apéro fand gleich in der selben Halle statt, wo die Trauung durchgeführt wurde. Und anstelle von vielen gestellten Fotos entstanden spannende und emotionsgeladene Aufnahmen aus der Situation. Selbst das Gruppenfoto der Hochzeitsgäste entstand ungewohnt: Im Festsaal und mit sehr freier Anordnung.

Und als feuchtes Highlight wagten wir uns dann doch noch ins Freie, wo das Brautpaar mit Regenschirm bewaffnet vor trüber grauer Kulisse ein wunderbares Bild abgab. (Und ich weiss jetzt, dass die Kameras, Objektive und Blitzgeräte trotz aller Elektronik doch einige Tropfen abbekommen dürfen…)

Es war eine interessanter Tag, einmal mehr lernte ich mit unerwarteten Situationen umzugehen und konnte mit neuen Erkenntnissen – und vier prallgefüllten Speicherkärtchen – nach Hause fahren.

Nachtrag: Und was daraus enstanden ist, erlebst Du in dieser Best Of-Diashow… viel Spass.

Frühling im Januar?

Wenn man den ersten wagemutigen Blümchen, welche ihre farbenfrohe Pracht aus den nassen Wiesen strecken, glauben will, dann hat der Frühling bereits begonnen.

Glaubt man den Meterologen wird ihr Wagemut wohl schon in Kürze böse bestraft…

Mit einem lauten Knall kündigte sich der Winter an…

Es ist unvorstellbar, wie laut eine flatternde Plane sein kann. Und die Kraft des Windes verbog das Gerüst gefährlich stark.Wir schlafen, tief und fest. Es ist die Nacht von Donnerstag auf Freitag. Plötzlich, morgens um vier, ein Knall der die Stille durchbricht, gefolgt von einem lauten, flatternden Lärm. Wir stehen fast senkrecht im Bett. Ein Blick aus dem Fenster bringt Aufklärung. Auf der Baustelle vis-a-vis hat es eine riesige Plane beim Gerüst gelöst und flattert nun im heftigen Wintersturm. Keine Chance, dass wer um diese Uhrzeit sich dieser Lärmquelle annimmt. So versuchen wir wieder einzuschlafen, doch der ersehnte Tiefschlaf wird vom Flattern von uns ferngehalten.Immer mit wertvollen Ratschlägen dabei... :-)

Am Morgen ist erkennbar, welche Wucht der Wind haben musste. Das Gerüst war bedrohlich verbogen, Bauarbeiter rätselten, wie sie das Gerüst sichern und reparieren konnten. Ein Schauspiel, welches wir aus der warmen Wohnung und bei fein riechendem Kaffee verfolgten.

Das in Mitleidenschaft gezogene Gerüst war übrigens bereits zwei Stunden später wieder in bestem Zustand.

Verschissenes Wetter am Matterhorn

Hat hier ein Vogel seine Spuren hinterlassen???Jeden morgen zeigt das Schweizer Fernsehen Panoramabilder aus allen möglichen Bergregionen der Schweiz. Kürzlich fiel mir dabei diese Kamera vom Matterhorn besonders auf: Ich mutmasse nur, bin mir aber nicht wirklich sicher, ob wir hier tatsächlich einen verschissenen Moment aus dem Leben eines Alpenvogels sehen… :-)

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